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Bei dem vorliegenden Material handelt es sich um eine Klausur, in welcher ein eigentlich privater Tagebucheintrag des Kronprinzens Friedrichs des III. vom 30.12.1870 dem berühmten "Blut und Eisen"-Ausspruch des Reichskanzlers Bismarcks von 1862 (da noch als preußischer Ministerpräsident) gegenübergestellt wird.
In der Analyse sollen Schülerinnen und Schüler herausarbeiten, dass Friedrich III. große Skepsis gegenüber den Methoden Bismarcks entwickelt hatte, den er zudem auch zu verachten scheint - in der Mentalität aber gibt es wiederum große Ähnlichkeiten, da sie beide von der Überlegenheit ihrer Nation ausgehen.
Ein bemerkenswerter Umstand ist, dass der 1888 nach 100 Tagen Regentschaft verstorbene Friedrich III. eine Veröffentlichung erst für das Jahr 1922 gestattete, also weit nach zumindest Bismarcks absehbaren Tod zu dem Zeitpunkt. Anscheinend wollte er den Kanzler nicht zu Lebzeiten mit seiner kritischen Einschätzung konfrontieren, mit der er leider durchaus Recht behielt.
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