Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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„Ich habe Blutgruppe 0, also habe ich nichts.“ Der Satz ist der Grund, warum das AB0-System schwerer zu unterrichten ist, als es aussieht. Wer so denkt, hält die Blutgruppe für eine Eigenschaft der Flüssigkeit und hat keine Möglichkeit mehr zu verstehen, warum ausgerechnet das Plasma der Gruppe 0 gefährlich werden kann. Dazu kommt die stille Gleichsetzung von „Blutgruppe“ mit „AB0“: AB0 ist eines von 49 Blutgruppensystemen, die derzeit anerkannt sind, nicht „die“ Blutgruppen.
Diese Einheit behandelt das AB0-System als das, was es ist: Zuckerreste auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, vier Gruppen, dazu die Antikörper im Plasma und die Frage, woher diese Antikörper eigentlich kommen. Auf einer 0-Zelle sitzt das H-Antigen — dort ist etwas, und der Bombay-Phänotyp ist der Beleg dafür. Am Ende steht die Landsteiner-Regel als der Satz, aus dem alles Weitere der Reihe folgt: Der Antikörper richtet sich gegen das, was der eigenen Zelle fehlt.
Sechzehn Seiten, die als Ganzes gedacht sind. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: Einordnung, Ablauf einer Doppelstunde, die drei Niveaus, die Ehrlichkeitstabelle zur Befundlage der eingesetzten Formate — und eine Tabelle mit neun Sätzen, die über die Blutgruppen regelmäßig zu kurz greifen, jeweils mit dem belegten Stand und der Quelle daneben.
Dann zwei Seiten zum Aushängen. Das Merkplakat „Die Blutgruppe sitzt auf der Zelle“ fasst die Sache in drei Sätzen zusammen, die aus drei Metern lesbar sind. Die große Abbildung „Fünf Zellen, vier Plasmen, eine Formensprache“ führt die Zeichensprache ein, die in allen fünf Heften gilt: Zelle, Zuckerkette, Antikörper, jedes Zeichen benannt. Beide vertragen die Vergrößerung auf A3.
Fünf Arbeitsseiten tragen 13 Aufgaben in drei Niveaus. Es folgt eine Diagramm- und Datenseite, auf der eine Häufigkeit mit ihrer Bevölkerung gelesen wird, und ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden: acht Fachwörter, zwei Zahlen, zwei Fehlvorstellungen. Die Rückseiten bleiben frei, damit jede und jeder selbst notiert, woran die Karte hängen bleibt.
Zwei Lösungsseiten geben zu jeder der 13 Aufgaben eine kommentierte Lösung. Eine Fachwortliste mit Selbstkontrolle zum Ankreuzen schließt die Arbeit ab; sie nennt zusätzlich fünf Angaben, die in Material zu diesem Thema regelmäßig vorkommen und in diesem Heft mit Begründung fehlen. Die letzte Seite trägt die Quellen, eine Ampel für die Belegstufe und die Leiste mit allen fünf Einheiten. Alle 14 Abbildungen sind eigene Zeichnungen und tragen ihre Bildunterschrift und ihre Herkunft.
Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Beschriftungen und Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — eine gezeichnete Zelle mit ihrer Beschriftung daneben erklärt sich schneller als ein Absatz über dieselbe Zelle, und eine Klasse, die zwei Seiten lang Kästen und Fließtext gesehen hat, sieht beim dritten nicht mehr hin.
Die drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: Fachwörter am Rand, eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Lösungen genannt, dazu ein Hilfekasten in zwei Stufen. Niveau II gibt dieselbe Aufgabe ohne jede Stütze — dieselbe Tabelle, wörtlich, dieselbe Frage. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: begründen, ein Modell prüfen und ändern, eine verbreitete Behauptung widerlegen. Kein neuer Stoff, keine Zusatzaufgabe für Schnelle.
