Vorschau - Stundenentwürfe - Wie Nachrichten entstehen – Politik Klasse 7/8 - Deckblatt
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Stundenentwürfe - Wie Nachrichten entstehen – Politik Klasse 7/8 - Die Rabenkiste - Deckblatt
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Beschreibung

„DerMensch hatheute eine kürzereAufmerksamkeitsspanne als einGoldfisch." Der Satz steht inFortbildungen,in Elternbriefen und in Schulbüchern.Er stammt aus einer MarketingbroschürevonMicrosoft Canada aus dem Jahr 2015, dieeine Zahl von einer Website namensStatistic Brain übernommen hat, diezwei Quellen nennt, in denen die Zahlnicht steht. Dieses Heft geht der Kettein fünf Schritten nach — und die Klassemacht das mit, Schritt für Schritt, aneinem Fall,bei dem das Ergebnis überprüfbar ist.

20 Seiten für das Themenfeld „Medienund Freizeit":sechs vollständig ausgearbeiteteStunden, fünf Schülerseiten, einKartenblatt mit zwölf Fällen,ein Poster für den Klassenraum,ausformulierte Lösungen und eineQuellenseite mit Rechtsstand.Handgezeichnet gesetzt, mit eigenenIllustrationen, farbig und in einerechten Graustufenfassung.

Was drinist

Teil A — Grundlagen für dieLehrkraft, Seiten 2 bis 7

– Einordnungins Kerncurriculum, mit dem Wortlautder Kompetenzformulierung undeiner Kurzvariante, falls nur dreiStunden zur Verfügung stehen. Dazu derBeutelsbacher Konsens alsArbeitsgrundlage: Überwältigungsverbotund Kontroversitätsgebot, konkret aufdieses Themaübersetzt
– Artikel 5 Grundgesetz aufeiner Seite: vier Freiheiten, dreiSchranken, Zensurverbot — mit demLüth-Urteil von1958 und der Wechselwirkungslehre ineiner Sprache, die Achtklässlerverstehen
– Die drei Mediensysteme imVergleich: öffentlich-rechtlicherRundfunk, privater Rundfunk, Presse undOnline. Wer finanziert, werbeaufsichtigt, wer haftet — mitRundfunkbeitrag, Beitragsaufkommen,Zahl der beitragspflichtigen Wohnungenund demZDF-Urteil von 2014
– Sorgfalt stattWahrheit: Was Journalisten rechtlichschulden, ist nicht die Wahrheit,sondern die Prüfung. Mitdem Wortlaut aus demMedienstaatsvertrag, den Ziffern 1 und2 des Pressekodex und derBeschwerdestatistik des Presserats ausdem Jahr2025
– Nachrichtenwerte: warum mancheEreignisse zur Nachricht werden undandere nicht — von Galtung und RugeüberHarcup und O'Neill bis zur deutschenUntersuchung von 2009
–Werbekennzeichnung: die drei zulässigenWörter, die häufigen unzulässigen unddie Rechtsprechung desBundesgerichtshofs vom September 2021

Teil B — Stunden undMaterial, Seiten 8 bis 17

– Sechsvollständige Verlaufspläne mit Phase,Zeit, Material und Sozialform
– FünfSchülerseiten: Artikel 5am Fall, die Nachrichtenwert-Werkstatt,„Werbung oder nicht", derGoldfisch-Mythos alsQuellenrecherche und „Wer muss was" zuden drei Systemen
– Ein Kartenblatt mitzwölf Fällenzum Sortieren: Wer ist zuständig —Landesmedienanstalt, Presserat, Gerichtoder niemand?
– Zwei Lösungsseiten,ausformuliert, mit Begründung statt nurmit Kreuzen

Poster, Quellen und Paket,Seiten 18 bis 20

– Poster „Vier Fragenan jede Nachricht" für dieKlassenraumwand
– Quellenseite mitRechtsstand und einem eigenen Abschnitt„Was in diesem Heftnicht belegt ist"
– Paketübersicht,Druck- und Lizenzhinweise

