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Die Stille Post: Wenn wir eigene Bilder weitergeben
Das Flüsterspiel “Stille Post” haben wir nicht nur sehr gerne auf Kindergeburtstagen gespielt, sondern musste dieses auch herhalten, wenn unsere erwachsene Verwandtschaft am ersten Weihnachtstag nicht mehr wusste, worüber sie reden sollte. “Stille Post” ist zusätzlich eine interessante Methode, um an der eigenen Wahrnehmung zu arbeiten. Die Regeln sind recht schnell erklärt: Ein*e Spieler*im denkt sich eine willkürliche Nachricht oder Information aus. Die weiteren Mitspieler*innen ordnen sich in einem Kreis oder einer Reihe an. Nun flüstert die erste Person ihre Information oder Nachricht der nächsten Person ins Ohr. Der/die Zuhörer*in muss dabei ganz genau zuhören. Nochmals nachzufragen, ist nicht erlaubt. Was auch immer verstanden wurde, muss an die nächste Person ebenfalls flüsternd weitergegeben werden. Sobald die letzte Person an der Reihe war, wird diese die Information oder Nachricht laut aussprechen. Bei jeder erneuten Weitergabe des Gesagten, besteht immer die Gefahr, dass die Information verfälscht oder gar nicht ankommt, wenn eben die/ der jeweilige Empfänger*in empfangene Nachricht nicht kennt. Der dadurch entstehende Informationsverlust macht es damit immer schwerer, die Nachricht weiterzugeben, die ursprünglich auf den Weg gebracht wurde.
Mit diesem Phänomen der fehlerhaften Informationsweitergabe wollen wir nun spielen und uns ganz genau anschauen, wozu solch ein “Stille-Post-Prinzip” in der “realen Welt” führen kann.
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