Vokabeln lernen mit Spaß! - Spiele für deine Klasse zum Wiederholen des Wortschatzes


Vokabeln lernen und wiederholen kann manchmal ganz schön zäh sein. Darum möchte ich dir hier ein paar Spiele an die Hand geben, um das Thema Vokabeln wiederholen etwas aufzupeppen.

Für die folgenden Spiele brauchst du wenig bis kein Material.

 

Menschenmemory

Beim Menschenmemory kann die ganze Klasse mitspielen. Dabei müssen die Kinder immer zu zweit zusammengehen, um ein Paar zu bilden. Zwei Kinder bleiben übrig und spielen gegeneinander und suchen die Paare. Man könnte aber auch vier Kinder als Suchende einsetzen, sodass zwei zusammenarbeiten können. Was aber auch möglich ist, ist dass zwei Kinder die Suchenden sind, aber diese nicht gegeneinander spielen, sondern miteinander. Somit wäre das Spiel weniger kompetitiv und eher kooperativ.

Wie kann das Spiel nun ablaufen?

Die suchenden Kinder gehen kurz vor das Klassenzimmer. Die Lehrkraft teilt den Kindern ihre Vokabeln zu, am besten aktuelle oder thematisch ähnliche oder auch ältere, die bekannt sein sollten. Das Zuteilen kann durch das Verteilen von Wortkarten passieren oder auch verbal.

Dann sollten die Kinder, die die Paare bilden, absprechen, wer das Wort darstellt und wer das „Bild“. Das Wort wird später im Spiel verbal genannt in der jeweiligen Fremdsprache, z.B. Englisch im Englischunterricht oder Deutsch in DaZ. Das „Bild“ wird vom anderen Kind zum Beispiel pantomimisch vorgemacht. Somit braucht man keine Materialien.

Die suchenden Kinder „decken so lange Paare auf“, bis sie alle Wörter und „Bilder“ / Pantomimen richtig zugeordnet haben. Gefundene Paare können sich beispielsweise auf den Boden setzen.

Ein kleiner Tipp von mir: vor allem Nomen und Verben eignen sich in Anfängergruppen, aber auch Adjektive und Präpositionen könnten pantomimisch gut dargestellt werden.

 

Ich packe meinen Koffer…

… ist ein relativ klassisches Spiel.

Dabei kann ebenfalls die ganze Klasse mitspielen oder aber sogar nur kleine Gruppen, ab 3 Kindern. Diese kommen dann eben öfter dran.

Bei „ich packe meinen Koffer…“ wird vor allem auch die Merkfähigkeit trainiert. Das erste Kind beginnt mit dem Satz „Ich packe meinen Koffer und nehme … mit.“ Hierbei fügt man statt „…“ eine beliebige Vokabel eines Wortfeldes ein, zum Beispiel ein Kleidungsstück. Wenn das erste Kind also sagt „Ich packe meinen Koffer und nehme Socken mit“, muss sich das zweite Kind das Wort „Socken“ merken und fährt fort: „Ich packe meinen Koffer und nehme Socken und Hosen mit.“ Das zweite Kind in der Reihe wiederholt als das Genannte vom Vorredner, sowie nennt ein eigenes Wort. Das dritte Kind nennt dann beide Dinge vom Vorredner und nennt ein eigenes Wort und so weiter.

Meiner Meinung nach passt der Satz „Ich packe meinen Koffer…“ vor allem gut für das Thema „Kleidung“ oder „Reisen“, was beispielsweise im Englisch- und DaZ-Unterricht behandelt wird. Man kann den Satz aber auch für alle beliebige Themen nutzen, wie z.B. Tiere, Essen, Farben oder Spielzeug.

Wenn man hier etwas kreativer arbeiten möchte, kann man den Satz aber auch anders formulieren.

  • Für das Thema Tiere z.B.: „Ich räume meinen Stall auf und ich habe ...“
  • Für das Thema Essen z.B.: „Ich räume meinen Kühlschrank aus und ich nehme ...“
  • Für das Thema Farben z.B.: „Ich nehme meinen Farbkasten und ich male mit ...“
  • Für das Thema Spielzeug z.B.: „Ich räume mein Zimmer auf und ich packe ... in die Kiste.“

 

Fliegenklatschen

Für dieses Spiel sind Bild- und Wortkarten von Vorteil. Man kann Fliegenklatschen mit einer kleinen Gruppe, ab 2 Spielern, oder mit der ganzen Klasse spielen.

Wenn man mit einer kleinen Gruppe spielt, kann man alle Bildkarten auf den Boden legen und die Kinder versammeln sich drum herum. Alle Kinder bekommen eine Fliegenklatsche. Sobald die Lehrkraft eine Vokabel nennt, hauen die Kinder mit ihren Klatschen auf das jeweilige Bild.