Konkret in dieser Einheit: Auf Seite 6 steht die Tabelle „Die vier Gruppen: was auf der Zelle sitzt und was im Plasma schwimmt“. Dazu stehen am Rand die Fachwörter erklärt, die Schreibtabelle ist vorstrukturiert, und die Aufgabe nennt die Zahl der gesuchten Lösungen. Auf Seite 8 steht wörtlich dieselbe Tabelle, ohne Randwörter, ohne Hilfekasten, ohne Anzahl. Auf Seite 10 wird mit derselben Tabelle begründet, warum das Plasma der Gruppe 0 auf jede A-, B- und AB-Zelle trifft, obwohl die eigenen roten Blutkörperchen unbehelligt bleiben. Dasselbe gilt für den zweiten Gegenstand, „Woher Anti-A und Anti-B kommen“, auf den Seiten 7 und 9.
Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Auf jeder Arbeitsseite steht, wohin man geht, wenn es zu leicht oder zu schwer war, und dass der Weg von II zurück zu I kein Rückschritt ist. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht in der Ehrlichkeitstabelle auf Seite 2 — auch dann, wenn die Antwort unbequem ist.
Die Vereinfachung dieser Einheit heißt, dass „0“ nichts sei, und sie wird nicht umgangen, sondern bearbeitet. Auf einer 0-Zelle sitzt das H-Antigen; die A- und B-Merkmale sind Zuckerreste, die ein Enzym daran anhängt, und bei Gruppe 0 fehlt dieses Enzym. Der Bombay-Phänotyp ist der Beleg: Fehlt auch das H-Antigen, ist plötzlich sichtbar, dass an dieser Stelle die ganze Zeit etwas war. Er kommt in der Formentafel, auf einer Karte und in einer Aufgabe auf Niveau III vor — jedes Mal mit Häufigkeit, Bevölkerung und Quelle.
Jede Häufigkeit trägt ihre Bevölkerung, ihre Erhebung und ihr Erhebungsjahr an derselben Stelle wie die Zahl. Die 41,2 % für Gruppe 0 sind an 624 164 Blutspendern aus Baden-Württemberg gemessen und 1995 veröffentlicht; die Datenseite stellt vier Bevölkerungen nebeneinander, damit sichtbar wird, dass die deutschen Werte nicht für die Welt gelten. Und AB0 steht als eines von 49 Blutgruppensystemen da, mit dem Stand der Liste und dem Tag, an dem sie abgerufen wurde.
Zu jeder der 13 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern: Nummer, Antwort, woran man es erkennt, und die typische Verwechslung. Wo mehrere Antworten richtig sind, sagt die Aufgabe das, und die Lösung nennt sie. Es wird nicht mit echtem Blut gearbeitet: Alle Proben sind Papierproben mit Buchstaben.
Und dann die Bebilderung, die diese Fassung am deutlichsten von üblichem Arbeitsmaterial trennt. In diesem Heft stehen vierzehn Abbildungen auf sechzehn Seiten — jede Seite, die etwas zeigen kann, zeigt es auch, und keine Arbeitsseite besteht aus Fließtext mit Schreiblinien. Alle 14 sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine: kein Foto, keine fremde Abbildung, keine fremde Tabellenstruktur, und kein Zeichen des Roten Kreuzes, denn das ist geschützt. Jede Abbildung trägt eine Bildunterschrift, und die Unterschrift arbeitet: Sie sagt, woher die Darstellung stammt, und sie sagt, was das Bild nicht zeigt — dass es schematisch ist, dass es keinen Maßstab behauptet, dass fünf gezeichnete Zuckerketten für sehr viel mehr stehen. Verneinung ist durchweg das Andreaskreuz, Ankreuzfelder sind leere Quadrate.
Für Biologie am Gymnasium, Jahrgangsstufe 8 und 9. Diese Einheit eröffnet die Reihe und setzt kein Wissen aus den anderen vier Heften voraus.
Ein Hinweis, der zur Einordnung gehört und den man besser vor dem Kauf liest als danach: Das hessische Kerncurriculum der Sekundarstufe I für das Gymnasium nennt Blut und Blutgruppen nicht. Zwei unabhängig formulierte Volltextabrufe fanden weder „Blut“ noch „Blutkreislauf“, „Blutgruppe“ oder „Blutgefäß“. Curricular gedeckt ist allein die klassische Genetik — also Einheit 5 dieser Reihe —, und für die Jahrgangsstufe 8 formuliert das Kerncurriculum ausdrücklich keine Kompetenzerwartungen. „Klasse 8/9“ ist deshalb eine Setzung dieser Reihe und keine curriculare Vorgabe. Genau so steht es auch auf Seite 2 jedes Hefts. Die Zuordnung zu einer Jahrgangsstufe trifft in Hessen die Einzelschule; prüfen Sie es am Schulcurriculum Ihrer Schule gegen.
