Forming Questions

Forming questions...

... und es geht ein Raunen geht durch den Klassenraum. Egal welche Stufe und egal welche Klasse.. es macht allen gleichermaßen Spaß. 

- nämlich gar nicht.

Also habe ich mir irgendwann Gedanken gemacht: Wie kann ich den Kids das Fragen formulieren ohne lästige Arbeitsblätter näher bringen, die sie sowieso nicht mehr anschauen vor der nächsten Klassenarbeit?

Für mich ist die Antwort rückblickend völlig klar: Ritualisieren!

Ritualisiertes Vorgehen im Unterricht geht den Schülerinnen und Schülern, ob sie wollen oder nicht - in Fleisch und Blut über. 
Sie können es bei häufiger Wiederholung vielleicht irgendwann nicht mehr hören - aber sie hören es. 

Na gut, jetzt bin ich ja kein Unmensch. Ich habe also überlegt, wie ich es möglichst so gestalten kann, dass ich... 

A) ...nicht der Buh-Mann, äh -Frau bin und 

B) ... nicht so viel Gewohnheit aufkommt, dass sie gar nicht mehr zuhören.


Die Lösung ist so simpel wie sie klingt - und aussieht. 
Ich ging also los und kaufte kleine Ringe und laminierte fröhlich hübsch (aber simpel) designte Karten. Nicht zu viel Chichi (für die 10er eh nix!)
und dann jede Kategorie an einen kleinen Ring gehängt, konnte es auch schon losgehen. 

Neben dem obligatorischen Datum an die Tafel-schreiben gibt es also jetzt noch für denjenigen vorne die Aufgabe aus den drei Komponenten eine Frage zu bilden. Hierbei geht es sowohl um die Zeitform, als auch um das Fragewort und ein vorgegebenes Thema. Damit sie sich bei der Zeitform nicht an den englischen Begrifflichkeiten zerbeißen (die sowieso in BaWü in der Prüfung m.W.n. nicht vorausgesetzt werden), habe ich in Klammern einmal das Verb "do" in der jeweiligen Zeitform und immer mit der 1. Person Singular ("I") als Beispiel angeführt. So können sie sich selbst ein bisschen auf die Sprünge helfen und sich mehr auf das Formulieren der eigentlichen Frage konzentrieren. 

Schaffen sie es selbst nicht, können sie die Klasse miteinbeziehen und sich Hilfe holen. Oft meldet sich dann doch jemand. 

Im Anschluss formulieren wir (in Klasse 10) dann noch weitere Fragen zu den gezogenen Begriffen oder sprechen kurz über falsche Lösungen und die Begründung. Also auf die Art: Warum ist es denn nicht: "Why is he eating?" sondern "Why does he eat?". Die SuS lernen durch diese Fehleranalyse zusätzlich weiter und prüfen auch ihre MitschülerInnen doppelt ab, ohne Scham zu erzeugen - es kann ja jeden treffen!

Ich kann die Methode als Ritual oder auch sonst im Unterricht nur empfehlen, vor allem in den oberen Stufen wenns dann auch in der Prüfung dran kommt. Aber auch beim Einführen von Fragen kann mit reduzierten Themen/Tenses etc. gut angepasst und frühzeitig geübt werden. 


Ich bin total gespannt auf eure Erfahrungsberichte und freue mich über Anregungen und/oder Austausch mit euch!

Folgt mir gerne auf Instagram @teachermomofficial 


Unterrichtet weiterhin einfach schön und bleibt gesund!

Eure Saskia

Tags: Fragen stellen, english conversation questions, Question Tags, question words, questions with question words, forming questions, Abschlussklasse, Englischunterricht, Englisch, Words and Grammar, Fremdsprachenunterricht, Fremdsprache, Fremdsprachen, Rituale, Rituale im Englischunterricht, Rituale, Regeln, Routinen, Formulierungshilfen

Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.


Autor TeacherMom bietet 36 Materialien für Englisch, Fachübergreifendes und 3 weitere Fächer an - zum Beispiel:

Kommentare und Fragen von anderen Nutzern
Bitte melde dich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.
Bitte beachte auch unsere Datenschutzbestimmungen.