Ermahnungen und Konsequenzen wirken bei überreizten Kindern immer weniger. Was Fachkräfte stattdessen wissen sollten – und wo es passendes Unterrichtsmaterial gibt.
Kennst du das? Ein Kind eskaliert im Unterricht, du sprichst eine Konsequenz aus – und dieselbe Situation wiederholt sich am nächsten Tag trotzdem wieder. Viele Fachkräfte erleben das gerade häufiger als früher, und der Grund liegt nicht in mangelnder Konsequenz.
Das eigentliche Problem
Wenn ein Kind überreizt ist, ist sein präfrontaler Cortex – das "Denkhirn" – funktional eingeschränkt. Ermahnungen, Konsequenzen oder logische Erklärungen erreichen das Kind in diesem Zustand schlicht nicht. Die erste Aufgabe einer Fachkraft ist deshalb nicht Erziehung, sondern Co-Regulation: die Biologie beruhigen, bevor das Verhalten korrigiert wird.
Ein einfaches Modell für den Alltag
Mit dem 4R-Naturregulationsmodell lässt sich das im Schulalltag konkret umsetzen: Reizreduktion (raus aus dem reizstarken Raum), Regulation (Erregung aktiv senken), Resonanz (Kontakt mit Materie wie Holz oder Stein) und Ritualisierung (verlässliche, wiederkehrende Abläufe). Vier Schritte, die sich in jeder Klasse einbauen lassen – ganz ohne zusätzlichen Zeitaufwand.
Direkt einsetzbar im Unterricht
Für alle, die das Modell direkt mit ihrer Klasse ausprobieren möchten, habe ich passende Arbeitsblätter entwickelt – für die Grundschule ebenso wie für die Sekundarstufe. Sie helfen Kindern und Jugendlichen, ihre eigene Selbstregulation zu verstehen und ein persönliches Ritual zu entwickeln.
Du findest die Materialien in meinem Eduki-Shop: [Link zu deinem Eduki-Profil einfügen]
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