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Buddy Book Hurrelmann. Jede Doppelseite funktioniert dabei wie eine kleine „Szene“, in der komplexe soziologische Zusammenhänge in visuelle Metaphern übersetzt werden, die sich einprägen und Diskussionen auslösen. Didaktisch besonders wertvoll ist, dass das Buddy-Book nicht belehrt, sondern Deutungsräume eröffnet. Die Schüler:innen können die Bilder beschreiben, deuten, vergleichen und mit eigenen Erfahrungen verknüpfen. So wird beispielsweise deutlich, wie derselbe Regen für zwei Jugendliche unterschiedliche Ausgangslagen symbolisiert – der eine geschützt unter dem Schirm, der andere schutzlos im Regen. Dadurch wird soziale Ungleichheit nicht erklärt, sondern erfahrbar gemacht. Auch das Podest mit dem freien Mädchen auf Platz eins und dem Jungen hinter der Absperrung auf Platz zwei visualisiert Geschlechterrollen und strukturelle Benachteiligungen, ohne moralisierend zu wirken. Das Material eignet sich hervorragend für Einführung, Vertiefung und Wiederholung in der Sekundarstufe II. Es unterstützt alle Anforderungsbereiche: Die Lernenden können zunächst beschreiben (AFB I), was sie sehen, anschließend mithilfe von Hurrelmanns Modell deuten (AFB II) und schließlich bewerten, welche Ressourcen, Risiken oder Ungleichheiten hier sichtbar werden (AFB III). Gleichzeitig fördert das Buddy-Book visuelle Kompetenz, Perspektivübernahme und die Fähigkeit, theoretische Modelle auf konkrete Lebenssituationen zu übertragen – genau das, was in Klausuren und Abituraufgaben gefordert wird. Damit ist dieses Buddy-Book nicht nur ein ansprechendes Zusatzmaterial, sondern ein tragfähiges didaktisches Instrument, das Theorie, Lebenswelt und Bildsprache miteinander verbindet und Hurrelmann für Jugendliche wirklich verstehbar macht. Dieses Material funktioniert vor allem begleitend für die Vermittlung und Arbeit mit Hurrelmanns Theorie.
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