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Beschreibung:
Die Emotionszwiebel ist ein Modell, das Gefühle in verschiedenen Schichten darstellt. Außen sichtbar sind meist Ärger oder Wut, während darunter verletzlichere Empfindungen wie Traurigkeit, Angst oder Scham liegen. Im Kern befinden sich die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse wie Sicherheit, Anerkennung, Respekt oder Zugehörigkeit. Die Unterlage erklärt dieses Modell Schritt für Schritt und bietet Raum, eigene Erfahrungen und Beobachtungen einzutragen.
Ziel:
Die Unterlage soll dabei helfen, die eigenen Gefühle bewusster wahrzunehmen und zu verstehen. Sie unterstützt dabei, hinter die erste, sichtbare Reaktion zu schauen und die eigentlichen Bedürfnisse zu erkennen. Dadurch können Konflikte leichter verstanden und konstruktiver gelöst werden. Gleichzeitig fördert die Emotionszwiebel Empathie und stärkt die Fähigkeit, auch mit den Gefühlen anderer einfühlsam umzugehen.
Für wen ist die Emotionszwiebel geeignet?
Die Unterlage kann vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel:
Gefühle sind wie Schichten!
Die Emotionszwiebel ist ein Bild dafür, wie unsere Gefühle aufgebaut sind. Wie bei einer Zwiebel gibt es mehrere Schichten: außen das, was wir sofort zeigen, und innen die eigentlichen Ursachen. Wenn wir diese Schichten verstehen, fällt es leichter, mit unseren eigenen Gefühlen und mit denen anderer umzugehen.
Die äußere Schicht: Sekundäre Gefühle
Was andere zuerst wahrnehmen, sind oft sogenannte sekundäre Gefühle. Dazu gehören zum Beispiel Wut, Ärger, Vorwürfe oder auch Rückzug. Sie sind laut, deutlich oder sichtbar – zeigen aber nicht unbedingt, was wirklich in uns vorgeht. Sekundäre Gefühle entstehen häufig als Reaktion auf verletzlichere innere Empfindungen.
Die Mittlere Schicht: Primäre Gefühle
Unter der Oberfläche liegen die primären Gefühle. Sie sind unmittelbarer, echter und meist verletzlicher. Typische Beispiele sind Traurigkeit, Angst, Unsicherheit, Scham oder Enttäuschung. Diese Gefühle spüren wir direkt, zeigen sie aber oft nicht, weil sie uns angreifbar machen. Stattdessen greifen wir nach außen hin eher auf die sekundären Gefühle zurück.
Der Kern: Unsere Bedürfnisse
Ganz im Inneren der Emotionszwiebel befinden sich unsere Grundbedürfnisse. Dazu zählen zum Beispiel Anerkennung, Sicherheit, Zugehörigkeit, Liebe und Respekt. Werden diese Bedürfnisse verletzt oder nicht erfüllt, entstehen daraus unsere primären Gefühle – und daraus wiederum die sichtbaren sekundären Gefühle.
Beispiel:
Wenn jemand laut wird und wütend wirkt, steckt hinter dieser Wut vielleicht in Wirklichkeit Enttäuschung oder Traurigkeit. Im Kern geht es möglicherweise um das Bedürfnis, gesehen, respektiert oder verstanden zu werden.
Was rum dieses Modell so hilfreich ist:
Die Emotionszwiebel zeigt, dass Wut oder Ärger oft nur die äußere Schicht sind. Dahinter liegen verletzlichere Gefühle und wichtige Bedürfnisse. Wer diese erkennt, kann Konflikte leichter verstehen und friedlicher lösen – und gleichzeitig besser mit sich selbst umgehen.
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