Lerntypgerechtes Lernen


Wir alle erleben die Welt auf einzigartige Weise, und damit variiert auch die Art, wie wir am besten lernen. Das Verständnis dieser verschiedenen Arten von Lernstilen kann sich drastisch auf die Art und Weise auswirken, wie du als Lehrende:r mit deinen Schüler:innen umgehst. Deshalb beschreibe ich hier in diesem Blog die verschiedenen Lernstile. Ohne das Verständnis für die unterschiedlichen Lernweisen passiert es, dass Lernende in deiner Klasse zurückbleiben, obwohl du sie ganz leicht ‚erreichen‘ könntest. Du kannst deine Arbeit erleichtern und professionalisieren, wenn du sicherstellst, dass jede:r Lernende deine Informationen wirklich versteht.

 

Wie kannst du also die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Lerntypen in deiner Klasse erfüllen?

 

Hier lernst du verschiedene Lernstile kennen und erfährst mehr über deren Bedeutung für deinen Unterricht. Nicht jeder Mensch passt in nur genau eine Kategorie, trotzdem hilft die folgende Klassifizierung, die Besonderheiten deiner Schüler:innen zu erkennen.

 

1. Visuelle Lernende

So erkennst du visuelle Lerntypen in deiner Klasse: Jemand, der eine Vorliebe für visuelles Lernen hat, sieht und beobachtet gerne Dinge, einschließlich Bilder, Diagramme, schriftliche Anweisungen und mehr. Schüler:innen, die durch Sehen lernen, verstehen Informationen besser, wenn sie auf visuelle Weise präsentiert werden.

 

Wie man auf visuelle Lerner eingeht: Das Whiteboard oder Smartboard eignet sich hervorragend, um diese Schüler:innen zu unterrichten. Zeichne Bilder und Diagramme an die Tafel oder bitte die Schüler, selbst Zeichnungen zum Thema zu erstellen. Erstelle Handouts und verwende Präsentationen und gib ihnen genügend Zeit die Information zu verarbeiten. Was dich als Lehrende:r verwundern kann, ist, dass die visuellen Lernenden sich nicht besonders aktiv am Unterricht beteiligen. Sie melden sich meist nur, wenn sie eine Frage haben.

 

2. Auditive Lernende

So erkennst du auditive Lernende in deiner Klasse: Auditive Lernende neigen dazu, besser zu lernen, wenn der Lernstoff durch Klang verstärkt wird. Sie hören lieber zu, als schriftliche Notizen zu lesen, und sie sprechen gerne über das Gelernte. Manchmal lesen sie sich selbst laut vor. Diese Lerntypen haben keine Angst, sich in der Klasse zu Wort zu melden und sind gut darin, Dinge verbal zu erklären. Außerdem können sie langsam beim Lesen sein und wiederholen oft Dinge, die Lehrende gesagt haben, weil sie sich den Lernstoff dann besser merken können.

 

Wie man auf auditive Lerner eingeht: Da es diesen Schülern im Allgemeinen schwerfällt, über längere Zeit still zu bleiben, solltest du deine auditiven Lernenden aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbeziehen. Stelle Fragen und lasse sie antworten. Rege Gruppendiskussionen an, damit die auditiv Lernenden die Informationen, die ihnen präsentiert werden, richtig aufnehmen und verstehen können. Das Anschauen von Videos und die Verwendung von Musik oder Tonbändern sind ebenfalls hilfreiche Lernmethoden für diese Gruppe.

 

3. Kinästhetische Lernende

Wie Du  kinästhetische Lernende in deiner Klasse erkennst: Kinästhetische Lernende, manchmal auch motorische Lernende genannt, lernen durch das Erleben oder Tun von Dingen. Sie engagieren sich gerne, indem sie Ereignisse nachspielen oder ihre Hände zum Berühren und Anfassen benutzen, um Lerninhalte zu verstehen. Diesen Lerntypen fällt es meist schwer, still zu sitzen, und sie machen gerne Sport oder tanzen gerne. Möglicherweise müssen sie beim Lernen häufiger Pausen einlegen, weil sie sich nicht mehr konzentrieren können.

Das kann für dich als Lehrende:r manchmal sehr  herausfordernd sein.

 

Wie man auf kinästhetische Lernende eingeht: Der beste Weg, wie du diesen Schüler:innen beim Lernen helfen kannst, ist, sie in Bewegung zu bringen. Lasse sie eine bestimmte Szene aus einem Buch oder einer Lektion nachspielen. Baue generell Bewegung in den Unterricht ein: Herumlaufen, um das Auswendiglernen zu erleichtern, Lernspiele, bei denen man sich im Klassenzimmer bewegt oder die Schüler:innen als Teil einer Aktivität auf die Tafel / das Whiteboard schreiben lässt.

 

Sobald kinästhetische Lernende körperlich spüren können, was sie lernen, können sie  abstrakte Ideen und schwierige Konzepte leichter verstehen. Sie sind übrigens sehr einfühlsam und können nicht gut lernen, wenn sie das Gefühl haben, nicht gemocht zu werden.

 

Meine Empfehlung für deinen Unterricht: Umfasse alle Arten des Lernens!

Mit dem Verständnis für die unterschiedlichen Lernstile kannst du deinen Schüler:innen schon in den ersten Jahren individuelle Lernstrategien vermitteln und sie so für ihre Zukunft stark machen.

 

Als Kurzübersicht zum Thema lade dir gerne meine kostenlose Infografik zum Thema herunter.

Tags: lernstrategien, auditive Lerntypen, visuelle Lerntypen, kinästethischer Lerntyp

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Autor Sabine Gessenich / POTENTIALO® - Lernberatung bietet 13 Materialien für Fachübergreifendes, Deutsch und 2 weitere Fächer an - zum Beispiel:

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