Der moderne Geschichtsunterricht steht vor großen Herausforderungen. Angesichts des rasant wachsenden Medienangebots und -konsums stellt sich die berechtigte Frage, inwiefern Schule und Unterricht dieser Entwicklung standhalten können.
Die neueste Entwicklung hat vor allem im Bereich des vierten Sektors - der Künstlichen Intelligenz - große Schlagzeilen gemacht. So ist es mit dem Programm "ChatGPT" möglich, im Sinne eines digitalen Chatbot-Sprachsystems differenzierte und vielfältige Antworten zu allen möglichen Themen zu erhalten.
Insbesondere im Hinblick auf Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen ergibt sich im Bereich des Schulunterrichts die Herausforderung, inwiefern man angesichts des "ChatGPT" noch eine objektive und eigenverantwortliche Leistungskontrolle gewährleisten kann.
Dass sich die Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten zunehmend auf den Ausbau des vierten Sektors ("Industrie 4.0") fokussieren würde, ist schon seit vielen Jahren absehbar. Nun ist es im Bildungsbereich erforderlich, sich dieser Evolution anzupassen und die neuesten Errungenschaften vielmehr dafür zu nutzen, die Schülerinnen und Schüler auf die zukünftige Arbeitswelt vorzubereiten.
Nicht nur für Lernende, auch für Lehrkräfte bietet "ChatGPT" nützliche Eigenschaften, die für eine nachhaltige Unterrichtsplanung (z. B. Erstellung von Arbeitsblättern) und Klausurkonzeptionen gewinnbringend eingesetzt werden können. Es stellt sich somit nicht die Verbotsfrage, sondern eher die Frage des intelligenten Umgangs mit einer zukünftigen Technik, die selbst den Namen "Künstliche Intelligenz" verkörpert und die nicht ohne eine Weiterqualifizierung der jüngeren Generationen auskommen wird.
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