
In dem folgenden Beitrag werden die Unterrichtsmethoden “Spinnen-Technik”, “Brainstorming”, “Tischdecken-Methode”, “Clustering” und “Think-Pair-Share” vorgestellt, sowie passende Unterrichtsmaterialien für die Unterrichtsvorbereitung:
Für Spinnen ist das wichtigste ein Netz zu bauen, dass für ihre Sicherheit sorgt. Um solch ein Spinnennetz zu bauen, haben Spinnen jederzeit alle ihre Baustoffe dabei. So kann das Netz zu jeder Zeit an jedem Ort gebaut werden.
Das trifft auch auf diese Unterrichtsmethode zu. Jeder deiner SchülerInnen verfügt über bestimmtes Wissen oder Vorwissen zu einem Thema. Ein Wissensnetz, das die SchülerInnen zu jeder Zeit und überall einsetzen können. Die Aufgabe für die SchülerInnen besteht nun darin, ein Thema mit dem bereits vorhandenen Wissen zu einem Thema oder einer Unterrichtseinheit zu verknüpfen und in sein/ihr Netz einzubauen.
Für Menschen ist es leichter, sich etwas neues zu merken, wenn sie Zusammenhänge mit bereits bekanntem Wissen in Verbindung bringen. Konkret bedeutet das, dass SchülerInnen Assoziationen bilden sollen. Dieses kann beispielsweise auf einem großen Plakat in Gruppenarbeit, oder in Einzelarbeit geschehen. Es wird ein großes Spinnennetz aufgemalt oder bereits im Vorfeld ausgedruckt. Die Mitte des Spinnennetzes benennt das neue Thema. In jede Zeile, die das Spinnennetz bildet, wird ein Wort, ein Wortteil, ein Text oder Bild gemalt oder geschrieben, dass deine SchülerInnen bereits zu dem Thema kennen.

Diese Methode eignet sich sowohl für den Einstieg in ein neues Thema, um den aktuellen Wissensstand der SchülerInnen zu prüfen, oder aber auch als Themenausstieg, um zu reflektieren, was alles gelernt wurde.
Anders als bei einem normalen Brainstorming (siehe nächster Tipp) geht es in dieser Technik nicht darum, frei zu assoziieren, sondern gezielt bereits vorhandenes Wissen abzurufen.
Der Begriff Brainstorming ist abgeleitet von: “Using the brain to storm the problem”. Und in der Tat geht es genau darum. In der oft eingesetzten Methode ist das Ziel die Lösungs- oder Ideenfindung, indem z.B. freie Ideen, Assoziationen, Vorwissen zu einem Thema, bzw. einer Fragestellung gesammelt werden. Diese werden im Verlauf des Lehr- und Lernprozesses wichtig. So eignet sich die Methode besonders gut als Themeneinstieg. Durch diese Methode lässt du deinen Schülern viel Partizipation zukommen.
Das Brainstorming ist auf die Gruppenarbeit ausgerichtet. Eine optimale Gruppe besteht aus mindestens 4 und Maximal 30 Personen. Es ist also dir überlassen, ob du das Brainstorming im Plenum mit der gesamten Klasse oder bei der Gruppenarbeit in Kleingruppen anwenden möchtest.
Beim Brainstorming gibt es einen Gruppenleiter, einen Protokollführer und die Ideengeber. Der Gruppenleiter bleibt neutral und sammelt die Ideen der Reihe nach. Er kann allerdings auch selbst zum Ideengeber werden. Der Protokollführer schreibt die Ideen an die Tafel oder auf ein Plakat. Wenn du als LehrerIn die Position des Gruppenleiters übernehmen wirst, solltest du nicht direkt am Anfang Ideen äußern. Es könnte die SchülerInnen einschüchtern und daran hindern weitere Ideen mitzuteilen.
In jedem Fall ist es jedoch deine Aufgabe, den Schülern eine Frage oder konkrete Problemstellung zu stellen, damit das Brainstorming beginnen kann.
Dabei könntest du wählen zwischen:
Auf die Einhaltung der Regeln zu achten, ist ebenfalls Aufgabe des Gruppenleiters und als Unterstützung, auch deine zentrale Aufgabe.
Abgewandelt kann die Methode auch funktionieren, indem vorher Karten ausgeteilt werden und jeder pro Karte eine Idee aufschreibt. Anschließend werden die Karten wieder eingesammelt und für alle sichtbar ausgelegt.

