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Stundenentwürfe - Polykondensation — Chemie Qualifikationsphase - Teach To Kids - Deckblatt
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Beschreibung

Bei einem Umsatz von 50 Prozent liegt im Kolben im Mittel gerade einmal ein Dimer vor. Erst bei 99 Prozent ist der Polymerisationsgrad 100 erreicht. Diese eine Zahl erklärt den ganzen Reaktionstyp — und alles, was die Technik dafür aufwendet: Hochvakuum, hohe Temperaturen, lange Verweilzeiten und eine peinlich genaue Einwaage.

13 Seiten für die Qualifikationsphase: der Additions-Eliminierungs-Mechanismus in vier Schritten mit eigenen Strukturformelgrafiken, PET und Polyamid 6.6 mit vollständigen Bilanzgleichungen, die Carothers-Gleichung mit zwei Tabellen, vier Übungsseiten, eine Klausuraufgabe über 30 Bewertungseinheiten und ein vollständiger Erwartungshorizont.

Das ist drin

Teil A — Der Mechanismus

  • Was belegt ist und was nicht — auch zur üblichen deutschen Dreiteilung

  • Der Mechanismus in vier Schritten: Protonierung, nucleophiler Angriff, Protonenwanderung, Eliminierung — jeder Schritt als eigene Grafik mit Elektronenschiebepfeilen

  • PET und Polyamid 6.6: Bilanzgleichung, Wiederholeinheit, technische Bedingungen, AH-Salz und Vakuum

  • Die Carothers-Gleichung: Umsatz gegen Polymerisationsgrad und Stöchiometrie gegen Obergrenze, jeweils als Tabelle

Teil B — Übungsseiten

  • Mechanismus lesen: drei gegebene Pfeilbilder, Produkt und Zwischenprodukt sind gesucht

  • Mechanismus beschreiben: Polyamid 6.6 auf drei Anforderungsstufen

  • Wiederholeinheit und Bilanz: vier Monomerpaare, was bleibt drin und was tritt aus

  • Polymerisationsgrad berechnen: beide Formen der Carothers-Gleichung

Teil C — Prüfen

  • Klausuraufgabe zum chemischen PET-Recycling: zwei Materialien, fünf Teilaufgaben, 30 Bewertungseinheiten

  • Lösungen zu allen Übungsseiten und vollständiger Erwartungshorizont

  • Quellenseite mit Reaktionsbedingungen und Fundstellen

Was dieses Material anders macht

Der Mechanismus bekommt vier eigene Grafiken. Nicht ein Übersichtsschema, sondern vier Schritte mit Strukturformeln, Elektronenschiebepfeilen, Ladungen und dem tetraedrischen Zwischenprodukt in vollständiger Form — mit R, beiden Hydroxygruppen und der protonierten Abgangsgruppe. Genau dieses Zwischenprodukt fehlt in vielen Darstellungen oder ist unvollständig gezeichnet.

Die Carothers-Gleichung wird zur Kernaussage, nicht zur Randnotiz. Zwei Tabellen zeigen, was der Umsatz mit der Molmasse macht und was ein Prozent Überschuss anrichtet: Bei einem Stoffmengenverhältnis von 0,99 ist der Polymerisationsgrad selbst bei vollständigem Umsatz auf 199 begrenzt. Danach ist verständlich, warum es das AH-Salz gibt.

Es räumt mit zwei Irrtümern auf. Erstens: Polyamid 6 aus Caprolactam ist keine Polykondensation, sondern eine ringöffnende Polymerisation — das zugesetzte Wasser ist Initiator und wird zurückgebildet. Zweitens: Die Behauptung, PET werde technisch überwiegend über die Umesterung von Dimethylterephthalat hergestellt, ist überholt. Dieser Weg war historisch der erste, weil reine Terephthalsäure nicht verfügbar war; heute dominiert die Direktveresterung.

Es benennt die Schwäche der üblichen Systematik. Nach IUPAC ist „Polymerisation" der Oberbegriff, nicht der Gegenbegriff zu Polykondensation und Polyaddition. Und es gibt einen vierten Fall, die condensative chain polymerization, der in keine der drei Schubladen passt. Das heißt nicht, die Dreiteilung abzuschaffen — sie ist etabliert und prüfungsrelevant. Aber sie verträgt einen Satz dazu, warum sie zwei verschiedene Kriterien mischt.

Und es sagt, was nicht belegt ist. Zum Lehren und Lernen von Reaktionsmechanismen gibt es keine Metaanalyse und keinen randomisierten Versuch. Zu Polyreaktionen speziell existiert überhaupt keine empirische Fehlvorstellungsforschung. Was in Praxisartikeln über typische Schülerfehler bei Polymeren steht, ist Lehrererfahrung ohne Studienbeleg — deshalb behauptet dieses Heft dazu nichts.

Format und Druck

PDF, DIN A4 Hochformat, 13 Seiten, einseitig zu drucken. Zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer.

Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe". Die vier Übungsseiten und die Klausuraufgabe sind als Kopiervorlagen gesetzt.

Teil A liest du einmal. Teil B und C druckst du so oft, wie du sie brauchst.

