Immer wieder stellt sich die Frage, wie man anfangen soll. Ich habe versucht, die wechselseitigen Abhängigkeiten des Anfangsunterrichts soweit zur organisieren, dass "reine" Ketten gebildet werden.
Ich stelle mich hier vehement gegen das Sprachbad, die Immersion. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir angesichts der vielen irritierenden Einflüsse der Migratrionssprachen keine solide Kompetenz aus dem Sprachbad entnehmen können: Zu viele unterschiedliche Grammatikwahrnehmungen verstören die ordnende Struktur des Gehirns, in dem sich dann zu viele Sackgassen ausbilden. (Betrachten wir den letzten Nebensatz und machen wir uns bewusst, wohin das Subjekt "Sackgassen" gerutscht ist. Welche Sprache löst das so?)
Daher habe ich es mir zum Anliegen gemacht, präzise Vorbedingungen zu abhängigen Ketten zusammenzustellen. Diese Ketten werden in verschiedenen Dialogsequenzen (Satzkarten) dann systematisch aufgearbeitet. Die Systematik erschließt sich in den einzelnen Punkten der Lerntabellen, die Sie in den Wege und Schritte im Satzkartenbuch 1 betrachten können.
Hier sehen Sie die Lerntabelle für den Akkusativ mit dem bestimmten Artikel:

Sie erkennen die Vorkenntnisse, die grammatische Idee, den Zielsatz, der sich nur marginal, aber wesentlich vor dem Vorgängersatz unterscheidet, die Satzkarte aus dem Grammatikkarussell und eine weiterführende Idee.
Das Kreuzen (Hin- und Herspringen) zwischen den Tabellen kann man der Lernlandkarte entnehmen, die Sie vielleicht schon kennen. Die Pfeile zeigen die Richtungen an, die als positive Entwicklung gedacht sind. Sollten Fähigkeiten nicht im vollen Umfang ausgebildet sein, so sollte man daran entlang zurück gehen.
Ich erhoffe mir durch diese Publikation eine Verbesserung des Umgangs mit unseren Zuzüglern. Wir dürfen sie nicht ständig überfordern. Die deutsche Sprache ist so flexibel, weil sie so viel Grammatik hat und auch braucht, um die letztgültigen Schlüsse, (vor allem) aus dem Geschriebenen zu ziehen. Wir müssen die Grammatik fasslich reduzieren, damit wir auch morgen einander noch verstehen können.
Ich möchte mich auch gegen das Wort "Lehrperson" äußern. Wenn jemand eine Reinigungskraft als Reinigungsperson anspricht, würden Sie das als Aufwertung oder Abwertung interpretieren. Entscheiden Sie selbst!
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