Der Zeitbedarf ist eine Doppelstunde: zehn Minuten Einstieg, dreißig Minuten Erarbeitung mit allen drei ausliegenden Niveaus, zwanzig Minuten Sicherung. Diese Angabe beruht auf Erfahrung und steht deshalb ohne Quelle da. Das Heft trägt ebenso eine Vertretungsstunde, eine Lerntheke oder eine Freiarbeitsphase, weil alles, was zum Lösen nötig ist, darin steht: die Gegenstände auf den Seiten 4 bis 9, die Fachwörter auf Seite 15.
Einheit 1 von fünf. Sie beginnt die Reihe und ist zugleich einzeln einsetzbar.
Danach geht es weiter mit Einheit 2, der Verklumpung: wie man einer Blutprobe ihre Gruppe ansieht. Einheit 3 behandelt den Rhesusfaktor, Einheit 4 die Bluttransfusion, Einheit 5 die Vererbung. Die Reihe ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Alle fünf zusammen ergeben 80 Seiten.
Die Leitfarbe dieser Einheit ist Smaragd. Auf der letzten Seite steht die Leiste mit allen fünf Titeln, damit sichtbar bleibt, wo die Klasse gerade steht.
Blutgruppen sind das Kapitel, in dem die Merksätze länger halten als die Sache. „0 negativ passt für alle.“ „AB ist der Universalempfänger.“ „15 % der Menschen sind Rhesus-negativ.“ „Bei AB sind A und B gleich stark dominant.“ Jeder dieser Sätze ist eingängig, jeder ist entweder unvollständig oder in der Sache falsch, und jeder steht in Material, das im Umlauf ist. Wer ihn in Klasse 8 einführt, erzeugt eine Korrektur, die jemand später leisten muss — oft niemand.Dazu kommt das Zahlenproblem. Die vier deutschen Prozentwerte wandern durch Arbeitsblätter, als gälten sie für die Menschheit. Sie stammen aus einer einzigen Erhebung: 624 164 Blutspender aus Baden-Württemberg, veröffentlicht 1995 von Wagner und anderen. Für andere Bevölkerungen sehen sie anders aus, und ohne die Angabe, wer da gemessen wurde, ist die Zahl keine Aussage. Und dahinter steht das eigentliche Problem: In derselben Klasse sitzen Lernende, die eine Tabelle nicht ohne Stütze lesen, und Lernende, die nach zehn Minuten fertig sind.Diese fünf Hefte nehmen beides als eine Aufgabe. Sie behandeln die Blutgruppen von den Antigenen auf der einzelnen Zelle bis zur Vererbung, und sie tun das mit drei Niveaus am selben Gegenstand, mit Zahlen, die ihre Bevölkerung mitbringen, und mit Vereinfachungen, die benannt und begrenzt werden, statt stillschweigend weitergegeben zu werden. Zusammen 80 Seiten, fünfmal sechzehn.Was enthalten istEinheit 1, Das AB0-System. Die Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, die vier Gruppen, die Antikörper im Plasma — und die Frage, woher diese Antikörper eigentlich kommen. Merkplakat „Die Blutgruppe sitzt auf der Zelle“, große Abbildung „Fünf Zellen, vier Plasmen, eine Formensprache“. 13 Aufgaben, 14 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 2, Verklumpung. Wie man einer Blutprobe ihre Gruppe ansieht: die Agglutination, der Unterschied zum Gerinnen und der Bestimmungstest mit seinen vier Feldern. Merkplakat „Ein Antikörper, viele Zellen“, große Abbildung „Vier Muster, vier Blutgruppen“. Am Ende liest die Klasse eine Testkarte ab. 13 Aufgaben, 15 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 3, Der Rhesusfaktor. Warum der Rhesusfaktor anders arbeitet als das AB0-System: kein d-Antigen, keine vorgebildeten Antikörper, und Anti-D gehört einer anderen Antikörperklasse an. Merkplakat „Rhesus-negativ heißt: Da ist nichts“, große Abbildung „Zwei Schwangerschaften — und zwei Antikörperklassen“. 