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Innovatives, digital-hybrides Material & Extras - Digitale Bildung und Lateinunterricht
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Alle sind sich einig: Das Thema generative Text-KI muss in der Schule sensibel vermittelt werden, um die SchülerInnen bei einer verantwortungsvollen Nutzung der neuen Technologie zu begleiten. Bisher fehlte es an geeigneten, aufeinander aufbauenden Materialien, die das Thema im Sinne einer Erweiterung der Medienkompetenz aufgreifen. Dieses neue Material macht einen konkreten Vorschlag, wie das Thema “ChatGPT” sensibel, kritisch, aber gleichzeitig offen und schülerorientiert vermittelt werden kann. Es ist eine kleine Premiere, denn dieses Material ist erstmals interdisziplinär und wiederum ein Gemeinschaftsprojekt, in das auf diese Weise unterschiedliche Erfahrungen, Ideen und Impulse einfließen konnten. Die Entwicklung und der damit verbundene Austausch haben viel Spaß gemacht. Lest in diesem Beitrag eine kurze Vorstellung der Material-Highlights! Viel Spaß dabei! -----Weiteres zum Material:-----Zum ersten Mal wird unsere Unterrichtsreihe von einem digitalen Lernmodul begleitet. Mit diesem zu arbeiten ist nicht nur einfach, sondern auch motivierend: Die SchülerInnen können auf unterschiedliche Links und Anwendungen zugreifen, um neue Ansätze anschaulich zu üben und das neu erworbene Wissen zu vertiefen. Wenn mit längeren Prompts gearbeitet wird, die im Rahmen von Aufgaben verwendet oder überarbeitet werden sollen, können diese direkt aus dem digitalen Lernmodul heraus kopiert und eingefügt werden. Das spart Zeit und ist komfortabel! Um erfolgreich und zielorientiert mit ChatGPT arbeiten zu können, ist es nicht nur notwendig, ein Grundverständnis für die Funktionsweise von GPT-Systemen zu haben, sondern auch zu lernen, was einen guten Prompt ausmacht. Die SchülerInnen erschließen sich eigenständig die Qualitätskriterien für einen guten, funktionalen Prompt und üben die Formulierung von Anweisungen. Ein besonderes Anliegen ist es, an konkreten Beispielen zu zeigen, wie der Einsatz ausgewählter KI-Werkzeuge den eigenen Lernfortschritt bereichern und das schulische Lernen effizienter gestalten kann. In diesem Zusammenhang erfahren die SchülerInnen natürlich auch, dass ein unreflektierter Einsatz der Tools, indem beispielsweise die Aufgabenstellung der Hausaufgabe per ChatGPT bearbeitet wird, eine unkluge Idee ist. Wer so vorgeht, spart zwar auf den ersten Blick Zeit, weiß aber letztlich nichts über das wirkliche Potenzial der neuen KI-Technologien. Die Schüler lernen KI funktional als Korrekturwerkzeug zu nutzen, das eigene Fehler korrigiert und konkrete Verbesserungsvorschläge macht, die langfristig die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten verbessern können.Damit dies gelingt, ist es wesentlich, dass die SchülerInnen möglichst früh und anschaulich erfahren, inwiefern KI als Feedbackinstrument dienen kann, um eigene Lernprodukte kriteriengeleitet zu optimieren. Ein angeleiteter Vergleich mit den Möglichkeiten der klassischen Suchmaschine führt den SchülerInnen vor Augen, wann welches technische Hilfsmittel für den beabsichtigten Zweck die richtige Wahl ist. Oft ist dies nicht so eindeutig und klar, da sowohl die Suchmaschine als auch die KI jeweils individuelle Vor- und Nachteile bzw. Stärken und Schwächen haben. Die Lernenden erarbeiten, wie qualitativ hochwertiges Feedback eingeholt und für den eigenen Lernerfolg genutzt werden kann. Einfache Beispiele und Aufgaben leiten die Lernenden an, Feedback-Prompts zu entwickeln und diese an eigenen (ggf. auch fachspezifischen) Texten in der Schule zu erproben. Ein weiterer Schwerpunkt des Unterrichtsmaterials liegt auf der Argumentationskompetenz. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie z.B. ChatGPT konkret genutzt werden kann, um rhetorische und argumentative Fähigkeiten zu verbessern.Eine große Stärke der textbasierten KI, die einen Großteil des Weltwissens abbilden kann, liegt nicht nur in der scheinbar unerschöpflichen Inspirationsquelle für neue Denkansätze, sondern auch in der Fähigkeit, gleiche Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.Ein Exkurs zur Fachsprache leitet die SchülerInnen an, KI als Werkzeug zu verwenden, um mit auf den ersten Blick unverständlicher Fachsprache umzugehen. Die SchülerInnen erhalten begleitendein Formular, in das die im Laufe der Unterrichtsreihe optimierten und entwickelten Prompts eingetragen und für spätere Anwendungsszenarien gesichert werden können.Programme, mit denen Vokabeln und zu lernende Programme zum Wiederholen von Vokabeln und Fakten sind