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Dreiundzwanzig Menschen leben seit vier Wochen auf einer Insel. Es gibt genug Wasser, genug zu essen und niemand ist verletzt - trotzdem läuft es nicht rund: Das Wasser holen immer dieselben vier, zwei streiten über ein gefundenes Messer, und die Vorräte für morgen hat jemand aufgegessen. Es gibt keine Regeln. Es hat sie nur noch nie jemand aufgeschrieben.
Kein fertiger Regelsatz zum Sortieren: Die Klasse schreibt ihre Regeln selbst. Erst still und allein auf Blankostreifen, dann in der Gruppe auf eine Rangordnungsleiter, am Ende die schriftliche Einigung auf die fünf wichtigsten samt Begründung für Platz 1. Ein mitgelieferter Kartensatz hätte genau die Aufgabe vorweggenommen, um die es hier geht.
Dann kommt der Fall, den die eigenen fünf Regeln nicht abdecken - und mit ihm die Frage, auf die die Stunde zuläuft: Wer entscheidet, wenn die Regeln schweigen? Der begriffliche Fund am Ende trennt drei Dinge, die fast jede Klasse zusammenwirft: Eine Regel sagt vorher, was gilt. Eine Folge sagt, was bei einem Verstoß passiert. Ein Verfahren sagt, wer im Streitfall entscheidet. Ohne Folge ist eine Regel ein Wunsch, ohne Verfahren entscheidet der Lauteste.
Der Erwartungshorizont ist über weite Strecken ein Beobachtungsinstrument statt einer Lösung - weil die Klasse selbst produziert. Er hält fest, was erfahrungsgemäß auf den Streifen steht und was fast immer fehlt, und arbeitet zur Urteilsaufgabe beide Positionen gleich lang und gleich stark aus, jeweils mit Kriterium und mit der Grenze der eigenen Position.
Enthalten sind: die Ausgangslage als Vorlesetext, ein Streifenbogen zum Selbstbeschriften mit vier Suchbereichen, die Rangordnungsleiter, das Einigungsblatt, der ungeregelte Fall, ein Infoblatt zu Regel, Folge und Verfahren, vier Rollen als Tischaufsteller, acht Aufgaben von AFB I bis III, fünf Denkhilfen, zwei Zusatzaufgaben und ein Beobachtungsraster zur Begründungsqualität.
Vorbereitung: nur kopieren. Sie schneiden nichts vor - die Streifen trennen die Schülerinnen und Schüler selbst, das dauert eine Minute und gehört zur Stunde.
Schutz: Das Szenario ist bewusst ohne Not- und Gefahrenlage angelegt. Keine Aufgabe fragt nach eigenen Erfahrungen mit Regeln, Strafen oder Streit. Für drastische Strafvorschläge, die in dieser Altersstufe regelmäßig kommen, steht im Lehrerteil eine Rückfrage statt eines Verbots.
Acht komplette Ethik-Stunden zum Urteilen — als Materialpaket. Du bekommst die acht Materialien einzeln, jedes in seiner aktuellen Fassung und mit eigener Vorschau; wird eines später verbessert, hast du die neue Fassung automatisch.Enthalten sind: „Menschenwürde Dilemma Ethik Klasse 8 9“, „Ehrlichkeit Dilemma Ethik Klasse 6 7“, „Notlüge Dilemma Ethik Klasse 7 Klasse 8“, „Freundschaft Dilemma Ethik Klasse 6 7“, „Tierethik Dilemma Ethik Klasse 8 Klasse 9“, „Künstliche Intelligenz Ethik Klasse 8 9“, „Gerechtigkeit Dilemma Ethik Klasse 7 8“ und „Regeln und Gesetze Ethik Klasse 6 Klasse 7“.Jede Stunde stellt eine echte Streitfrage und gibt keine Antwort vor. Eine Dilemma-Stunde ist der schwierige Fall im Ethikunterricht: Wer die Antwort mitliefert, bewertet eine Gesinnung; wer nur die Frage stellt, bekommt eine Meinungsrunde. Die acht Stunden lösen das mit jeweils einem anderen Werkzeug — Fallakte, Entscheidungsbaum, Argumentkarten, Positionslinie, Fallkarten, Gruppenpuzzle. In jeder Stunde stecken ein Fall, der in fünf Minuten sitzt, ein Arbeitsblatt, das die Abwägung strukturiert, ein Erwartungshorizont, der die Begründung bewertet und nicht das Ergebnis, und ein Lehrerteil mit Verlaufsvorschlag, Stolpersteinen und Rückfragen.Vorbereitungszeit unter zehn Minuten; nur eine der acht Stunden braucht eine Schere. Je nach Bundesland und Schulart liegen die Themen in Klasse 6 bis 9. Eine kurze Bewertung dauert eine Minute und entscheidet darüber, ob andere Lehrkräfte dieses Material finden.
Klassenstufen: 6-9. Klasse
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