13 Aufgaben, 15 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 4, Bluttransfusion. Wer darf wem etwas geben? Die eine Regel, aus der sich jedes Feld der Matrix selbst ausfüllen lässt, und die beiden gegenläufigen Matrizen für Zellen und für Plasma. Merkplakat „Es zählt, was die Antikörper treffen“, große Abbildung „Was auf der Zelle sitzt und was ein Präparat davon mitbringt“. 13 Aufgaben, 16 Abbildungen, 12 Karten.Einheit 5, Vererbung der Blutgruppen. Drei Allele an einem Genort, sechs Genotypen, vier Blutgruppen, Kreuzungsschema und Stammbaum — und die Frage, was ein Blutgruppenbefund ausschließen kann und was nie. Merkplakat „Drei Allele — und vier Blutgruppen“, große Abbildung „Fünf Zellen, ein Stammbaum, drei Geltungsansprüche“. 13 Aufgaben, 15 Abbildungen, 12 Karten.Jedes Heft ist gleich gebaut, und der Aufbau ist der Nutzen. Zwei Seiten für die Lehrkraft eröffnen: Einordnung, Ablauf einer Doppelstunde, die drei Niveaus, die Ehrlichkeitstabelle — und eine Tabelle mit neun Sätzen, die über das Thema regelmäßig zu kurz greifen, jeweils mit dem belegten Stand und der Quelle daneben. Dann ein Merkplakat und eine große Abbildung, beide auf A3 kopierbar und zum Aushängen gedacht. Fünf Arbeitsseiten in drei Niveaus. Eine Diagramm- und Datenseite. Ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden. Zwei Lösungsseiten. Eine Fachwortliste mit Selbstkontrolle zum Ankreuzen, dazu fünf Angaben, die in diesem Heft mit Begründung fehlen. Eine Quellenseite mit Belegampel und der Leiste aller fünf Einheiten.Wie die Seiten aussehen, gehört bei diesem Thema zur Sache. Die Hefte sind handgezeichnet gesetzt: gezeichnete Rahmen statt gerader Kästen, Aquarellflächen hinter den Konturen, Beschriftungen und Bildunterschriften in Handschrift, warmes Papier. Der Nutzen ist handfest — eine gezeichnete Zelle mit ihrer Beschriftung daneben erklärt sich schneller als ein Absatz über dieselbe Zelle, und eine Klasse, die zwei Seiten lang Kästen und Fließtext gesehen hat, sieht beim dritten nicht mehr hin.Zusammen sind das 65 Aufgaben, zu jeder eine kommentierte Lösung im Heft, 60 Karten zum Ausschneiden und 75 Abbildungen — vierzehn in Einheit 1, fünfzehn in den Einheiten 2, 3 und 5, sechzehn in Einheit 4. Jede trägt ihre Bildunterschrift und ihre Herkunft.Wie differenziert wirdDie drei Niveaus heißen I, II und III. Sie sind Grade der Unterstützung, nicht Grade der Schwierigkeit, und sie arbeiten am selben Gegenstand. Niveau I gibt die Aufgabe mit Vorentlastung: Fachwörter am Rand, eine vorstrukturierte Tabelle, die Anzahl der gesuchten Lösungen genannt, dazu ein Hilfekasten in zwei Stufen. Niveau II gibt dieselbe Aufgabe ohne jede Stütze — dieselbe Tabelle, wörtlich, dieselbe Frage. Niveau III denkt dieselbe Sache weiter: begründen, ein Modell prüfen und ändern, eine verbreitete Behauptung widerlegen. Kein neuer Stoff, keine Zusatzaufgabe für Schnelle.Ein Beispiel aus Einheit 4, damit klar wird, was „derselbe Gegenstand“ heißt. Der Gegenstand ist eine Matrix mit sechzehn Feldern: Wer darf wem rote Blutkörperchen geben? Auf Seite 6 sind acht der sechzehn Felder schon