3 rhythmische Kennenlernspiele für den Musikunterricht

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Rhythmische Kennenlernspiele machen Spaß, stärken das Taktgefühl und den Klassenverband.

Doch wie kannst Du im Musikunterricht Namen, Rhythmus und Bewegung ohne großen Aufwand unter einen Hut bringen?

Drei einfache und schnell umsetzbare Ideen für Klasse 1–4 stelle ich Dir heute vor.

Sie funktionieren alle ohne Musikinstrumente, wobei Rasseln oder andere Kleinpercussion ganz nach Bedarf integriert werden können.

1. Namen sprechen und klatschen

„Ma-nu-e-la“ ist mein Vorname.

Und genau so würde ich ihn auch klatschen: Ma-nu-e-la.

Vier Silben, vier gleichmäßige Klatschimpulse.

„Hol-mer“ ist mein Nachname.

Er besteht aus zwei Silben, daher klatsche ich zweimal.

Bei „Frau Hol-mer“ würde ich bei Frau einmal klatschen.

Das ist auch schon das Spielprinzip:

Du machst den Anfang und anschließend dürfen die Kinder ihren eigenen Namen sprechen und rhythmisch klatschen.

Variation: Statt zu klatschen, können die Kinder ihren Namen auch mit anderen Bodypercussion-Klängen umsetzen, zum Beispiel durch Stampfen oder Patschen auf den Oberschenkeln.

Differenzierung: Leichter wird es, wenn Du den Namens-Rhythmus vorgibst und die Kinder nur nachmachen. Fortgeschrittene Kinder können ihren Namen auch in einem vollständigen Satz vorklatschen, zum Beispiel: „Ich hei-ße Ma-nu-e-la.“

Wer kann den Satz anschließend rhythmisch in Musiknoten aufschreiben?

Eine mögliche Lösung wäre:

  • Ich = Viertelnote

  • hei-ße = zwei Achtelnoten

  • Ma-nu-e-la = vier Achtelnoten

2. Unsere Namens-Kette

Für das rhythmische Kennenlernspiel „Unsere Namens-Kette“ kommt ihr am besten in den Stuhlkreis.

Hier darf ein Kind beginnen, seinen Namen zu sprechen und zu klatschen.

Nennen wir unsere Beispielschülerin Amelie:

Amelie nennt ihren Namen und klatscht dreimal, weil ihr Name drei Silben hat.

Diese Zahl müssen sich die Kinder gut merken.

Von Amelie aus zählen wir jetzt drei Stühle weiter.

Hier sitzt Max.

Max, dessen Name eine Silbe hat, klatscht einmal und es geht einen Stuhl weiter.

Neben ihm sitzt Florentina.

So geht es weiter, bis ihr einmal durch den gesamten Stuhlkreis gekommen seid.

Zum Abschluss startet ihr noch einmal gemeinsam: Jedes Kind spricht und klatscht seinen eigenen Namen gleichzeitig mit der Gruppe.

Achtung: Das muss nicht extrem laut sein.

Die Kinder können ihre Namen auch flüstern und ganz, ganz leise klatschen.

Variation: Statt nur zu klatschen, könnt ihr die Namens-Kette auch mit verschiedenen Körperklängen umsetzen. Wie wäre es zum Beispiel mit Klatschen, Patschen und Stampfen? Dieses Material zur Einführung von Bodypercussion ergänzt das Kennenlernspiel wunderbar.

Differenzierung: Für Klasse 1 kannst Du zunächst nur die Silben zählen lassen. Schwieriger wird es, wenn sich die Kinder zusätzlich den jeweiligen Rhythmus merken sollen.

3. Das mag ich am liebsten

Namen sind für uns Menschen unglaublich wichtig.

Aber sie machen uns nicht aus.

Denn wir alle haben viele verschiedene Hobbys, Leidenschaften und Vorlieben.

Genau um sie geht es beim rhythmischen Kennenlernspiel „Das mag ich am liebsten“:

Ein Kind nennt etwas, das es besonders gerne mag, zum Beispiel:

  • Leicht: Hunde

  • Mittel: Ich mag Hunde am liebsten.

  • Schwer: Ich mag Hunde und Eis am liebsten.

Anschließend geht es an die musikalische Umsetzung, zum Beispiel durch Klatschen und Stampfen.

Die Klasse wiederholt diesen Rhythmus in derselben Lautstärke und Geschwindigkeit gemeinsam.

Dann ist das nächste Kind an der Reihe.

Variation: Statt zu klatschen, können die Kinder ihren Satz mit Bodypercussion oder Kleinpercussion begleiten, etwa mit Rasseln, Klanghölzern oder einer kleinen Trommel.

Differenzierung: Jüngere Kinder nennen und spielen nur ein Wort, zum Beispiel „Hund“. Fortgeschrittene Kinder können den ganzen Satz oder vielleicht sogar eine kurze Klanggeschichte musikalisch gestalten.

Fazit: Rhythmus verbindet - über den Musikraum hinaus

Rhythmische Kennenlernspiele bringen das Gefühl für Musik und die Gemeinschaft zusammen.

Großen Aufwand braucht es dafür nicht.

Nur offene Ohren, ein bisschen Bewegung und Freude am gemeinsamen Musizieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Manu Holmer

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