*Spanisch A1 Diagnose-Serie – Staffel 1*
Eine Diagnose zeigt, welche Grundlagen bereits sitzen und wo Unsicherheiten bestehen. Das konkrete Unterrichtsproblem beginnt oft erst danach: Eine Lerngruppe weist sehr unterschiedliche Lücken auf, während alle weiterhin am selben A1-Unterricht teilnehmen sollen. Statt jede Auffälligkeit einzeln nachzuarbeiten, helfen wenige klar definierte Förderpfade.
Für die Auswertung reichen drei Förderbereiche, die sich an beobachtbaren Fehlern orientieren:
Dabei zählt nicht die Gesamtpunktzahl allein. Zwei Lernende mit demselben Ergebnis können unterschiedliche Förderung benötigen. Entscheidend ist das Fehlermuster: Was verhindert aktuell die nächste sprachliche Handlung?
Jeder Förderpfad kann über zwei bis drei Unterrichtswochen nach demselben Muster laufen. Zuerst wird eine eng begrenzte Grundlage reaktiviert, etwa ein Wortfeld oder eine zentrale Struktur. Danach folgt eine gelenkte Anwendung mit Satzbausteinen, Zuordnungen oder kurzen Dialoggerüsten. Am Ende steht eine kleine Transferaufgabe, in der das Gelernte ohne vollständige Vorlage verwendet wird.
Die Diagnose T70-016 kann dafür als Ausgangspunkt dienen. Aus den Ergebnissen werden keine dauerhaften Leistungsgruppen gebildet. Stattdessen erhalten Lernende vorübergehend den Förderpfad, der zur größten aktuellen Hürde passt. Nach einer kurzen Lernzielkontrolle kann der Pfad gewechselt oder beendet werden.
Eine einfache Tabelle genügt: Förderbereich, beobachtete Hürde, nächste Übung, Termin der Überprüfung. So bleibt Förderung handhabbar und wird nicht zu einem parallelen Curriculum. Für die Überprüfung eignet sich eine Aufgabe, die der Diagnose ähnelt, aber neue Beispiele enthält. Dadurch wird sichtbar, ob eine Strategie übertragen wurde und nicht nur eine Lösung erinnert ist.
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