eingetragen, darunter ein gelöstes Muster, dazu stehen Fachwörter am Rand und die Anzahl der fehlenden Eintragungen. Auf Seite 8 steht dieselbe Matrix mit vier vorgegebenen Feldern, ohne Randwörter, ohne Hilfekasten. Auf Seite 10 wird mit derselben Matrix begründet und der Satz „0 negativ passt für alle“ geprüft. Nicht drei verschiedene Aufgaben, sondern dieselbe Sache mit drei Graden der Unterstützung.In den anderen vier Heften trägt dieselbe Idee einen anderen Gegenstand: eine Tabelle der vier Gruppen in Einheit 1, die Ablesetafel einer Testkarte in Einheit 2, der Vergleich zweier Blutgruppensysteme in Einheit 3, die Tafel der sechs Genotypen in Einheit 5. In jedem Fall steht auf Seite 8 wörtlich dasselbe wie auf Seite 6, nur ohne Stützen.Die Niveaus werden ausgelegt, nicht zugeteilt. Auf jeder Arbeitsseite steht, wohin man geht, wenn es zu leicht oder zu schwer war, und dass der Weg von II zurück zu I kein Rückschritt ist. Kein Blatt sagt, für wen Niveau I gedacht sei. Was zu dieser Form an Befunden vorliegt und wo Belege fehlen, steht in der Ehrlichkeitstabelle auf Seite 2 — auch dann, wenn die Antwort unbequem ist.Was dieses Material von anderem unterscheidetErstens: Die verbreiteten Vereinfachungen werden benannt und begrenzt, nicht stillschweigend weitergegeben. Jedes Heft hat dafür eine eigene Seite mit drei Spalten — was oft dasteht, was belegt ist, welche Quelle das sagt —, und auf ihr stehen neun Sätze. Einheit 1 nimmt sich vor, dass „0“ nicht „nichts“ heißt, Einheit 2 die Verwechslung von Verklumpen und Gerinnen, Einheit 3 das nicht vorhandene d-Antigen, Einheit 4 den „Universalspender“, Einheit 5 die Kodominanz. Kein Verlag wird dabei genannt und kein pauschales Urteil gefällt: Das Fach-Dossier hält ausdrücklich fest, dass ein geprüftes Verlagsblatt von 2011 den Begriff „Universalspender“ selbst für hinfällig erklärt. Jede dieser Korrekturen ist zugleich eine Aufgabe auf Niveau III — die Klasse widerlegt den Satz selbst und formuliert ihn neu.Zweitens: Jede Häufigkeitsangabe nennt die Bevölkerung, die Erhebung und das Erhebungsjahr, und zwar an derselben Stelle wie die Zahl, nicht in einer Fußnote. Die 41,2 % für Gruppe 0 sind an 624 164 Blutspendern aus Baden-Württemberg gemessen; Einheit 1 stellt vier Bevölkerungen nebeneinander, damit sichtbar wird, dass die deutschen Werte für Deutschland gelten und nicht für die Welt. Wo es keine belastbare Zahl gibt, steht die Fehlstelle im Heft statt einer erfundenen Angabe: Jedes Heft nennt auf Seite 15 fünf solche Angaben mit Begründung, und eine Ampel auf der letzten Seite zeigt, was belegt, was uneinheitlich und was nicht belegt ist.Drittens: Zu jeder der 65 Aufgaben gehört eine kommentierte Lösung mit vier Feldern — Nummer, Antwort, woran man es erkennt und womit man es am häufigsten verwechselt. Die Lösungen tragen dieselben Nummern und dieselben Niveaus wie die Aufgaben. Wo mehrere Antworten richtig sind, sagt die Aufgabe das, und die Lösung nennt sie.Viertens: Alle 75 Abbildungen sind eigene Zeichnungen aus einer eigenen Zeichenmaschine — rund fünfzehn je Heft, auf jeder Seite, die etwas zeigen kann. Kein Foto, keine fremde Abbildung, keine fremde Tabellenstruktur, und kein Zeichen des Roten Kreuzes, denn das ist geschützt. Jede Abbildung trägt