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Titel: Baustein „Der Weg zur Rolle“
Fach: Theater / Darstellendes Spiel (Sek I & II)
Umfang: ca. 3–5 Doppelstunden (je nach Vertiefung)
Der Baustein führt Schüler:innen in die Grundlagen der Rollenarbeit ein und verbindet theoretische Konzepte mit praktischen Analyse- und Gestaltungsaufgaben.
Grundlagen der Rollenanalyse
Leitfragen: Wer ist meine Figur? Welche Ziele und Motivationen hat sie? Welche Beziehungen prägen sie?
Unterschied zwischen Rollenträger (Schauspieler:in) und Rollenfigur.
Historische Einbettung: Methoden von Stanislawski, Brecht, Grotowski und Boal.
Wege zur Rollengestaltung
Von innen nach außen (Gefühle → Körper, Stimme, Ausdruck).
Von außen nach innen (Körperhaltung, Bewegung, Stimme → innere Haltung).
Reflexion der jeweiligen Vor- und Nachteile.
Improvisation als Methode
Offene Improvisation: freie Erprobung der Figur in verschiedenen Situationen.
Modellierende Improvisation: Arbeit mit einem vorgegebenen Text, genauere Ausarbeitung.
Vergleich und Bewertung beider Ansätze.
Anwendung und Vertiefung
Analyse einer bekannten Figur aus Theater oder Film anhand der Rollenanalyse-Fragen.
Entwicklung einer eigenen Rolle mit Hilfe des Spickzettels Figur 1 (Charakterisierung, Motivation, Biografie, Emotionen, Beziehungen, körperliche Darstellung).
Transfer: Figurendarstellung im eigenen Spiel erproben.
Reflexion & Analyse: Schüler:innen setzen sich differenziert mit Figuren auseinander.
Kreative Rollengestaltung: Anwendung von Methoden zur Rollenentwicklung.
Methodenvielfalt: Theorieinput, Tabellenvergleiche, Improvisationen und praktische Übungen.
Individuelle Förderung: Offen für unterschiedliche Spielniveaus und Interessen.
Schüler:innen unterscheiden Rollenträger und Rollenfigur.
Sie kennen verschiedene Wege zur Rollengestaltung und können diese erproben.
Sie wenden Improvisationsmethoden zur Figurenarbeit an.
Sie analysieren Figuren strukturiert und entwickeln eigene Rollen.
Sie reflektieren ihr eigenes Spiel und lernen, innere und äußere Aspekte einer Figur zu verbinden.
Theorietexte zu Rollenanalyse, Gestaltung und Improvisation.
Arbeitsaufträge mit Reflexions- und Vergleichsaufgaben.
Spickzettel Figur 1 & 2 (Hilfen zur Rollenentwicklung und Figurdefinition).
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