Wurden viele Ideen gesammelt und ergänzt, kommt es zur Abschlussphase des Brainstormings. Dafür werden die Ideen gewertet. Das heißt, alle Ideen werden anschließend danach geordnet, welche Idee am Sinnvollsten ist. Dabei können auch Ideen verworfen werden. Die fünf besten Ideen werden auf eine Liste geschrieben. Diese Liste bleibt jedoch Rohmaterial, konkrete Lösung und die Umsetzung können daraus erarbeitet werden. Bei der Kartenmethode können die Karten in eine Reihenfolge gelegt werden.
In der Abschlussphase kannst du einen Raum für Diskussionen lassen, jedoch auch der Reihe nach durch Abstimmung entscheiden, ob eine Idee vorrückt (“Wer findet… sinnvoller als…?”).
Diese Unterrichtsmethode ist besonders für die Arbeit in Kleingruppen geeignet. Wie der Name schon sagt, geht es um eine Decke, die auf dem Tisch liegt. Die Decke ist in diesem Fall ein großes Blatt Papier oder Plakat (optimal ungefähre Tischgröße), und ein Tisch mit vier Schülern.
Jeder Schüler sitzt an einer Ecke des Tisches. Die Gruppe sollte nicht größer als 4 Personen sein, da sonst die Unterrichtsmethode schwerer umsetzbar wird. Nun wird das Blatt in 5 Bereiche eingeteilt: Zuerst wird ein Rechteck in die Mitte des Plakates gemalt, anschließend wird von jeder Ecke des Rechtecks eine Linie zum Ende des Plakates bzw. nach unten gezogen.

Anschließend stellst du den Schüler/Innen eine Frage, z.B.: “Welche Auswirkungen hat Hildegard's Parteieintritt?” (bezogen auf den Roman “Auroras Anlaß”) oder “Was würdet ihr von einer Fahrradhelm-Pflicht in Deutschland halten?”. Diese Frage wird nun oben in die Mitte des Rechtecks geschrieben. Danach haben die SchülerInnen 3–5 Minuten Zeit, die Frage in dem jeweiligen Bereich des Plakates vor dem sie sitzen, zu beantworten. Am besten sagst du zwischendurch an, sobald die Hälfte der Zeit erreicht ist. Ist die Zeit um, wird die “Decke” einen Bereich weiter gedreht. Die Schüler haben nun wieder 3–5 Minuten Zeit, sollen diesmal jedoch die Antwort, die gegeben wurde lesen und die Aussagen ihrer Mitschüler kommentieren.
Es kann Kritik geübt oder auch Fragen gestellt werden. Haben nach zwei weiteren Runden alle SchülerInnen alle Beiträge kommentiert, gibst du ihnen 6–10 Minuten Zeit, sich darüber auszutauschen und zu entscheiden, was die aussagekräftigsten und relevantesten Punkte ihrer Gruppe sind. Ist die Zeit um, werden die Ergebnisse der Gruppenarbeit bzw. die Aussagen auf die sich geeinigt wurde, unter die Fragestellung in die Mitte des Plakates geschrieben. Als weiteren Schritt könntest du die Plakate vorstellen lassen, oder deine beobachteten Ergebnisse hervorheben.
Diese Unterrichtsmethode hilft den SchülerInnen Kritik zu äußern, eigene Meinungen zu bilden und mit Zeitdruck umzugehen.
Der Begriff Clustering ist englisch und bezeichnet eine Gruppe oder auch Anhäufung. Diese Unterrichtsmethode dient der Ideenfindung und Visualisierung von Gedanken und kann in einem Text oder im weiteren Verlauf des Unterrichts verarbeitet werden.
So funktioniert’s:

Die Methode kann sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit durchgeführt werden.
Ihre Aufgabe beim Clustering ist es:
Die Unterrichtsmethode Think-Pair-Share geht von Einzelarbeit in Gruppenarbeit über. Es können damit sowohl komplexe, als auch weniger umfangreiche Themen bearbeitet werden. Ist das grundsätzliche Prinzip der Unterrichtsmethode einmal von deinen SchülerInnen verstanden, kannst du es immer wieder in unterschiedlicher Form im Unterricht anwenden.
Die Methode teilt sich wie folgt auf:
Deine Aufgaben bei dieser Unterrichtsmethode sind:
Die Methode kann im Unterricht unterschiedlich eingesetzt werden:
Quellen
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