Notenwerte spielerisch lernen: Vom Zugabteil zur Notenschrift

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Wenn Kinder einzelne Notenwerte kennen, beginnt der nächste Schritt: Sie können sie miteinander kombinieren und eigene Rhythmen entwickeln.

Dabei geht es nicht mehr darum, die einzelnen Notenwerte zu erklären. Die Kinder sollen ausprobieren, vergleichen und selbst herausfinden, welche Kombinationen zusammenpassen.

Einen Takt selbst bauen

Eine einfache Aufgabe ist das Legen eines eigenen Rhythmus.

Die Kinder erhalten verschiedene Notenwerte und stellen daraus einen vollständigen 4/4-Takt zusammen. Dabei können unterschiedliche Lösungen entstehen.

Anschließend wird der gelegte Rhythmus gesprochen und geklatscht. So lässt sich direkt überprüfen, ob die Kombination funktioniert.

Zwei Rhythmen, gleiche Länge

Eine interessante Erweiterung: Die Kinder sollen zwei unterschiedliche Rhythmen erstellen, die beide genau einen Takt füllen.

Die Rhythmen können dabei ganz unterschiedlich klingen, obwohl sie gleich lang sind.

Das lässt sich gut in Partnerarbeit durchführen. Ein Kind legt einen Rhythmus, das andere entwickelt eine zweite Variante. Anschließend werden beide Rhythmen miteinander verglichen und gemeinsam ausprobiert.

Rhythmus-Karten als Bausteine

Mit Karten wird die Aufgabe übersichtlich und schnell veränderbar. Ein gelegter Rhythmus kann einfach umgebaut werden, indem einzelne Karten ausgetauscht oder neu angeordnet werden.

So können die Kinder beispielsweise untersuchen:

Was passiert, wenn eine Viertelnote durch zwei Achtelnoten ersetzt wird?

Wie verändert sich der Rhythmus, wenn die Reihenfolge der Notenwerte verändert wird?

Die Kinder arbeiten dadurch unmittelbar mit den Notenwerten, statt sie nur auf einem Arbeitsblatt zu erkennen.

Vom gelegten Rhythmus zum eigenen Notenbild

Wenn mehrere Rhythmen ausprobiert wurden, können die Kinder einen davon aufschreiben.

Die gelegten Karten dienen zunächst als Vorlage. Später kann die Aufgabe ohne Karten durchgeführt werden: Die Kinder denken sich einen Rhythmus aus und notieren ihn selbst.

Damit entsteht ein sinnvoller Übergang von der spielerischen Arbeit mit den Notenwerten zur eigenständigen Notation.

Kleine Rhythmus-Kompositionen

Zum Abschluss kann jedes Kind oder jede Gruppe einen eigenen Rhythmus für die Klasse entwickeln.

Die Vorgabe ist einfach: Der Rhythmus muss in den 4/4-Takt passen.

Die fertigen Rhythmen werden anschließend vorgetragen. Die anderen Kinder versuchen, sie nachzuklatschen.

So wird aus dem Üben der Notenwerte eine kleine musikalische Gestaltungsaufgabe.

Passendes Material

Für die Arbeit mit Notenwerten und Rhythmussprache findest du passende Übungen im Materialpaket „Notenwerte und Rhythmussprache“.

Auch „Tante Ta und die Titi. Die Rhythmus-Sprache.“ eignet sich als Ergänzung, wenn die Notenwerte zunächst noch mit den Figuren verbunden werden sollen.

Passende Übungen zum Mitsprechen und Mitmachen gibt es außerdem in der YouTube-Videoreihe zu Tante Ta und den Titi.

Tags: grundschule, handlungsorientierter musikunterricht, musik notenwerte, 4/4-takt, rhythmus, kreative unterrichtsidee

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