Bevor du zur Ruhe kommst, strecke dich noch einmal kurz und setze oder lege dich auf deinen Kuschelplatz. Deine Arme kannst du auf deine Beine legen, die dürfen sich nun ausruhen. Du kannst deine Augen schließen, wenn das aber schwierig ist, darfst du dir einen Punkt suchen, den du anschaust. Du atmest tief ein und aus. Das geht ganz von allein. Ein und aus. Geräusche, die du noch hörst, kommen und gehen. Auch deine Gedanken dürfen kommen und von allein wieder wegfliegen. Nichts stört dich mehr. Du vergisst, was um dich herum geschieht und entspannst dich. Ich zähle nun bis fünf und du merkst, dass du dich immer mehr entspannst. Eins: Alles wird ruhig Zwei: Du atmest gleichmäßig ein und aus. Drei: Du merkst, deine Arme und Beine sind ganz locker. Vier: Du fühlst dich sicher und entspannt. Nichts stört dich. Fünf: Nun bist du bereit für deine Reise. Es wird Frühling. Die Sonne schaut immer häufiger hinter den Wolken hervor und die Vögel zwitschern fröhlich. Du schaust aus dem Fenster und siehst da was hinter dem Gebüsch… nanu was ist das? Ein Stein, der sich bewegt? Oder ein grauer Drache? Das lässt dir keine Ruhe. Du ziehst dich an und gehst hinaus. Langsam gehst du auf den Busch zu und biegst die Zweige zur Seite. Huch, wer bist du denn? Ein kleines Steinwesen flattert mit seinen Flügeln, schimpft und versucht sich aus einer verhedderten Schnur zu befreien. „Soll ich dir helfen?“ fragst du. „Oh ja bitte, das wäre toll. Alleine schaffe ich es nicht.“ Es dauert nicht lange, dann hast du das kleine Wesen befreit. „Vielen Dank“, sagt der kleine Fels. „Ich bin Logs, ein Gargoyle. Conrad von Strahlenberg hat mich vor über 800 Jahren für mein zuhause gebaut“. „Du hast mal auf der Strahlenburg gesessen?“ „Ja- soll ich dir zeigen wo?“ Das kleine Steinwesen breitet seine Flügel aus und du steigst auf seinen Rücken. Irgendwie fühlt er sich so warm an. Wie ein Ofen. Die Wärme fließt durch deinen Körper. Du merkst: mein rechter Arm wird warm… mein rechter Arm wird warm. Auch mein linker Arm wird warm… mein linker Arm warm. Beide Arme sind nun schön warm. Auch deine Beine wärmen sich auf. Du spürst: mein rechtes Bein wird warm… mein rechtes Bein wird warm. Und mein linkes Bein wird warm… mein linkes Bein wird warm. Arme und Beine sind nun wohlig warm. Du fliegst mit Logs über Schriesheim hinweg. Du entdeckst die Schule, den Bach vom Ostereierrennen, beide Kirchen und vor dir erscheint die Strahlenburg. Logs landet ganz oben auf dem Turm. Von hier kannst du ganz weit schauen. Es ist ruhig und die Sonne scheint. Logs setzt sich neben dich und sagt: „Das war mein Platz. Schön hier, gell? Auch nach 800 Jahren liebe ich diesen Ausblick“. Du siehst die Weinberge, Schriesheim, Dossenheim, Ladenburg und auch ein Stück Hirschberg. Hier ist es herrlich ruhig. Du bist ganz entspannt und merkst: Mein rechter Arm ist schwer… mein rechter Arm ist schwer. Und mein linker Arm ist schwer… mein linker Arm ist schwer. Beide Arme sind angenehm schwer. Sogar bei deinen Beinen merkst du: Mein rechtes Bein ist schwer… mein rechtes Bein ist schwer. Und mein linkes Bein ist schwer… mein linkes Bein ist schwer. Beide Beine sind angenehm schwer. Da sitzt du nun mit Logs auf dem Turm und genießt die Ruhe und Schwere in deinem Körper. Logs schaut dich an und grinst: „Ich freue mich, dass ich dich kennengelernt habe. Wollen wir jetzt öfter was zusammen machen?“ Au ja, denkst du. Langsam wird es frisch. Und du solltest nach Hause. Logs bietet dir an dich zurückzufliegen. Du steigst auf und spürst den Wind im Gesicht. Zuhause setzt er dich ab macht eine tiefe Verbeugung und spricht: „Gargoyle von Strahlenberg war es eine Ehre“ Er dreht sich und schwups war er verschwunden. Wow, das war toll. Du gehst rein und lässt die Eindrücke nochmal auf dich wirken. Dein neuer Freund, dein Flug durch die Wolken dein Ausflug auf die Strahlenburg. Du hast viel erlebt heute und bist glücklich und zufrieden. Wenn ich gleich bis fünf zähle, kommst du allmählich zurück ins Hier und Jetzt. Wenn du wach geworden bist, fühlst du dich stark, ruhig und zufrieden. Eins: Du kommst nun zurück ins Hier und Jetzt. Zwei: Du fühlst dich stark, ruhig und zufrieden Drei: Du wirst wach und gähnst mit weit geöffnetem Mund. Vier: Du machst deine Hände zur Faust und streckst Arme und Beine weit von dir. Fünf: Du atmest tief durch und öffnest die Augen.
Tags: Fantasiereise, Achtsamkeitsübung, autogenestraining , Entspannungsreise, entspannungsgeschichte, Entspannung vom Schulalltag
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