eine Bildunterschrift, und die Unterschrift arbeitet: Sie sagt, woher die Darstellung stammt, und sie sagt, was das Bild nicht zeigt — dass es schematisch ist, dass es keinen Maßstab behauptet, dass fünf gezeichnete Zuckerketten für sehr viel mehr stehen. Die Testkarten in Einheit 2 unterscheiden verklumpt und klar über die Körnung und nicht über die Farbe, damit sie in der Schwarz-Weiß-Kopie lesbar bleiben; geprüft wurde das im gedruckten PDF bei 180 dpi und in Graustufen. Kein aufrechtes Kreuz kommt in der ganzen Reihe vor: Verneinung ist durchweg das Andreaskreuz, Ankreuzfelder sind leere Quadrate.Und fünftens, weil es beim Thema Blut dazugehört: In keinem Heft wird mit echtem Blut gearbeitet, und das steht nicht als Behauptung da, sondern mit der Fundstelle in der Regel für Sicherheit im Unterricht. Keine Aufgabe fragt nach der eigenen Blutgruppe oder nach der eigenen Familie. Alle Personen in den Vererbungsaufgaben sind erkennbar erfunden.Für wen und wannFür Biologie am Gymnasium, Jahrgangsstufe 8 und 9. Die Reihe ist in Hessen entstanden und nennt Hessen auf jedem Deckblatt; sie ist deshalb nicht auf Hessen beschränkt, denn Blutgruppen sind kein landesspezifischer Gegenstand.Ein Hinweis, der zur Einordnung gehört und den man besser vor dem Kauf liest als danach: Das hessische Kerncurriculum der Sekundarstufe I für das Gymnasium nennt Blut und Blutgruppen nicht. Zwei unabhängig formulierte Volltextabrufe fanden weder „Blut“ noch „Blutkreislauf“, „Blutgruppe“ oder „Blutgefäß“. Curricular gedeckt ist allein die klassische Genetik — also Einheit 5 dieser Reihe —, und für die Jahrgangsstufe 8 formuliert das Kerncurriculum ausdrücklich keine Kompetenzerwartungen. „Klasse 8/9“ ist deshalb eine Setzung dieser Reihe und keine curriculare Vorgabe. Genau so steht es auch auf Seite 2 jedes Hefts. Die Zuordnung zu einer Jahrgangsstufe trifft in Hessen die Einzelschule; prüfen Sie es am Schulcurriculum Ihrer Schule gegen.Eine Einheit trägt eine Doppelstunde: zehn Minuten Einstieg, dreißig Minuten Erarbeitung mit allen drei ausliegenden Niveaus, zwanzig Minuten Sicherung. Diese Zeitangabe ist eine Erfahrungsangabe und steht deshalb ohne Quelle da. Das Material eignet sich ebenso für Vertretungsstunden, für Freiarbeit und für eine Lerntheke — die Lösungen liegen im Heft, nicht beim Lehrertisch. Alle Hefte sind in Schwarzweiß lesbar; Merkplakat und große Abbildung vertragen die Vergrößerung auf A3.Einordnung in die ReiheDie Reihe umfasst fünf Einheiten und ist abgeschlossen; es kommen keine weiteren Teile. Der Weg geht von den Antigenen auf der einzelnen Zelle über den Test, der sie sichtbar macht, und den Rhesusfaktor zu der Frage, wer wem spenden darf, und endet bei der Vererbung. Die Fachwörter bauen aufeinander auf: Eine Aufgabe verwendet nur Wörter der eigenen und der früheren Einheiten.Jede Einheit ist trotzdem für sich einsetzbar. Jedes Fachwort, das eine Aufgabe braucht, wird im eigenen Heft erklärt — auch dann, wenn es zum ersten Mal in einer früheren Einheit vorkam. Wer nur eine Doppelstunde zur Vererbung hat, nimmt Einheit 5 allein; wer die ganze Sequenz unterrichtet, hat mit den fünf Heften Material für mehrere Wochen.
Klassenstufen: 8-9. Klasse
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