
Boomwhackers sind ein echter Motivations-Booster in der Grundschule:
bunt,
leicht zu spielen
und sofort musikalisch.
Gleichzeitig eignen sich die gestimmten Percussionröhren perfekt dazu, um die dynamischen Gegensätze laut und leise praktisch zu erleben.
Besonders schön ist daran:
Kinder hören den Unterschied nicht nur.
Sie gestalten ihn mit meinen drei schnellen Unterrichtsideen für Klasse 1-4 direkt mit.
Probiere sie gerne mit Deiner Rhythmusklasse als 10-minütiges Warm-up oder Energizer für Zwischendurch aus.
Kommt leise in den Sitzkreis.
Wenn es wieder ruhig ist, dann erklärst Du unsere musikalische Klangampel:
Die Kinder dürfen jetzt ihren Boomwhacker passend zu jeder Farbe spielen.
Rot = laut
spielen Gelb = mittellaut spielen
Grün = leise spielen
Gib eine Farbe vor und lasse die Klasse dazu improvisieren.
Anschließend wählst Du oder eines der Kinder eine neue Farbe der Ampel aus.
Variiert neben den Lautstärken unbedingt auch die Geschwindigkeiten.
Wichtig:
Leises Üben mit den Boomwhackers ist nicht automatisch langsam.
Lautes Klopfen ist nicht automatisch schnell.
Auf dem Boden klingen Boomwhackers oft leiser als beim Spielen auf Schuhsohlen oder anderen festen Flächen wie Tischkanten.
Das Klopfen in der Handfläche ist meist mittellaut.
Zu leise angeschlagen klingen Boomwhackers in der Hand oft nicht schön.
Im Gegensatz dazu schmerzen die Hände oder Oberschenkel schnell, wenn zu kräftig gespielt wird.
Nutze dieses Wissen gerne, um das Hörverständnis der Kinder zu schulen:
Sie sollen
verschiedene Oberflächen mit ihrem Boomwhacker bespielen,
die Unterschiede heraushören und
in eigenen Worten benennen.
Spiele mit Deinem Boomwhacker verschiedene Lautstärke-Muster vor, zum Beispiel
leise
laut - leise - leise
laut - laut - leise - leise
Die Kinder sollen gut zuhören und im selben Muster antworten.
Das ist die gehörte Lautstärke als Echo Deines Spiels.
Je länger das Lautstärke-Muster ist, desto herausfordernder wird die Hörübung dabei.
Differenzieren kannst Du unsere Boomwhacker-Übung, indem Deine Klasse nicht nur die Lautstärken als Echo spielt.
Möglich ist so zum Beispiel auch,
Notenwerten einzelne Lautstärken zuzuordnen (z. B. Viertel = laut, Achtelnoten = leise)
und über den Takt hinweg lauter oder leiser zu werden (Crescendo vs. Decrescendo).
Erfindet gemeinsam kurze Klanggeschichten, in denen laute und leise Geräusche vorkommen.
Die Kinder dürfen die Geschichten dann mit ihren Boomwhackers begleiten.
Als Beispiele für die Vertonung:
leises Tippen für Katze
sanftes Klopfen für Wind
kräftiger Schlag für Donner
einzelne leise Schläge für Regentropfen
schnelles lautes Klopfen für rennende Kinder
Welche Spielweisen fallen Deiner Rhythmusklasse noch ein? (z. B. Sanft mit der Hand über den Boomwhacker streichen = flüstern)
Seid kreativ!
Kinder können die Unterschiede zwischen laut und leise mit Boomwhackers ganz einfach selbst mitgestalten.
So lernen sie deutlich schneller als nur durch lange Erklärungen.
Probiere daher gerne eine meiner 3 Unterrichtsideen in Deiner nächsten Musikstunde aus.
Viel Freude beim dynamischen Klopfen! :-)
Manu Holmer
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