Hühnersprache habe ich schon als Vorschulkind gesprochen und spreche sie auch heute noch fließend.


Als ich ein I-Dötzchen (kölsch für Schulanfänger) war (1977), konnte ich Hühnersprache bereits fließend sprechen. Ich weiß nicht mehr, wer es mir beigebracht hatte, aber es war definitiv kein Erwachsener. Wir Kinder waren uns damals sicher, dass die Großen unsere "Geheimsprache" nicht verstehen konnten. Ob dies wirklich so war, bleibt fraglich.

Es gibt viele dieser Spiel- oder Geheimsprachen, die alle auf ähnliche Weise funktionieren. Wörter werden in Silben zerlegt, Silben werden hinzugefügt, Anlaute hinzugefügt oder weggelassen. Löffelsprache, Erbsensprache, Hühnersprache und vermutlich noch viele andere Varianten. Astrid Lindgren gab mit ihrer Räubersprache in Kalle Blomquist hierzu vermutlich die Initialzündung.

Heute scheinen diese Art der Sprachspiele unter Kindern nicht mehr sehr weit verbreitet zu sein, was schade ist, denn so trainieren Kinder auf ganz natürliche Weise die phonologische Bewusstheit. Ich mache aber immer wieder die Erfahrung, dass auch heute Kinder Spaß an diesen Geheimsprachen haben, man muss sie ihnen nur nahebringen.


In diesem Sinne, viel Spaß mit meinem Freebee zur Hühnersprache.


Tags: Hühnersprache, Spielsprache, Geheimsprache, Phonologische Bewusstheit, Deutsch 1. Klasse, 2. Klasse, Deutschunterricht

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