Nach Abschluss eines universitären Geschichtsstudiums kommen viele Lehrkräfte an den Schulen zur Erkenntnis, dass sie ihren Unterricht völlig anders aufbereiten müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Schulinterne Lehrpläne, Termine im Schulkalender, Klausuraufsichten, Exkursionen, Projekttage - aber allen voran die Zeit.
Wie gelingt ein produktiver Geschichtsunterricht im Zeitrahmen einer 45 minütigen Stunde? Organisatorische Anliegen, spontane Konflikte in der Pause oder andere Angelegenheiten lassen selbst diese kurze Stunde auf ca. 40 Minuten effektive Unterrichtszeit reduzieren.
Umso wichtiger ist es also aus Sicht der Lehrkraft, den Geschichtsunterricht didaktisch zu reduzieren - Es müssen Schwerpunkte gesetzt und notwendigerweise Sprünge gemacht werden, wobei das Charakteristische langfristiger Prozesse und Entwicklungen nicht außer Acht gelassen werden sollte. Vor diesem Hintergrund ist folgendes zu beachten: Die komplexen Themen der Geschichte müssen von der Lehrkraft soweit verstanden werden, dass sie in der Lage ist, das Entscheidende in einer 45 minütigen Unterrichtsstunde aufzubereiten.
Dass dies nicht immer gelingen kann, ist aber oft den schulorganisatorischen Verpflichtungen geschuldet - daher gilt die Phrase: Das Scheitern ist kein Problem, sondern ein gewöhnlicher Bestandteil des Schulalltags.
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