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von Marika Muster, Autorin 4learning2gether
Das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) hat in Schulen längst Einzug gehalten. Doch der Umgang mit unserem Planeten Erde und die drohende Umweltfolgen sind so essenziell, dass es noch mehr Angebote braucht, um einen gesunden Umgang mit der Natur, mit Ressourcen und allem Lebendigen zu vermitteln.Es gibt zahlreiche gute Ansätze, vom gemeinsamen Müllwegräumtag über eine Projektwoche zum Thema Klimawandel bis hin zur Garten-AG, um den Kontakt zur Natur wieder zu erlangen oder zu festigen. Es gibt aber Ebenen des Lernens, die über eine reine Wissensvermittlung und auch über äußere Aktivitäten (z. B. sähen, pflegen, ernten, verarbeiten) noch hinausgehen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Verknüpfung des Themas Umwelt mit Achtsamkeit. Von außen nach innen verlaufend kann man zunächst die Natur über die Sinne erforschen (z. B.: Wie fühlt sich ein Tannenzapfen in der Hand an oder der Wind auf meiner Haut? Wie riecht ein Birkenblatt? Wie sieht eine Muschel von Nahem aus?). Dann ist es gut, mit den Schüler*innen ihre Gefühle zu betrachten (z. B.: Wie fühle ich mich, wenn es draußen dunkel und nass ist? Was fühle ich, wenn ich einen Sonnaufgang sehe?). Auch die Wahrnehmung und Reflexion der eigenen Gedanken ist wichtig (z. B.: Warum mag ich eine Jahreszeit lieber als eine andere? Warum mag ich die Sonne lieber als den Regen? Warum mag ich lieber Chips als frisches Gemüse, obwohl ich weiß, dass sie ungesund sind?). Schließlich kann man auch zu ethischen und spirituellen Fragen gelangen (z. B.: Was kann ich tun, um Natur und Tiere zu schützen? Wer sind meine Vorbilder in Sachen Umweltschutz? Ist Gott auch in Pflanzen, Tieren und Steinen? Was hat Liebe mit Umweltschutz zu tun?).Um sich persönlich weiter zu entwickeln ist es wichtig, sich selbst zu beobachten, sich zu reflektieren und sich mit anderen auszutauschen. So entwickelt sich eine innere Reife, die Fähigkeit, Umweltprobleme wahrzunehmen und sie kooperativ zu lösen. 4learning2gether bietet mit dem digitalen Lehrmaterial „Als Mutter Erde Vater wurde“ eine Möglichkeit an, digital und im individuellen Tempo den Umgang mit der Erde und die eigenen Gefühle zu reflektieren. Außerdem wird die Lesekompetenz gefördert. Die Geschichte, in der sich „Mutter Erde“ wandelt, bietet zahlreiche Fragen zum Reflektieren und Austauschen an sowie Zusatz-Infos. Weitere Materialien zum Interaktiven selbstreflektierten Lernen (Insel, Reihe „Schatz-Insel“) gibt es im Profil von der Autorin dieses Artikels, die das Konzept entwickelt hat.

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