Klatsche den Viertelpuls! Eine Übung für mehr Taktgefühl und die rhythmische Vorstellungskraft


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Wie können Kinder ein stabiles Rhythmusgefühl entwickeln?

Eine sehr gute und wichtige Frage!

In meinem Musikunterricht höre ich es immer wieder:

Zu Beginn fällt es vielen jungen Musizierenden noch schwer,

  • ihre Koordination
  • und ein stimmiges Timing

unter einen Hut zu bekommen.

Die gute Nachricht ist aber:

Mit der Zeit und den richtigen Übungen lässt sich dieses Problem lösen.

In diesem Blogbeitrag stelle ich Dir daher auch eine praxiserprobte Rhythmusübung aus meinem Schlagzeugunterricht mit Grundschulkindern vor.

Das Ziel dieser Übung ist, dass die Lernenden

trainieren.

Dabei eignet sich die heutige Übung für den Einzelunterricht, aber auch für Gruppen.


Und das brauchst Du für die Umsetzung:


  • ein Rhythmusinstrument wie die Cajon, Egg-Shaker oder Bongos
  • und ab circa zehn Minuten Zeit, je nach Anzahl der Rhythmen.

Es sind aktuell keine Instrumente verfügbar?

Dann können die Takte auch vorgeklatscht werden.

Den Viertelpuls würde ich dann nach Möglichkeit aber stampfen lassen, damit es zwei verschiedene Tonfarben für die leichtere Orientierung gibt.


Schritt-für-Schritt-Anleitung für spielerisch mehr Taktgefühl


Durchgang 1:

  • Stelle Dein Rhythmusinstrument kurz vor
  • und spiele darauf einen einfachen* Rhythmus.
  • Die Kinder sollen sich diesen Takt gut anhören.

Lass uns diesen Takt Rhythmus A nennen.

* Der Rhythmus kann natürlich auch komplexer sein, je nach Erfahrung der Lernenden.

Durchgang 2:

  • Zähle Rhythmus A ein und spiele ihn den Kindern noch einmal vor.
  • Die Kinder sollen jetzt den Viertelpuls zu Rhythmus A ab Zählzeit 1 mitklatschen.

Gerne leiser oder lauter, je nach Gruppengröße.

Anschließend könnt ihr

  • Rhythmus A gemeinsam wiederholen
  • oder einen neuen Rhythmus (B, C, D, etc.) wählen.
  • Startet beim neuen Takt dann wieder mit Durchgang 1.


Tipp: Schreibt die Rhythmen zusätzlich auf


Als zusätzliche Arbeitsaufgabe bietet es sich an, jeden Rhythmus vor oder nach dem Klatschen zu notieren.

Ich lasse die Kinder gerne selbst schreiben, damit sich

  • das Gehörte festigen kann und
  • stets ein praktischer Bezug zu den Noten- und Pausenwerten gebildet wird.

Natürlich kannst Du auch ein Arbeitsblatt mit Deinen Rhythmen vorbereiten.

Klatschzettel zum Ausdrucken teile ich zum Beispiel bei Eduki.

Falls Du da noch Inspiration suchst, schau Dir gerne auch mein Klatschzettel-Materialpaket an.

Neben Klatschzetteln mit 4/4 oder 3/4 Takten enthält es auch Notenblätter mit 6/8 und sogar 5/4 Takten.


Tipp 2: Lasse die Lernenden vorspielen


Außerdem freuen sich meine Schülerinnen und Schüler immer, wenn sie

  • selbst einen Rhythmus vorspielen,
  • und die anderen Kinder den Puls klatschen dürfen.

Hier solltest du aber beachten, dass das bei großen Gruppen schon recht viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Als Erfahrungswerte von mir:

Rechne bei einer Gruppe aus sechs bis sieben Drittklasskindern mit circa 15 Minuten reiner

  • Spiel-,
  • Mitklatsch- und
  • Instrumentenweitergabe-Zeit.

Bei der Weitergabe der Instrumente empfehle ich auf jeden Fall, vorab eine feste Reihenfolge zu bestimmen.

So entsteht keine Unruhe oder Streit darüber, wer jetzt vorspielen darf.

Und das muss ja nicht sein, oder?

Viel Freude beim Musizieren und Mitklatschen wünsche ich Euch. :-)

Alles Liebe.

Manu Holmer

Tags: Rhythmus, Rhythmustraining , Rhythmusgefühl, Viertelpuls, Koordination, Timing, Rhythmusübung, Hörverstehen, Musikunterricht, Klatschen, Stampfen, Bodypercussion

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