Ich sitze am Schreibtisch und versuche mich am Nachmittag zu konzentrieren. Es gelingt mir nicht, ich habe schon 6 Stunden Unterricht und eine Konferenz hinter mir. Der Unterricht für morgen nicht vorbereitet, da ich nicht weiß, wie ich die Reihe strukturieren soll. Immerhin gibts jetzt Noten und der nächste UB steht auch schon an. Also muss alles passen. Nächste Woche noch einen UB in einem anderen Fach, auch hier bisher, keinen Plan, was ich machen will. Dazu noch 2 Seminaraufgaben, einen kurzfristig geänderten Seminarplan, weil meine Seminarleitung aufhört, dadurch verschieben sich alle Termine, unsere Verwaltungsperson hat zudem vor ca. zwei Wochen gekündigt… die Prüfung steht kurz bevor und alle scheint unsicher. Ich habe Zweifel, ob ich das alles schaffe. Ich habe Angst, dass die Kinder nix bei mir lernen, stelle alles in Frage. Soll ich abbrechen? Kann ich es schaffen? Bin ich eine gute Lehrerin? Grade schreit alles „lass es, du schaffst das nicht, du bist keine gute Lehrerin“ Dann laufen die Tränen, es tut gut zu weinen. Also heule ich alles raus. Danach ist alles still. Meine Gedanken lösen sich auf und ich atme tief durch. Nur weil heute ein doofer Tag ist und alles unsicher scheint, bin ich nicht gleich eine schlechte Lehrerin. Nur weil es mir heute schwer fällt, heißt es nicht, dass ich es morgen nicht wieder grade biegen kann. Immer Schritt fürs Schritt, atmen nicht vergessen und nach Hilfe fragen! ❤️ Du bist nicht allein! 🫶
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