Anerkennung für Lehrer*innen - Ergebnisse unserer Umfrage

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“Was macht ein*e Lehrer*in eigentlich?” Ganz klar, das erste, woran man denkt, ist Unterrichten. Schließlich verbringen Lehrer*innen damit ihren kompletten Arbeitsalltag, nicht wahr? Falsch gedacht. Einer der häufigsten Irrtümer in unserer Gesellschaft ist es, dass der Arbeitstag einer Lehrkraft beendet ist, sobald die Glocke läutet.

In einer an unsere Community gerichtete Umfrage (*) haben wir Lehrer*innen gefragt, welche Aufgaben, die sie im Lehrer*innenalltag bewältigen, übersehen werden, eigentlich aber viel mehr Anerkennung verdienen. Geschlagene 98% der Befragten wünschen sich mehr Anerkennung für alle organisatorischen Pflichten, die zum Berufsalltag als Lehrer*in gehören, an die aber niemand denkt, wenn man an den Job denkt. Dazu zählen Unterrichtsvorbereitungen, Korrekturleistungen, Klassenmanagement und Differenzierungen für verschiedene Klassen und Lernstände.

Zusätzlich kommen die Erziehungsarbeit und Elternarbeit, die nicht ohne ist. Täglich kümmern sich Lehrer*innen nicht nur darum, dass es den Kindern in der Klasse gut geht, schlichten Konflikte zwischen Kindern und sorgen dafür, dass sich jedes Kind im Klassenzimmer geborgen fühlt, sondern halten auch die Eltern auf dem neuesten Stand, planen und führen Elternabende durch und kümmern sich um die Zukunft eines jeden Kindes.

Jedoch ist das nicht alles. Ein Drittel der Befragten erwähnte ebenfalls, wie schwer es ihnen fällt, den Spagat zwischen Job und Privatleben zu machen. Auch das Gefühl, ständig erreichbar zu sein - nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch zuhause - sorgt für Bedenken. Vom Beruf abzuschalten beschäftigt Lehrer*innen also immens - kein Wunder. Kindern nicht nur zu unterrichten sondern teilweise auch noch zu erziehen, ihnen Respekt und Empathie beizubringen, ist keine leichte Aufgabe. Und doch wird dies oft vergessen. Viel öfter sollten wir uns in Erinnerung rufen, wie viel Zeit Lehrer*innen mit Kindern pro Woche verbringen. Sie sind nicht nur Wissensvermittler*innen, sondern auch Seelsorger*innen, Erzieher*innen, Ansprechspartner*innen, Multitasking-Talente, Motivator*innen und so viel mehr.

Diese Ergebnisse bringen auch uns zum Nachdenken und rufen uns in Erinnerung, wie wichtig es ist, Lehrer*innen die Anerkennung zu schenken, die sie verdienen und uns bewusst zu machen, was Lehrer*innen alles tagtäglich bewältigen.


(*) 448 Lehrer*innen haben an der Umfrage, die vom 15. bis zum 17. Mai lief, teilgenommen.    


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