Green @ lehrermarktplatz.de

            Letztes Jahr wurde mehr CO2 in die Atmosphäre gepustet als je zuvor. Mit mehr als 37Gt CO2 wurde der bis dahin gültige Rekordwert aus dem Jahr 2017 kassiert. Der 2017 Rekordwert hatte seinerseits übrigens die Rekordmenge aus dem Vorjahr übertroffen. 

             Salopp gesagt: Der Trend geht ganz klar in die falsche Richtung. Statt unsere klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren, emittieren wir Jahr für Jahr immer mehr.[1] Natürlich ist die Politik gefragt, Weichenstellungen vorzunehmen, die diesen Trend aufhalten und umkehren können. Aber wir vom lehrermarktplatz.de glauben, es ist auch höchste Zeit, dass wir alle Verantwortung übernehmen.

            Eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, besteht darin Emissionen zu vermeiden. Wir tun dies z.B. indem wir unseren wöchentlichen Team-Lunch vegan/vegetarisch gestalten, nach Möglichkeit mit der Bahn reisen und viele Meetings virtuell durchführen, Ökostrom beziehen und ganz allgemein darauf achten, nicht genutzte elektrische Geräte auszuschalten und nicht unnötig zu heizen (im Berliner Büro kommen auch fast alle täglich mit dem Fahrrad, zu Fuß oder den Öffentlichen ins Büro).  

            Das sind kleine, aber wichtige Schritte, die jeder machen kann. Eine weitere Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ist Emissionen zu kompensieren. Wir haben zu diesem Zwecke berechnet, welche Emissionen bei uns im Jahr 2018 angefallen sind. Dabei haben wir nicht nur die Emissionen aus Strom und Gas erfasst, die in unseren Büroräumen angefallen sind, sondern auch die Emissionen, die aus unserer Nutzung von Cloud-Computing Plattformen resultieren (ja, das Internet verbraucht Strom. Bei uns resultiert sogar der Löwenanteil unserer Treibhausgasemissionen aus diesen Quellen).

 

            Durch die Aktivitäten von lehrermarktplatz.de sind 2018 insgesamt 26 Tonnen CO2-Äquivalente angefallen (ist das viel oder wenig? Zum Vergleich: In Deutschland entfallen etwa 11 Tonnen CO2-Äquivalente auf jeden Kopf pro Jahr) . Für diese Menge haben wir dann Emissionszertifikate gekauft. 

 

             Mit dem Kauf von Emissionszertifikaten unterstützt man die Reduktion von Treibhausgasen in anderen Teilen der Welt. Wir haben uns dazu entschlossen, ein Projekt in Malawi zu unterstützen, dass traditionelle Holzfeuerstätten durch effizientere Kochstätten ersetzt . Ein tolles Projekt, das nicht nur Treibhausgasemissionen reduziert, sondern auch die Gesundheit der Menschen schützt (laut WHO sterben jedes Jahr fast 4 Millionen Menschen infolge der Rauchbelastung  durch Kochherde und Brennstoffe!), die Rolle der Frauen und Kinder stärkt (denen traditionell die Aufgabe zufällt, Feuerholz zu sammeln) und den Familien Geld spart (viele Familien müssen ihr Feuerholz einkaufen).


Du findest den Ansatz richtig und willst unserem Beispiel folgen?

1)     Reduziere deinen Klima-Fußabdruck: Wechsel zu Ökostrom, reduziere deine Flugreisen,  lass das Auto öfter mal stehen, zieh mal einen Pullover an, statt die Heizung aufzudrehen, und iss weniger Fleisch- und Milchprodukte.

2)     Erfasse deine CO2-Bilanz. Das Umweltbundesamt bietet ein einfaches Tool an, mit dem Privatpersonen einen Einblick in die persönliche Klimabilanz bekommen können. Du willst die Emissionen an deiner Schule berechnen? So einfach bekommst du einen nutzbaren Näherungswert:

  • Mit dem Rechner vom Umweltbundesamt kannst du die Emissionen durch Strom und Heizung erfassen (die Anzahl der Personen im Schritt 1 auf 1 setzen). Die restlichen Felder können im Schulkontext ignoriert werden. Unter ‚Mein Ergebnis‘ findest du die CO2-Emissionen für Strom und Heizung.

  • Auch der Papierverbrauch (Druck- und Klopapier) kann bei Schulen einen relevanten Einfluss auf die CO2-Bilanz haben. Ermittle den Gesamtpapierverbrauch. Für die Produktion von 1kg Papier fallen in etwa 1kg  CO2-Äquivalente an[2].

3)     Kompensiere die verbleibenden Emissionen: Es gibt verschiedene Anbieter von Emissionszertifikaten. Der bekannteste ist der Gold Standard


Wenn du bis hierhin gelesen hast: DANKE für deine Aufmerksamkeit! Über deinen Kommentar würden wir uns ganz besonders freuen!



Endnoten

[1] CO2 ist das wichtigste, aber nicht das einzige Treibhausgas. Auch bei den weiteren Treibhausgasen geht die Entwicklung in die falsche Richtung. Ausführliches  Zahlenmaterial findet man z.B. hier: https://edgar.jrc.ec.europa.eu/overview.php?v=CO2andGHG1970-2016&dst=GHGemi. Weitere Daten und spannende Visualisierungen gibt es u.a. hier: https://ourworldindata.org/co2-and-other-greenhouse-gas-emissions

[2] http://www.papiernetz.de/wp-content/uploads/ifeu-studie_langfassung.pdf; http://www.pcf-projekt.de/files/1241099725/ergebnisbericht_2009.pdf



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