Einsatz

Chemie in der Qualifikationsphase, Grund- und Leistungskurs. Das Thema gehört bundesweit in die makromolekulare Chemie der Oberstufe; die Aufgaben sind an den Anforderungsbereichen I bis III ausgerichtet und in der Klausuraufgabe mit Bewertungseinheiten hinterlegt.

Die Seite zur Carothers-Gleichung setzt keine Analysis voraus — es genügt Dreisatz und Bruchrechnung. Die Klausuraufgabe zum PET-Recycling verbindet Mechanismus, Gleichgewicht und Stöchiometrie und eignet sich als Abschluss der Reihe.

Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende und für den Studieneingangsbereich.

Hinweise

Arbeitshilfe, kein Programm mit nachgewiesener Wirkung. Die zitierten fachdidaktischen Befunde stammen überwiegend aus dem Studieneingangsbereich.

Reaktionsbedingungen sind Industrieangaben und schwanken je nach Verfahren. Für PET nennen die Quellen 220 bis 260 Grad Celsius und 2,7 bis 5,5 bar für die Veresterungsstufe, für Polyamid 6.6 reichen die Druckangaben von 7 bis 18 bar. Wo Quellen auseinandergehen, steht die Spanne im Material.

Alle Strukturformeln, Mechanismuspfeile und Rahmen sind eigene SVG-Zeichnungen. Schriften unter SIL Open Font License.

Der Kauf berechtigt zum Einsatz im eigenen Unterricht und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.



eduki Qualität

Polykondensation — Chemie Qualifikationsphase

4,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)
  • Umfang:
    27 Seiten
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Text, Quiz, Prüfungsvorbereitung
  • Format:
    PNG, PDF

