…“Familienprobleme“. - Welche Art von Problemen übersieht man eher? Welche, die plötzlich kommen? Oder solche, die im Alltag dauerhaft um einen herum sind? - Und was ist eigentlich so besonders problematisch an Problemen, an die man sich gewöhnt hat? Leider sind das nicht nur coole Ansätze zum „Philosophieren mit Kindern“, sondern existentielle Fragen, bei denen echtes Lebensglück von echten Menschen in ganz echter Gefahr schwebt.
Gerade über Probleme innerhalb der eigenen Familie sehen viele Leute einfach hinweg. Jegliche Gewöhnung an ein Problem steht dessen Lösung aber akut im Weg.
Vor allem die durchaus bizarren Unsitten Interfamiliäres Lästern/Mobben/Ausgrenzen/Nötigen, die so gar nicht ins Bild „gesunden Familienlebens“ passen, werden in der Gesellschaft gern übersehen. Wie konnte es zum Beispiel sein, dass sich ältere Kinder noch vor wenigen Jahren darin überboten, kleine Geschwister zum Rezipieren von Tierquälerei-Clips sowie „schlimmen“ Film- und Serien-Ausschnitten zu nötigen, während sich zur selben Zeit Pädagog:innen über „Squid Game“ entsetzten, für dessen komplettes Rezipieren oder gar Bingen keines Kindes Aufmerksamkeitsspanne ausgereicht hätte? (Sodass kurzerhand einfach alle Kinderspiele verboten wurden, die mit der Serie zu tun hatten - nur, weil einige Szenen der Serie auf TikTok grassierten - von Fachkräften, die auf der anderen Seite oft nicht einmal wussten, was TikTok überhaupt i s t?) Oder, dies: In meinem alters- und sozialmäßig gesehen SEHR gemischten Bekanntenkreis etwa gibt es VIER Personen, die „den Kindern gegenüber von Ex-Partnern massiv gemobbt“ und z.T. auf diese Art „erfolgreich“ entfremdet wurden/werden.
Spielt da die Statistik verrückt? Ich denke, nicht. Mir zeigt das nur, w i e verbreitet derlei Unbill ist. Helfen Sie mit, solche Auswüchse menschlichen Verhaltens ins Bewusstsein der Bürger:innen zu rücken. Und zwar, indem auch Sie bereits die Kinder dahingehend schulen, dass es solches Unheil g i b t . Und, dass derlei Probleme nur eine Art der Beschäftigung mit ihnen verdienen: Lösungsorientiert gegen sie vorzugehen!
Interessanterweise helfen dabei auch Märchen. Auffällig viele der alten Geschichten drehen sich um familieninterne Probleme … da werden Opas ausgegrenzt, überbehütete Töchter vor lauter Angst um deren Wohl kurzerhand weggesperrt, ungeliebte Kinder ausgesetzt, und unbeliebte Verwandte einfach mal nicht zur Taufe eingeladen - zeitlose Probleme, denen schon damals Märchen Aufmerksamkeit verschaffen mussten, weil das Wegschauen allzu einfach ist, für die, die den Luxus haben, nicht mitten drin zu stecken.
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