Vertretungsstunden sind manchmal ein unerwarteter Aspekt des Schulalltags, der jedoch eine großartige Gelegenheit bietet, verschiedene Kompetenzen zu fördern. Egal, ob in der Arbeitslehre oder in anderen Fächern: Vertretungsstunden geben den Schüler*innen die Chance, neue Fähigkeiten zu erlernen, ihr Wissen zu vertiefen oder bestehende Kenntnisse anzuwenden. So kann z.B. eine plötzliche Vertretungsstunde in der Berufsorientierung genutzt werden, um gezielt soziale Kompetenzen weiter auszubilden, in dem die Schüler*innen sich über verschiedene Berufsfelder austauschen und so Wissen und Perspektiven miteinander teilen . Oder bei der Bewerbungsvorbereitung könnten sie ihre Schreibfähigkeiten verbessern, indem sie gemeinsam einen Lebenslauf oder ein Anschreiben erarbeiten. Dadurch wird nicht nur die Fähigkeit zur selbstständigen Recherche, sondern auch das logische Denken der Schüler*innen gefördert. Eine Vertretungsstunde könnte alternativ im Rahmen des Praktikums stattfinden, in der die Lernenden ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam reflektieren, was wiederum ihre Kommunikations- und Reflexionsfähigkeiten stärkt . Oder die Vertretungsstunde kann genutzt werden, um sich mit Zukunft der Arbeit auseinanderzusetzen und dabei kritisches Denken anzuregen, indem sie zum Beispiel über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt diskutieren. Insgesamt gesehen, sind Vertretungsstunden also viel mehr als nur eine 'Lückenfüller'- sie können eine sinnvolle und wertvolle Ergänzung des regulären Unterrichts sein, wenn sie effektiv genutzt werden, um die Lernziele und Kompetenzen der Schüler*innen zu fördern und zu unterstützen.