In folgendem Paket enthalten

Neu
3 Materialien

Reaktionsmechanismen — Dreierpaket — Chemie Qualifikationsphase

Drei Reaktionstypen, ein Denkweg: Elektronen wandern von dort, wo sie sitzen, dorthin, wo die neue Bindung entsteht. Wer das bei der radikalischen Substitution begriffen hat, kann es bei der Polykondensation und bei der Polyaddition wieder anwenden — vorausgesetzt, jemand hat erklärt, was die Pfeile bedeuten, und nicht nur, wie man sie malt.39 Seiten für die Qualifikationsphase in drei Heften: jeder Mechanismus Schritt für Schritt mit eigenen Strukturformelgrafiken, zwölf Übungsseiten, drei Klausuraufgaben über je 30 Bewertungseinheiten und drei vollständige Erwartungshorizonte. Jedes Heft ist in sich abgeschlossen und lässt sich einzeln einsetzen.Das ist drinHeft 1 — Radikalische SubstitutionDer Mechanismus in drei Phasen: Kettenstart, zwei Fortpflanzungsschritte, Kettenabbruch — jeder Schritt als eigene Grafik mit Fischhaken und Reaktionsenthalpie13 Formulierungsbausteine: die Sätze, mit denen man einen Mechanismus in Fachsprache beschreibtBindungsenthalpien, Selektivität und das Hammond-Postulat mit Zahlen und FundstellenVier Übungsseiten: Mechanismus lesen, Mechanismus beschreiben, Selektivität berechnen, Fehlersuche im MechanismusKlausuraufgabe zur Bromierung mit Energieprofil, 30 BewertungseinheitenHeft 2 — PolykondensationDer Additions-Eliminierungs-Mechanismus in vier Schritten: Protonierung, nucleophiler Angriff, Protonenwanderung, Eliminierung — mit vollständig gezeichnetem tetraedrischem ZwischenproduktPET und Polyamid 6.6 mit Bilanzgleichung, Wiederholeinheit und technischen BedingungenDie Carothers-Gleichung in zwei Tabellen: Umsatz gegen Polymerisationsgrad und Stöchiometrie gegen ObergrenzeVier Übungsseiten: Mechanismus lesen und beschreiben, Wiederholeinheit und Bilanz, Polymerisationsgrad berechnenKlausuraufgabe zum chemischen PET-Recycling, 30 BewertungseinheitenHeft 3 — PolyadditionDer Mechanismus in drei Schritten: nucleophiler Angriff, Zwitterion, ProtonenwanderungPolyurethanschaum mit Gel- und Treibreaktion: woher das Kohlenstoffdioxid wirklich kommtDie drei Polyreaktionstypen im Vergleich — eine Tabelle mit fünf KriterienVier Übungsseiten: Mechanismus lesen und beschreiben, Transfer auf das Epoxidharz, Zuordnen und entscheidenKlausuraufgabe zum Weichschaum mit Rezeptur und Isocyanat-Index, 30 BewertungseinheitenIn jedem HeftEine Seite „belegt — uneinheitlich — nicht belegt" zu Beginn: was die Fachdidaktik zum Thema hergibt und was nichtLösungen zu allen Übungsseiten und ein vollständiger Erwartungshorizont zur KlausuraufgabeEine Quellenseite mit Fundstellen, IUPAC-Definitionen und ReaktionsbedingungenWas dieses Material anders machtDie Mechanismen bekommen eigene Grafiken, nicht ein Übersichtsschema. Zehn Mechanismusschritte über die drei Hefte, jeder als eigene Strukturformelzeichnung mit Elektronenschiebepfeilen, Ladungen und freien Elektronenpaaren. Jeder Pfeil beginnt an der Elektronenquelle und endet dort, wo die neue Bindung entsteht — und keiner verdeckt, was darunter liegt.Es geht ums Lesen, nicht nur ums Zeichnen. In einer Auswertung von 7.411 Prüfungsantworten zeichneten Lernende Pfeile zu 86 Prozent richtig, konnten aber nur zu 50 Prozent aus gegebenen Pfeilen das Produkt ableiten. Deshalb gibt es in jedem Heft eine eigene Übungsseite „Mechanismus lesen": Pfeilbild gegeben, Produkt gesucht.Die drei Typen stehen nebeneinander, nicht nacheinander. Heft 3 enthält eine Vergleichstabelle mit fünf Kriterien, die zeigt, dass Polykondensation und Polyaddition in vier von fünf Punkten übereinstimmen und sich nur im Nebenprodukt unterscheiden. Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal ist das Wachstumsmuster — und nach IUPAC ist „Polymerisation" der Oberbegriff für alle drei Typen, nicht der Gegenbegriff.Es räumt mit den üblichen Irrtümern auf. Das Kohlenstoffdioxid im Polyurethanschaum stammt nicht aus der Polyaddition, sondern aus einer zugesetzten Nebenreaktion des Isocyanats mit Wasser. Polyamid 6 aus Caprolactam ist keine Polykondensation, sondern eine ringöffnende Polymerisation. Bei 2-Methylpropan entsteht bei der Chlorierung trotz höherer Reaktivität des tertiären Wasserstoffatoms überwiegend das primäre Produkt.Und es sagt, wo die Schuldarstellung vereinfacht. Der zweistufige Verlauf der Polyaddition über ein isoliertes Zwitterion ist quantenchemisch nicht der vollständige Weg. Für die Oberstufe bleibt die Darstellung brauchbar — ein Satz zur Einschränkung steht im Material.Format und DruckDrei PDF-Hefte, DIN A4 Hochformat, je 13 Seiten, einseitig zu drucken. Jedes Heft in zwei Dateien: eine farbige Fassung und eine eigene Schwarzweiß-Fassung für den Kopierer. Zusammen 39 Seiten, sechs Dateien.Drucke ohne Skalierung, also mit der Einstellung „tatsächliche Größe". Die zwölf Übungsseiten und die drei Klausuraufgaben sind als Kopiervorlagen gesetzt.Teil A liest du einmal. Teil B und C druckst du so oft, wie du sie brauchst.EinsatzChemie in der Qualifikationsphase, Grund- und Leistungskurs. Die drei Themen gehören bundesweit in die organische und makromolekulare Chemie der Oberstufe; die Aufgaben sind an den Anforderungsbereichen I bis III ausgerichtet und in den Klausuraufgaben mit Bewertungseinheiten hinterlegt.Als Reihe funktioniert das Paket in dieser Reihenfolge: erst die radikalische Substitution als Einstieg in das Pfeilformalismus-Denken, dann die beiden Polyreaktionen als Anwendung auf makromolekulare Systeme. Jedes Heft steht aber auch für sich — die Polykondensation lässt sich ohne Heft 1 unterrichten.Die Vergleichstabelle aus Heft 3 eignet sich als Abschluss einer Kunststoffreihe oder als Wiederholung vor dem Abitur. Die drei Klausuraufgaben ergeben zusammen 90 Bewertungseinheiten und decken Mechanismus, Energetik, Gleichgewicht und Stöchiometrie ab.Auch geeignet für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, für Quereinsteigende und für den Studieneingangsbereich.HinweiseArbeitshilfe, kein Programm mit nachgewiesener Wirkung. Zum Lehren und Lernen von Reaktionsmechanismen gibt es keine Metaanalyse und keinen randomisierten Versuch; zu Polyreaktionen speziell existiert keine empirische Fehlvorstellungsforschung. Wo dieses Material Befunde nennt, stehen Quelle und Stichprobengröße dabei.Reaktionsbedingungen sind Industrieangaben und schwanken je nach Verfahren. Wo Quellen auseinandergehen, steht die Spanne im Material.Alle Strukturformeln, Mechanismuspfeile und Rahmen sind eigene SVG-Zeichnungen. Schriften unter SIL Open Font License.Dieses Paket enthält die drei Hefte, die einzeln als „Radikalische Substitution", „Polykondensation" und „Polyaddition" erhältlich sind. Es gibt keine zusätzlichen Bundle-Seiten — wer alle drei einzeln gekauft hat, hat denselben Inhalt.Der Kauf berechtigt zum Einsatz im eigenen Unterricht und an der eigenen Schule. Weitergabe außerhalb der Schule oder Veröffentlichung im Netz ist nicht gestattet.

Klassenstufen: Q1 (11./12. Jhg.), Q2 (12./13. Jhg.)

Chemie
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leidenschaftlicher Lehrer, Materialentwickler, Autor und Medienpädagoge.
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