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Im Rahmen eines Seminars durfte ich einen Tag lang an einer integrierten Gesamtschule die Sprachstadt begleiten. Das Thema der Sprachstadt war die Stadt London. Dazu fertigten wir Studierenden im Vorfeld unterschiedliche Stationen für die Sprachstadt an. Meine Gruppe entschied sich für eine Tee-Station, mit Teesorten aller Welt.
Bevor ich mein Material beschreibe, möchte ich dir kurz beschreiben, worum es bei der Sprachstadt geht, und inwiefern du als Lehrerin oder Lehrer so ein Projekt in deinen Unterrichtsalltag integrieren kannst.
Bei der Sprachstadt geht es primär darum, dass der tatsächliche Sprachgebrauch im Mittelpunkt steht. Das heißt, wir versuchen (so gut wie möglich) authentische Situationen zu kreieren, um die Schülerinnen und Schülern mit lebensechten Sprechanlässen zu konfrontieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen welches sprachliche Wissen aber auch welche sozialen Kompetenzen zum Beispiel beim Bestellen eines Tees hilfreich sein können.
Wichtig ist es, dass man die Sprachstadt vorher plant, um notwendiges Material den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen zu können. Die Arbeitsblätter, die ihr im Download findet, können (je nach Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler) vor oder während des Projekttags bearbeitet werden - Ich empfehle es im Vorfeld zu tun, da die Schülerinnen und Schüler sich so bereits einlesen können. Ihr werdet merken, dass so Hilfssätze wie „I would like...“, „How much is...“ für die Sprachstadt wichtig sind, deshalb empfiehlt es sich, den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld ein Heftchen mitzugeben, auf dem solche und ähnliche Sätze drin stehen. Emojis können eine ganz besondere und Rolle übernehmen, wenn es darum geht unbekannte Wörter einzuführen. In meinem Material zur Sprachstadt verwende ich bewusst die bekannten Emojis, da sie in unserem digitalen Zeitalter nicht mehr wegzudenken sind. Unsere Schülerinnen und Schüler kennen und verwenden diese Emojis genauso wie wir. Warum nutzen wir nicht also diese Erkenntnis, um ihnen eine Fremdsprache näher zu bringen?
DID YOU KNOW?
An einer niederländischen Realschule wird statt den schriftlichen Abschlussprüfungen eine fiktive „Stadt“ gegründet in der die Schülerinnen und Schüler von Klassenzimmer zu Klassenzimmer wandern und in spontanen gesprächsanlässen geprüft werden. In jedem Klassenzimmer wird eine andere Situation simuliert, mal ist es ein Restaurant, mal ein Flughafen Check-in Schalter, mal ein Friseursalon.
Aus: „Eine Cola und zwei Fanta bitte“ Sprachstadt Deutsch: Leistungsbewertung in authentischen Kommunikationssituationen. Drs. Kees Van Eunen PH Nijmegen, Niederlande.
Das gesamte Material wurde von mir selbst erstellt.
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