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Egal ob für Verhalten oder das Vorankommen im Unterricht: vielen Schülern fällt es am Anfang schwer, ihre Ziele festzulegen und einzuschätzen, ob sie auf einem guten Weg sind, oder eher nicht.
Mit meinen Schülern nutze ich darum im Unterricht und ganz individuell gern den Lernweg mit den Blumen. Das Bild vom wachsen und größer werden findet bei den Schülern schnell Verständnis und zusammen mit dem Weg können die Schüler einfach anzeigen, wo sie gerade stehen und ob sie Hilfe brauchen.
Für die Schülertische habe ich kleine Klebezettel erstellt. Diese drucke ich auf buntes Papier oder die Schüler malen ihren Lernweg an, dann klebe ich sie mit Buchbindefolie auf den Tisch.
In Klasse 1 nutzen wir einfach so den Lernweg. In Klasse 2 setzen wir uns Ziele: Ich möchte diese Woche in Mathe voran kommen, ich möchte diese Woche versuchen leise zu sein, ich möchte diese Woche versuchen keinen Streit zu haben.
Wichtig: Es geht immer mehr um den Weg als das Ziel. Wenn Kinder sich ein Ziel setzen, bei einem Thema, dass ihnen schwer fällt, dann ist jeder Schritt eine Herausforderung: Anfangen, erste Versuche machen und es tut den Schülern gut auch vom Lehrer zu hören, ob sie ein wenig voran kommen.
In meiner Klasse gehen wir ausserdem nach vorne: Wenn wir einen Schritt nach vorne gekommen sind, weil wir etwas geschafft haben, dann bleiben wir da, auch wenn es noch einmal Rückschläge gibt. Für die Schüler ist bedeutsam, dass sie sehen, dass sie vorwärts kommen, manchmal langsam, manchmal schneller, aber mit der richtigen Einstellung klappt es. Darum achte ich darauf, dass kein Schüler „rückwärts“ wächst. Und wenn jemand an einem Punkt festhängt, dann gibt uns das die Gelegenheit zusammen zu überlegen, wie man diesen Punkt, diese Schwierigkeit überwinden könnte.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Unterrichten: Denkt daran, jedes Verhalten hat seinen Grund. Schüler lernen besser aus ihren Fehlern in Beziehung, mit viel Liebe und Logik!
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