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Dieses Unterrichtsmaterial zeigt, wie Kinder und Jugendliche in Deutschland während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs aufwuchsen. Im Mittelpunkt stehen die gezielte Beeinflussung durch Propaganda, die Rolle von Hitlerjugend und BDM sowie die Auswirkungen des Krieges auf den Schul- und Familienalltag. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit kurzen Informationstexten, Bildquellen und einer offiziellen Richtlinie für den Geschichtsunterricht (1938). Dadurch lernen sie, Aussagen aus Quellen zu entnehmen, Propaganda zu erkennen und historische Lebensbedingungen mit heute zu vergleichen. Das Material eignet sich besonders zur Förderung von Quellenkompetenz und Urteilsbildung.
→ Jugendorganisationen (Hitlerjugend/BDM): Freizeitangebote, Lager, Sport – aber auch Gehorsam, Indoktrination und Militarisierung
→ Alltag an der „Heimatfront“: Luftalarm, Angst, Bombenangriffe, Mangel, Ausfall/Unterbrechung von Schule
→ Kinderlandverschickung: Schutz vor Bomben, Trennung von Eltern, Heimweh, strenger Lageralltag
→ Schule im Nationalsozialismus: Gleichschaltung, ideologische Inhalte, Verdrängung jüdischer und politisch unerwünschter Lehrkräfte
→ Ideologie im Unterricht: „Volksgemeinschaft“, Gehorsam, körperliche Stärke, (u. a. Rassenkunde)
→ Kriegsfolgen für Kinder: Flucht, Hunger, zerstörte Städte, Verlust von Angehörigen („Kriegskinder“)
Die SuS …
→ entnehmen Informationen aus Texten, Bildern und einer historischen Richtlinie.
→ erkennen Propaganda und erklären Absichten von Erziehung/Indoktrination.
→ beschreiben Auswirkungen von Krieg auf Alltag und Schule.
→ formulieren begründete Urteile (z. B. „normale Kindheit?“).
→ vergleichen Vergangenheit und Gegenwart mithilfe klarer Kriterien.
Sekundarstufe I (Klasse 8–10)
ca. 1–2 Unterrichtsstunden
Starker Methodenmix: Sachtexte + Bildquellen + offizielle Unterrichtsrichtlinie (1938). Dadurch lässt sich sehr gut zeigen, wie ein Staat Schule und Freizeit systematisch für Ideologie nutzt – und wie Krieg den Alltag von Kindern real verändert. Die Leitfrage zur „normalen Kindheit“ führt direkt in Urteilsbildung, ohne reine Nacherzählung.
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