Im Buch Exodus (2. Buch Mose) wird die Erfahrung israels theologisch auf den Punkt gebracht: Gott/Jahwe hat uns aus der Knechtschaft befreit. Er tut es immer wieder, weil wir sein auserwähltes Volk sind. Diese Erfahrung geht durch die ganze Geschichte. Und überall, wo Menschen in Unfreiheit leben, erinnern sie sich an diese Erzählungen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Sehnsucht der afrikanischen Sklaven auf den Baumwollfeldern der amerikanischen Südstaaten nach Befreiung. In Gospels drückten sie diese Sehnsucht aus.
In vielen Bereichen (politisch, gesellschaftlich, sozial, religiös, psychisch) herrscht heute noch Unfreiheit.
Das Exodusspiel nach dem 2. Buch Mose soll die SchülerInnen für dieses Thema sensibilisieren.
Es füllt einen ganzen Tag innerhalb mehrerer „Einkehrtage“ aus.
Erprobt wurde es mit SchülerInnen der gymnasialen Oberstufe. Möglich ist das Spiel nur, wenn ein eigenes Haus oder (im Sommer) ein abgeschlossener Garten zur Verfügung steht. Die Gruppe soll sich nämlich von Station zu Station bewegen, den Text aus der Bibel vorlesen (teilw. gekürzt) und die Situation in die heutige Zeit als kleines
Rollenspiel übersetzen.
Es beginnt mit dem Mittagessen nach der 1. Station und endet in einem Fest am Abend (mit Büfett)
nach der 7. Station. Zwischendurch (eventuell nach der 3. Station) ist eine längere Kaffeepause unbedingt
nötig.
Am Morgen werden die Stationen auf die Teilnehmer aufgeteilt (verlost). Anschließend ist bis Mittag Zeit zum Einüben.
Bewertungen und Kommentare