
Was ist der einfachste Weg, um Grundschulkinder an die Cajon heranzuführen?
Großartige Frage!
Aus langjähriger Unterrichtserfahrung kann ich sagen:
Noten sind es schon mal nicht.
Auch notenfreies Vormachen und Nachspielen fällt vielen Kindern zum Einsteig oft schwer.
Im Gegensatz dazu schaffen es aber die meisten SuS, Rhythmen zu sprechen.
Die gesprochenen Beats lassen sich anschließend ganz leicht auf die Cajon übertragen.
Aber wie?
Meine bewährte Methode zum rhythmischen Sprechen stelle ich Dir in diesem Blogbeitrag vor.
Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Cajon-Start in der Grundschule.
Je nachdem, wo die Schlagplatte der Cajon angespielt wird, klingt sie hoch oder tief.
Zum Spielen ihrer ersten Rhythmen müssen Lernende auch gar nicht viel mehr als auf diesem Arbeitsblatt wissen:
„Ich kann auf der Cajon hohe und tiefe Töne spielen.“
(Manche sagen dazu auch helle oder dunkle Töne.)
Doch egal, wie Du es nennst:
Es geht im ersten Schritt darum, diese zwei Klangfarben zu verinnerlichen.
Im Idealfall führst Du bei dieser ersten Übung auch gleich die ergonomische Handhaltung beim Cajonspielen ein.
Sie erläutere ich ausführlich in meinem PDF E-Book Klopf, Klatsch, Cajon! Einfach trommeln in der Grundschule.
Erkläre zum Einstieg also so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Das schließt auch die Geschichte der Cajon ein, die zum Lernen der ersten Rhythmen noch nicht relevant ist.
Im ersten Schritt hast Du Deiner Klasse vermittelt, dass die Cajon hoch und tief klingen kann.
Jetzt geht es darum, diese Tonhöhen noch erlebbarer zu machen.
Dazu ordnen wir ihnen eine passende Silbe zu.
Den tiefen Ton (Bass) könntet ihr beispielsweise als
sprechen.
Das „Be“ habe ich mir für den tiefen Ton ausgedacht, da es in schnellen Tempi besonders leicht sprechbar ist.
Stelle Dir nun einen 4/4 Takt mit vier tiefen Tönen vor.
Ihn könntest Du als
vorsagen.
Jede Silbe steht dabei für einen tiefen Viertelschlag auf der Cajon.
Sprecht das gemeinsam und spielt die Töne anschließend auf Euren Trommeln.
Et voilà:
Die Kinder haben ihren ersten Cajon-Rhythmus gespielt.
Juhu! :-)
Mit diesem einfachen Groove könntet ihr zum Beispiel schon Lieder
grundlegend begleiten.
Menschen lernen durch Nachahmung.
Spiele Deine Rhythmen also
vor, wenn Du Deine Klasse für musikalische Dynamiken begeistern möchtest.
Auch an dieser Stelle gilt wieder:
Italienische Bezeichnungen oder wer das Metronom erfunden hat, interessieren uns jetzt (noch) nicht.
Erkläre so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Differenzieren kannst Du den Beat aus Schritt 2 außerdem noch, indem Du ihn mit einem hohen Ton anreicherst.
Den hoch klingenden Slap könnt ihr zum Beispiel als
sprechen.
Ist der Rhythmus zum Beispiel
dann spielen die Kinder abwechselnd tiefe und hohe Viertelschläge auf ihrer Sitztrommel.
Rhythmussprache darf in meinem Musikunterricht nicht fehlen.
Sie ist meine erste Wahl, wenn es um die intuitive Erschließung rhythmischer Zusammenhänge geht.
Und das altersunabhängig.
Mein wichtigster Tipp zum Schluss kann also nur sein:
Sprich die Cajon-Rhythmen mit Deiner Klasse.
Besprich sie nicht nur.
Es braucht zum Einstieg ins Trommeln definitiv
Vielmehr gilt:
Drei Schritte.
Unzählige Möglichkeiten, mit der Cajon in der Grundschule kreativ zu sein.
Viel Freude wünsche ich Euch beim Musizieren. :-)
Manu
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