Nicht nur die Bahnen der Himmelskörper im Planetensystem werden durch die Kegelschnittkurven Ellipse, Kreis, Parabel und Hyperbel beschrieben, sondern auch die täglichen Spuren eines im Sonnenlicht schattenwerfenden Körpers, wenn die Fläche, auf die der Schatten fällt, eben ist. Je nach geografischer Lage auf der Erdkugel oder Orientierung der Aufzeichnungsebene stellen sich wieder Hyperbeln, Ellipsen oder Kreise ein, deren geometrische Gestalt sich auch ohne die Kenntnis der sphärischen Himmelsgeometrie berechnen lässt, wenn man die von den Kegelschnitten bekannte projektive Geometrie anwendet. Das im ersten Teil des Aufsatzes beschriebene Verfahren lässt sich auch zur Berechnung von Sternbahnen verwenden, wie sie z.B. bei Strichspuraufnahmen gewonnen werden können. Damit eröffnet sich ein Zugang zur Positionsastronomie mit der Kleinbildkamera, dessen Genauigkeit bei wenigen Bogenminuten liegt. Diese einfache Methode ermöglicht somit das Studium der Refraktions- und Parallaxeneffekte (beim Mond) auf die Gestirnsposition.
Kegelschnitte in der Himmelsgeometrie - mit vielen Illustrationen
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