Berufseinstieg

7455046c-ce81-4e63-87ae-f673fd3f585b.pngHallo zusammen

Ich bin die Autorin von EduMastery und möchte euch heute von meinem Berufseinstieg erzählen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums an der Pädagogischen Hochschule in der Schweiz und dem Erhalt meines Bachelors in Primarstufe, beginnt nun ein spannender neuer Lebensabschnitt für mich. Schon während des letzten Semesters habe ich eine Stelle als Lehrperson in einer 5. Klasse gefunden. Diese Stelle teile ich mir mit einer Kollegin – und das aus gutem Grund. Als Perfektionistin und sehr ambitionierte Person könnte ich stundenlang an der Verbesserung von Unterrichtsmaterialien und der Planung des Unterrichts arbeiten.

Um eine gesunde Work-Life-Balance zu bewahren, habe ich mich entschieden, nicht in Vollzeit zu arbeiten, vor allem nicht als Berufseinsteigerin. So kann ich die neuen Herausforderungen im eigenen Tempo angehen und lernen, wie der Schulalltag tatsächlich abläuft.

Die Sommerferien

In den Sommerferien haben wir rund zwei Wochen damit verbracht, unser Klassenzimmer einzurichten. Wir haben es hell und einladend gestaltet, damit sich die Schülerinnen und Schüler möglichst wohlfühlen. Zusätzlich haben wir einen Ordner mit wichtigen Regelungen erstellt, die für einen reibungslosen Ablauf im Schulalltag sorgen sollen. Diese beinhalten:

  • Hausaufgaben (Häufigkeit und Umfang)
  • Classroom Management (Ruhe-System)
  • Absenzenregelung
  • Klassenregeln
  • Konsequenzen bei Regelverstößen
  • Einteilung in Gruppe A und Gruppe B
  • Gotti/Götti-Liste (Paten-System)
  • Ablauf des Klassenrats
  • Morgenrituale
  • Geburtstagsritual
  • Ämterverteilung (wann und welche Aufgaben)

Die erste Schulwoche

Die erste Schulwoche verlief sehr positiv. Nachdem alle Hefte und Bücher beschriftet waren, konnte der Unterricht beginnen. Ich habe mir zunächst ein Gefühl dafür verschafft, wie die Klasse arbeitet und in welchem Tempo. Besonders wichtig sind uns die überfachlichen Kompetenzen. In unserer Klasse legen wir großen Wert auf Respekt. Beleidigungen und respektloses Verhalten werden nicht toleriert, besonders da in früheren Jahren bereits Mobbing in der Klasse vorkam.

Bereits am zweiten Schultag gab es eine Konsequenz für einen Schüler, der sich respektlos gegenüber einer Mitschülerin verhalten hat. Es ist uns wichtig, von Anfang an klare Grenzen zu setzen.

Fazit

Im Klassenrat haben wir das positive Feedback erhalten, dass die Klasse nun weniger chaotisch ist. Einige Schülerinnen und Schüler haben berichtet, dass sie vorher nicht gerne zur Schule gegangen sind, nun aber schon, weil alles strukturiert ist und unangemessenes Verhalten nicht akzeptiert wird.

Mein Tipp:

Gerade als junge Lehrperson ist es wichtig, von Anfang an streng zu sein. Überlegt euch klare Konsequenzen für Regelverstöße und setzt diese konsequent um, sobald eine Regel gebrochen wird. So lernen die Schülerinnen und Schüler schnell, was in eurer Klasse akzeptiert wird und was nicht. Wartet nicht bis es ausartet! Wenn ihr bestimmt, dass ein Auftrag still in Einzelarbeit zu erledigen ist, unterbrecht sofort sobald der/die erste Schüler*innen sich nicht daran hält (meist nach 5 Sekunden). Sprecht darüber mit der Klasse, wie der zweite Anlauf sein muss, damit es leise funktioniert.

Ich hoffe, dieser Beitrag war interessant für euch. Ich wünsche euch weiterhin ein tolles Schuljahr!

EduMastery

Tags: Berufseinstieg, Neues Schuljahr, Klassenlehrperson, 5.Klasse

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