Biologie kombiniert mit Chemie, Geschichte mit Erdkunde, Englisch mit Politik, Mathe mit Physik: Die Möglichkeiten des fachübergreifenden Unterrichts scheinen grenzenlos. Ein Pro-Argument für diese Unterrichtsform ist der Vorteil, dass verschiedene Schlüsselprobleme der Welt dadurch unter mehreren Gesichtspunkten beleuchtet und Zusammenhänge besser verstanden werden können.
Damit Lernende für ein Thema begeistert werden können und ihnen die Relevanz des Themas vor Augen geführt wird, ist ein Lebensweltbezug eine notwendige Voraussetzung. „Was geht mich das Thema an, warum soll ich mich damit beschäftigen?“ - Diese Fragen werden sich Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsalltag sehr oft stellen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass zumeist an einem Tag vier, fünf oder gar sechs verschiedene Fächer - abgetrennt durch Pausen und Raumwechsel - unterrichtet werden.
Sofern Themen im Rahmen von fachübergreifenden Lehrplänen didaktisch aufbereitet werden, kann das Desinteresse bzw. die Gleichgültigkeit in Bezug auf Lerninhalte durch eine Form der Motivation und Aufmerksamkeitsbereitschaft ersetzt werden. Denkbar sind in diesem Sinne Stundenpläne, die sich am projektbezogenen Unterricht orientieren und Platz für neu gedachte Fächer schaffen. Auf diese Weise können Lernende selbst zum Erfinder neuer Fächerkombinationen werden, indem sie - durch eine intrinsische Motivation - eigene Interessen einbauen und Projekte entwerfen.
Die Voraussetzung für den fächerübergeifenden Unterricht beruht in jedem Fall auf der Organisation und Strukturierung des schulinternen Unterrichtsalltags. Dazu gehören beispielsweise die Ausstattung von funktionalen und differenzierten Lernräumen, offenere Lehrpläne, flexiblere Anpassungen von Klassenarbeitsplänen und eine individuelle Selbstgestaltung des eigenen Lernens.
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.