Was diesesMaterial unterscheidet

Jede Zahl hateine Quelle, und was sich nicht belegenließ, steht nicht als Behauptung drin,sondern wird ausdrücklich benannt. VierBeispiele:

– DerGoldfisch-Vergleich hält keiner Prüfungstand. Die Kette führt von einerMarketingbroschüre über einekommerzielle Zahlensammlung zu zweiInstitutionen, die die Zahl nichtkennen. Was es dagegen wirklich gibt,sind Messungenvon Bildschirmwechseln bei Erwachsenen,die über zwei Jahrzehnte vonzweieinhalb Minuten aufsiebenundvierzig Sekunden gesunken sind— eine ganz andere Aussage über einenganz anderen Gegenstand.
–Im Hessischen Pressegesetz steht keineSorgfaltspflicht. Es hat fünfzehnParagrafen, und die journalistischeSorgfalt ist keiner davon.Sie steht im Medienstaatsvertrag und imPressekodex. Wer im Unterricht dasLandespressegesetz als Sorgfaltsnormzitiert, zitiertdie falsche Vorschrift.
– Zur Frage,wie der Rundfunkbeitrag künftigaussehen soll,nennt das Heft zwei Positionen mitihren jeweils besten Argumenten — ohneParteizuordnung und ohneAuflösung. Was Recht ist, steht alsRecht da. Was strittig ist, steht alsstrittig da.
– „Sponsored by", „ad" und„PR sample" sindkeine zulässige Werbekennzeichnung.Zulässig sind Werbung, Anzeige undbezahlte Werbepartnerschaft. DieHundert-Euro-Grenze, die in vielenErklärstücken auftaucht, betrifft etwasanderes als das, wofür siemeist zitiert wird — auch das steht imHeft.

Zur politischen Neutralität

DasThema ist heikel, deshalb ist dieAnlage konservativ. RechtlicheTatsachen stehen als Tatsachen.Politische Streitfragen stehen mit zweiPositionen, ohneParteinamen und ohne dass das Heft einedavon auszeichnet. Die Fallbeispielestammen bewusst aus unpolitischenBereichen — Sport, Produkte, Freizeit—, damit die Methode geübt werden kann,ohne dass die Klasse sofort in Lagerzerfällt. Wo die Forschungslageuneinheitlich ist, sagt das Heft das,statt sich eine Seite auszusuchen.

Format und Druck

20 Seiten DIN A4, PDF.Enthalten sind eine farbige und eineechte Graustufenfassung — konvertiert,nicht gerastert, damit sie an jedemSchulkopierer sauber druckt.Das Kartenblatt auf Seite 15 gehört auffesteres Papier und wird einmalgeschnitten; ein Satz reicht für eineGruppe. Das Poster auf Seite 18 wird inA3 vergrößert.

Alle Illustrationensind eigene Zeichnungen. Dieverwendeten Schriftenstehen unter der SIL Open Font License.

Einsatz und Stand

Konzipiert für dasGymnasium in Hessen, Sekundarstufe I,Jahrgangsstufe 7 und 8, Politik undWirtschaft. Der fachliche undmethodische Teil ist bundesweiteinsetzbar; nur die Angabe zumThemenfeld und zum Stundenumfangbezieht sich ausdrücklich auf Hessen.Die Materialien funktionieren auch inKlasse 9 und in Deutsch als Bausteinzur Medienbildung.

Stand August 2026.Rechtsstand ist im Heft angegeben. DasMaterial isteine Arbeitshilfe und ersetzt keineRechtsberatung.

Wie Nachrichten entstehen – Politik Klasse 7/8

4,99 €
Produktdetails
  • Klassenstufe:
    7-8. Klasse
  • Umfang:
    41 Seiten
  • Materialtyp:
    Stundenentwürfe, Unterrichtsreihen, Arbeitsblätter, Präsentationen/Tafelbilder, Text
  • Format:
    PNG, PDF

