
Zum Weltlehrkräftetag haben wir Lehrkräfte gefragt: Was ist heute in deinem Klassenzimmer anders als früher?
Heute teilen wir die Antworten von Jasmin mit euch. 💛 Sie erzählt, was sie als Schülerin selbst noch anders erlebt hat, welche Veränderungen sie im Schulalltag besonders schätzt und welcher Moment aus dem letzten Schuljahr ihr bis heute im Gedächtnis geblieben ist.
Danke, Jasmin, dass du uns einen kleinen Einblick in deinen Schulalltag gibst – und danke an alle Lehrkräfte, die jeden Tag mit Herz, Ideen und Engagement ihre Klassenzimmer gestalten.
Was machst du heute in deinem Klassenzimmer, das du als Schülerin selbst niemals erlebt hättest?
Als ich selbst Schülerin war, haben meist alle Kinder zur gleichen Zeit dasselbe gemacht. Heute würde ich viel stärker auf individuelle Lernwege, offene Aufgabenformate und Wahlmöglichkeiten setzen. Mir ist wichtig, dass Kinder selbstständig arbeiten, eigene Entscheidungen treffen und in ihrem Tempo lernen können. Gleichzeitig sollen sie verstehen, warum sie etwas lernen und worauf sie hinarbeiten.
Welche Veränderung in der Bildung macht dich besonders stolz, dass sie inzwischen ganz „normal“ im Schulalltag geworden ist?
Ich finde es besonders wertvoll, dass wir die Individualität von Kindern heute viel stärker berücksichtigen. Jedes Kind bringt andere Voraussetzungen, Stärken und Lerngeschwindigkeiten mit. Dass es zunehmend selbstverständlich geworden ist, Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, empfinde ich als große Bereicherung. Lernen muss nicht für alle gleich aussehen. Viel wichtiger ist, dass jedes Kind Erfolgserlebnisse sammeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln kann. So werden positive Lernerfahrungen ermöglicht.
Wenn du wieder so alt wärst wie deine Schüler*innen heute: Was würde dich an deinem heutigen Klassenzimmer am meisten überraschen?
Mich würde wahrscheinlich überraschen, wie kinderfreundlich und einladend ein Lernraum heute gestaltet sein kann. Keine starren Frontalreihen mehr, sondern eine helle, freundliche Atmosphäre mit gemütlichen Ecken und flexiblen Sitzmöglichkeiten.
Besonders beeindruckend fände ich vermutlich, dass Lernen heute viel stärker auf Selbstständigkeit setzt und Kinder häufiger die Möglichkeit haben, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.
Erzähl uns von einem konkreten Moment aus dem letzten Schuljahr, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist.
Ein Kind sagte einmal zu mir: „Ich wusste gar nicht, dass Lernen Spaß machen kann.“ Dieser Satz ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Begeisterung für das Lernen zu wecken, ist für mich einer der wichtigsten Aspekte von Unterricht. Wenn Kinder neugierig werden, Fragen stellen, mit Freude lernen und morgens gerne ins Klassenzimmer kommen, dann ist schon unglaublich viel erreicht.
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