
Ich arbeite nun schon lange und sehr konsequent mit Lesekarten, um meine Trainingskinder bei der Überwindung ihrer Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu unterstützen. Ob als Hausaufgabe, als Stundeneinstieg oder zur Verdeutlichung bestimmter orthografischer Phänomene kommen sie immer wieder zum Einsatz.
Die Karten "Wortbausteine" sollen den SchülerInnen durch optische Hervorhebungen zeigen, dass Präfixe, Suffixe und Wortstämme (in der Regel!) alle ihre "eigenen Buchstaben" behalten und sich Wörter so zusammensetzen lassen, auch wenn ihre Schreibweise vielleicht erstmal schwierig erscheint. Die Anzahl der möglichen Vor- und Endsilben ist begrenzt, was für viele SchülerInnen eine entlastende Information ist. Die Wortstämme erweisen sich hier oft als das größere Problem - doch je mehr von ihnen die Kinder beherrschen, umso mehr Wörter können sie durch das Wortbaustein-Prinzip sicher schreiben.
Meine Erfahrung zeigt, dass das gründliche Sprechen in Silben nicht für alle Kinder eine hilfreiche Methode ist: Sie setzt voraus, dass Kinder Wörter akustisch gliedern können und da genau hier die Ursachen für eine Lese-Rechtschreib-Schwäche liegen (können), brauchen diese Kinder andere Wege zur Verbesserung ihrer Rechtschreibleistungen.
Für das Arbeiten mit den Lesekarten ist es deshalb wichtig, auf das betonte Lesen (sowohl der Silben, als auch der optisch hervorgehobenen Wortbausteine) zu verzichten.
Viel Erfolg, aber vor allem VIEL SPAß!
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