Es funktioniert auch mit Wortkarten am Boden. Dann kann die Lehrkraft z.B. das passende Bild zeigen und die Kinder hauen auf das jeweilige Wort.

Mit der ganzen Klasse würde es zu wild werden, wenn alle gleichzeitig auf eine Vokabel hauen. Hier empfehle ich, die Klasse in zwei Hälften aufzuteilen. Nur zwei Kinder von jedem Team erhält eine Fliegenklatsche. Die Teams stehen sich gegenüber, wobei die zwei Kinder mit den Klatschen direkt bei den Vokabeln stehen. Die anderen Kinder der Teams stehen praktisch an bis sie dran sind.

Die zwei Kinder mit den Klatschen spielen quasi gegeneinander. Sobald die Lehrkraft eine Vokabel nennt, hauen die zwei Kinder auf das entsprechende Bild. Die Gruppe des schnelleren Kindes kann dann einen Punkt erhalten. Für eine zweite Vokabel werden die Klatschen weitergereicht innerhalb eines Teams.

 

Simon Says

Bei Simon Says kann auch die ganze Klasse mitspielen. Hier beginnt die Lehrkraft den Kindern „Befehle zu geben“. Zum Beispiel im Englischunterricht „Simon says ‚stand up‘!“

Die Kinder müssen den Befehlen nachkommen, aber nur wenn die Lehrkraft „Simon says“ dazu sagt. Wenn die Lehrkraft diese Phrase nicht nennt, dürfen die Kinder dem Befehl nicht nachkommen, sondern sollen einfach stehen bleiben.

Je schneller die Befehle genannt werden, desto komplizierter und lustiger wird es. Im DaZ-Unterricht würde das Spiel „Simon sagt“ heißen, im Spanischunterricht „Simón dice“ und im Französischen „Jacques a dit...".

Das Spiel eignet sich vor allem, um Verb-Vokabeln zu trainieren.

 

Buchstabensalat

Der Buchstabensalat kann zu zweit oder in kleinen Gruppen oder im Plenum gespielt werden. Zunächst überlegt sich jedes Kind ein Wort in der jeweiligen Fremdsprache (z.B. zu einem gemeinsamen Wortfeld, z.B. „Tiere“) und schreibt es auf einen Zettel. Das erste Kind nennt alle Buchstaben seines Wortes – jedoch in einer anderen Reihenfolge. Hierbei kann das Kind die Buchstaben komplett durcheinander nennen.  (Hier kann das Kind, das die Buchstaben nennt, diese auch leicht mit Bleistift durchstreichen, damit es nicht durcheinander kommt.)

Die anderen Kinder schreiben alle Buchstaben mit und versuchen dann die gesuchte Vokabel herauszufinden und korrekt aufzuschreiben.

Wer als erstes das Wort gefunden hat, sagt es und ist als nächstes dran mit dem Buchstaben nennen.

 

Montagsmaler

Beim Montagsmaler geht es darum, so schnell wie möglich eine Vokabel zu erraten. Dabei zeichnet ein Maler vorne an der Tafel ein passendes Bild zu einer Vokabel. Die anderen Kinder müssen so schnell wie möglich, am besten bevor das Bild zu Ende ist, erraten, um welches Wort es sich handelt. Man kann hier auch ein Zeitlimit von 60s setzen, um etwas Schwung reinzubekommen.

Man könnte hier auch die Klasse in zwei Teams einteilen und diese gegeneinander spielen lassen, also welches Team mit ihrem Maler mehr Wörter innerhalb von 60s errät.

 

Pantomime

Pantomime würde ganz ähnlich zum Montagsmaler verlaufen, jedoch anstelle einer Zeichnung an der Tafel würde hier ein Kind gestisch (und ggf. mimisch) eine Vokabel darstellen - ohne zu sprechen.

 

Bingo

Bingo mit Zahlen ist so gut wie jedem bekannt! Auch die Zahlvokabeln müssen gelernt sein. Aber Bingo geht auch mit anderen Vokabeln, wobei sich hier Nomen am besten eignen.

Von Vorteil ist es, wenn die Lehrkraft den Kindern kleine Bildchen zum Ausschneiden gibt, die sie in ihrem 9er-Feld, das aussieht wie eine Raute selbst verteilen können. Die Lehrkraft zieht nacheinander Vokabeln und nennt diese. Die Kinder suchen dann die passenden Bilder in ihrem 9er-Feld und kreuzen diese an. Wenn ein Kind eine Dreierreihe (vertikal, horizontal oder diagonal) hat, ruft es „Bingo“ und hat gewonnen. 

Tags: Spielerisches Lernen, Sprachspiele, Spiele, Vokabeln üben, Vokabeln lernen, Vokabeln, DaZ, Englisch, Fremdsprache

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