In folgendem Paket enthalten

3 Materialien

Medien und Meinung – Politik Klasse 7/8, Paket

Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Es gibt die Pflicht, sorgfältig zu prüfen — und die steht für Online-Angebote in Paragraf 19 des Medienstaatsvertrags. Im Hessischen Pressegesetz mit seinen fünfzehn Paragrafen kommt das Wort Sorgfalt nicht einmal vor. Die Pflicht zur Wahrhaftigkeit selbst steht nur im Pressekodex, und den haben sich die Journalistinnen und Journalisten 1956 selbst gegeben, um eine staatliche Presseaufsicht zu verhindern. Mit dieser Unterscheidung fängt dieses Paket an. Es besteht aus drei Heften zu je 20 Seiten, die aufeinander aufbauen: Wie entsteht eine Nachricht. Wie prüft man sie. Warum glaubt man sie trotzdem. Danach ist Schluss — es kommen keine weiteren Teile, und das ist keine Lücke, sondern die Zusage. DIE DREI HEFTE Heft 1 — Wer sagt das? Wie Nachrichten entstehen Artikel 5 des Grundgesetzes mit Wortlaut, vier Freiheiten, drei Schranken und dem Fall Lüth von 1958 als Abwägungsübung. Die drei Mediensysteme im Vergleich: öffentlich-rechtlicher Rundfunk, privater Rundfunk, Presse und Online — mit Rechtsform, Finanzierung und Aufsicht. Der Deutsche Presserat in Zahlen des Jahresberichts 2025. Nachrichtenwerte von Galtung und Ruge bis heute. Und die Werbekennzeichnung, wie sie der Leitfaden der Medienanstalten seit Mai 2025 verlangt, samt der Liste der Bezeichnungen, die ausdrücklich nicht genügen. Heft 2 — Woran du erkennst, was stimmt Seitwärts lesen statt runterlesen: die Methode, mit der Faktenchecker eine unbekannte Seite in rund 32 Sekunden einordnen, während Historiker 88 Sekunden brauchen und schlechter abschneiden. Was die Impressumspflicht wirklich verlangt und wo ihre vier Grenzen liegen. KI-Bilder: Ohne Training liegen Menschen bei Gesichtern mit 48,2 Prozent Trefferquote unter dem Zufall. Vier Diagrammtricks mit Effektstärken. Relative und absolute Zahlen am Beispiel der 17 Prozent, die zehn Fälle pro tausend Menschen sind. Und die Wissenschaftsgeschichte des Backfire-Effekts, den sein eigener Entdecker 2021 eingeschränkt hat. Heft 3 — Warum wir es trotzdem glauben Wiederholung lässt eine Aussage wahrer wirken, auch bei Menschen, die es besser wissen — 182 Studien, 31 184 Personen, Effektstärke 0,37. Der Bestätigungsfehler und der Grund, warum er kein Schicksal ist. Die Filterblase, sauber getrennt in belegt, uneinheitlich und nicht belegt. Der Digital Services Act mit einer Praxisaufgabe, die jede Klasse selbst durchführen kann: Artikel 38 garantiert einen Feed ohne Profilbildung — findet ihn. Und die Verteilungsfrage: Falschmeldungen machen 0,15 Prozent der täglichen Mediennutzung aus, aber ein Prozent der Nutzerinnen und Nutzer stand für achtzig Prozent des Kontakts. WAS DIESES MATERIAL UNTERSCHEIDET Jede Zahl hat eine Quelle, und was sich nicht belegen ließ, steht nicht drin, sondern wird ausdrücklich benannt. Jedes Heft hat dafür eine eigene Seite. Fünf Beispiele: – Der Backfire-Effekt steht noch in vielen Unterrichtsmaterialien. Fünf Experimente mit über 10 100 Teilnehmenden und 52 Streitfragen fanden ihn kein einziges Mal. – Die Behauptung, Checklisten schnitten empirisch schlechter ab als seitwärts lesen, ist so nicht belegt. Eine direkte Vergleichsstudie gibt es nicht. Das Heft sagt stattdessen den Satz, der trägt: Checklisten prüfen nur, was auf der Seite selbst steht. – Zu der Frage, wie viel Prozent der Inhalte algorithmisch empfohlen werden, gibt es keine unabhängig überprüfte