Rhythmus lernen mit Tante Ta und den Titi: Notenwerte einfach verstehen

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Wie erklärt man Kindern, warum eine ganze Note länger klingt als eine Viertelnote? Und warum passen in einen Takt manchmal vier Noten, manchmal aber auch nur zwei?

Ein guter Einstieg ist, Rhythmus zunächst hörbar und sichtbar zu machen, bevor die Kinder die Notenschrift kennenlernen. Dafür eignen sich Tante Ta und die Titi. Die Figuren machen unterschiedliche Notenwerte anschaulich und geben ihnen eine einfache Sprache.

Notenwerte mit Sprache verbinden

Bei der Rhythmussprache werden Notenwerte mit Silben verbunden. Eine Viertelnote wird beispielsweise als „Ta“ gesprochen, zwei Achtelnoten als „Ti-ti“.

So bekommen die Kinder eine direkte Verbindung zwischen dem Notenbild und dem gesprochenen Rhythmus. Sie müssen einen Notenwert nicht nur als abstraktes Zeichen erkennen, sondern können ihn hören und selbst sprechen.

Tante Ta und die Titi machen diesen Unterschied sichtbar: Eine Tante Ta steht für einen einzelnen Schlag, während sich zwei Titi diesen Zeitraum teilen.

Der Takt wird sichtbar

Auch der 4/4-Takt lässt sich mit diesem Prinzip anschaulich darstellen.

Stellt man sich einen Takt als vier Plätze vor, kann eine Viertelnote einen Platz einnehmen. Zwei Achtelnoten teilen sich dagegen einen Platz.

Dadurch wird ein Verhältnis sichtbar, das Kindern beim Lesen von Noten zunächst schwerfallen kann: Unterschiedliche Notenwerte brauchen unterschiedlich viel Zeit.

Das Prinzip lässt sich zunächst legen, sprechen und klatschen. Erst anschließend wird die Verbindung zur klassischen Notenschrift hergestellt.

Vom Rhythmus zur Notenschrift

Für die Einführung bietet sich deshalb eine einfache Abfolge an: Die Kinder hören einen Rhythmus, sprechen ihn und klatschen ihn. Anschließend sehen sie, wie dieser Rhythmus als Notenschrift dargestellt wird.

Tante Ta und die Titi dienen dabei als Verbindung zwischen dem Erleben des Rhythmus und dem abstrakten Notenbild.

Das ist auch für Kinder hilfreich, die mit Notenschrift zunächst wenig anfangen können. Der Rhythmus bekommt eine Form, die sie bereits aus dem Sprechen und gemeinsamen Musizieren kennen.

Rhythmus selbst ausprobieren

Sobald die Grundidee verstanden ist, können die Kinder eigene kleine Rhythmen zusammenstellen. Sie kombinieren verschiedene Notenwerte und überprüfen anschließend, ob ihr Rhythmus in den vorgegebenen Takt passt.

Damit wird aus dem Kennenlernen der Notenwerte eine aktive musikalische Aufgabe. Die Kinder hören, sprechen, klatschen und sehen ihren selbst zusammengestellten Rhythmus.

Passendes Material und Videos

Für die Arbeit mit Tante Ta und den Titi gibt es das Material „Tante Ta und die Titi. Die Rhythmus-Sprache.“. Dort wird die Methode mit passenden Übungen für den Musikunterricht aufgegriffen.

Für eine umfangreichere Arbeit mit Notenwerten und Rhythmussprache eignet sich das „Materialpaket Notenwerte und Rhythmussprache“.

Ergänzend gibt es eine YouTube-Videoreihe zu Tante Ta und den Titi, die sich zur Einführung, gemeinsamen Übung oder Wiederholung einsetzen lässt.

Tags: grundschule, musikunterricht, · Rhythmus, Rhythmussprache, kreative unterrichtsidee, notenwerte

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