in vielen Fällen längst keine gute Investition mehr. Denn: KI kann diese Aufgabe längst übernehmen und bei der Vorbereitung auf eine Klausur oder Klassenarbeit helfen. Sogar die Korrektur von logischen Herleitungen ist denkbar: Da Tools wie ChatGPT die Formulierung von Gedanken und Lösungsansätzen im Freitext erlauben, können auch komplexe Lösungswege korrigiert und mit Feedback versehen werden. Damit dieser Ansatz funktioniert, bedarf es ausgefeilter Prompts, deren Formulierung die SchülerInnen im Rahmen dieser Unterrichtsreihe erlernen. Eine Reflexion, die den Mehrwert derartiger Ansätze fallbezogen hinterfragt, ist stets vorgesehen. Eine abschließende Abwägung von Risiken und Chancen, die mit der neuen Technologie verbunden sind, forciert Maßnahmen und Nutzungsregeln, die selbst auferlegt werden müssen, damit der Einsatz von generativer Text KI im schulischen Kontext mit individuellen Lernfortschritten und Arbeitserfolgen einhergeht.Die Unterrichtsmaterialien sind so konzipiert, dass sie von allen Lehrkräften fächerübergreifend zur Förderung der Medienkompetenz eingesetzt werden können.Informatorische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Der Zugang zu einem digitalen Endgerät ist wünschenswert. Für viele Aufgaben genügt jedoch ein klassisches Smartphone. Das Unterrichtsmaterial kann situativ in Ausschnitten oder als komplette Sequenz unterrichtet werden.Für die Bearbeitung des Materials ist ein ChatGPT-Zugang Voraussetzung. Sofern dieser schulintern nicht bereits organisiert ist, verweist das digitale Lernmodul auf alternative Zugangswege, für die kein OpenAI-Account nötig ist.Die Verweise werden passwortgeschützt zur Verfügung gestellt. Es bleibt in der Verantwortung der Lehrkraft, die Rahmenbedingungen für die Nutzung der Anwendungen und Verweise schulintern zu prüfen. Für externe Links und Anwendungen können die Materialersteller keine Verantwortung übernehmen.
Klassenstufen: 9-10. Klasse
Der Aspekt, dass moderne Sprachmodelle scheinbar schlüssige Antworten liefern, ohne diese selbst zu verstehen, ist für Schülerinnen und Schüler nur schwer nachvollziehbar. Grund genug, sich im Rahmen einer kompetenzorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema KI und ChatGPT auch mit diesem Themenfeld näher zu beschäftigen. Der Turing-Test ist das wohl bekannteste Verfahren der jüngeren Geschichte, mit dem erstmals Kriterien zur Klassifizierung künstlicher Intelligenz definiert wurden. Aus heutiger Sicht, im Zeitalter von ChatGPT, stellt sich die Frage, inwieweit der damals von Alan Turing entwickelte Test angesichts hochkomplexer, abstrahierender Large Language Models noch seine ursprüngliche Aussagekraft besitzt. Schon damals wurde Turings Testtheorie von keinem Geringeren als dem Philosophen John Searle kritisiert, der am berühmten Beispiel des Chinesischen Zimmers deutlich machte, warum künstliche Intelligenz nicht zwangsläufig auch “versteht” (“intellegere”=verstehen).Mit diesem Material haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Turing Test in reduzierter und vereinfachter Form in einem Experiment selbst durchzuführen, die Turing-Theorie kritisch zu hinterfragen und dabei die Chancen und Grenzen der Künstlichen Intelligenz zu begreifen. Das zum Material gehörende Onlinemodul stellt Videos und vorgefertigte, frei anpassbare Prompts zur Verfügung, die in einem Schritt kopiert und in ein beliebiges textbasiertes KI-Tool eingefügt werden können. Das Material bietet umfangreiches Kopier- und Printmaterial, das sowohl analog verteilt als auch digital ausgegeben werden kann. Die Lernenden werden nicht nur ausführlich über die Hintergründe der KI und des Turing-Tests informiert. Die Arbeitsblätter bieten spannende Aufgabenformate, die die Arbeitsphasen unter Rückgriff auf das Onlinemodul anschaulich strukturieren und altersgerecht begleiten. Neben Aufgaben, die auf vorgefertigten Prompts basieren, haben die Schülerinnen und Schüler die Herausforderung zu bewältigen, den “besten Freund” als fiktiven KI-Gesprächspartner zu simulieren. Dazu experimentieren die Lernenden mit Promptvorlagen und passen diese an. In einem Partnerexperiment können sie den Turing-Test selbst durchführen und wesentliche Erkenntnisse über die Fähigkeiten und technischen Grenzen textgenerierender KI gewinnen. Die leitende Frage: Inwieweit ist KI in der Lage, spezifische Rollen zu imitieren? Reflexionsanlässe schulen den kritischen Blick und geben einen Überblick, was moderne Text-KI heute leisten kann und wo menschliche Kommunikationsfähigkeiten der maschinellen noch überlegen sind.
Klassenstufen: 8-9. Klasse
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