Zahl. Deshalb steht keine im Paket. – Die acht Sekunden Aufmerksamkeitsspanne sind eine Erfindung. Heft 1 macht daraus keine Fußnote, sondern eine ganze Unterrichtsstunde: Die Quellenkette lässt sich in fünf Schritten mit dem Handy zerlegen. – Beim Prebunking läuft die wissenschaftliche Auseinandersetzung noch. Das Paket entscheidet sie nicht, sondern zeigt sie — als Lernstück darüber, wie Wissenschaft aussieht, solange sie nicht fertig ist. POLITISCH NEUTRAL, UND ZWAR ABSICHTLICH Das Paket ist nach dem Beutelsbacher Konsens gebaut. Das Überwältigungsverbot und das Kontroversitätsgebot stehen nicht nur auf Seite 2 von Heft 1, sie bestimmen die Auswahl der Beispiele. Echte Desinformationsfälle stammen fast immer erkennbar aus einer politischen Richtung; wer sie zeigt, prüft nicht mehr die Methode, sondern verteilt Sympathien. Die Fälle in diesem Paket kommen deshalb aus Ernährung, Verkehr, Sport, Produkten und Wissenschaft. Wo eine Frage politisch strittig ist — etwa Umfang und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks —, steht die Rechtslage als Faktum und die politische Bewertung als offene Frage mit zwei Positionen ohne Parteizuordnung. Wo eine Frage wissenschaftlich strittig ist, wird sie als strittig dargestellt. Das Streitgespräch in Heft 3 endet ausdrücklich ohne Abstimmung. AUFBAU JEDES HEFTS Teil A, Seiten 2 bis 7: Grundlagen für die Lehrkraft, mit Wortlauten, Zahlen und Fundstellen. Teil B, Seiten 8 und 9: sechs vollständige Verlaufspläne mit Phase, Zeit, Ablauf und Material. Teil C, Seiten 10 bis 15: fünf Schülerseiten mit Operatoren von AFB I bis III, dazu ein Kartenblatt mit zwölf Karten zum Ausschneiden. Seiten 16 und 17: Lösungen mit Erwartungshorizont. Bei den offenen Aufgaben steht, woran eine vollständige Antwort zu erkennen ist. Seite 18: ein Poster für den Klassenraum. Seiten 19 und 20: Quellen mit dem Abschnitt, was nicht belegt ist, sowie Druck- und Lizenzhinweise. FORMAT UND DRUCK Drei Hefte à 20 Seiten DIN A4 als PDF, jeweils farbig und in einer echten Graustufenfassung — konvertiert, nicht gerastert, damit sie an jedem Schulkopierer sauber druckt. Die Schülerseiten sind auf Schwarzweiß-Druck hin gestaltet und funktionieren ohne Farbe vollständig. Die Kartenblätter gewinnen auf 160-Gramm-Papier, die drei Poster in A3. Alle Illustrationen sind eigene Zeichnungen. Die verwendeten Schriften stehen unter der SIL Open Font License. EINSATZ UND STAND Konzipiert für Politik und Wirtschaft am Gymnasium in Hessen, Jahrgangsstufe 7 und 8. Das hessische Kerncurriculum kennt kein eigenes Inhaltsfeld Medien; verankert ist das Thema im Inhaltsfeld Demokratie und in der Urteilskompetenz, im Lehrplan G9 zusätzlich im Themenfeld 7.4. Beide Anker sind in Heft 1 wörtlich zitiert. Der fachliche und didaktische Teil ist bundesweit einsetzbar; nur die Rechtsteile mit hessischem Bezug sind als solche gekennzeichnet. Das Material eignet sich auch für Klasse 9 und für die Realschule. Rechtsstand August 2026. Die Paragrafennummern haben sich zuletzt zweimal verschoben: Das Telemediengesetz gilt seit dem 14. Mai 2024 nicht mehr, der Medienstaatsvertrag wurde zum 1. Dezember 2025 geändert. Das Material ist eine Arbeitshilfe und ersetzt keine Rechtsberatung.

Klassenstufen: 7-8. Klasse

Politik/Sozialkunde
11,99 €14,97 €
Spare 2,98 €

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Lehrkraft und Fachleiter. Material mit Lösungen, Erwartungshorizont und belegter Befundlage.
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