
Bei meiner Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern und Erziehern erreichen mich immer wieder Fragen nach der richtigen Stifthaltung. Die Kollegen aus den Kindergärten und Grundschulen berichten dabei häufig von Unsicherheiten und zunehmenden Entwicklungsdefiziten. Da auch die allgemeinen Empfehlungen von Fachleuten in diesem Bereich in den letzten Jahren aktualisiert wurden, ist eine genaue Aufklärung zu diesem Thema besonders wichtig. Im Folgenden stelle ich einige wichtige Anzeichen einer reifen und unreifen Stifthaltung vor.

Der dynamische Dreipunktgriff wurde Kindern lange als einzige physiologisch korrekte Stifthaltung beigebracht. Der Stift wird dabei zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und liegt auf dem Mittelfinger auf. Diese Stifthaltung ermöglicht es dem Kind, gezielte Schreibbewegungen aus den Fingern auszuführen.

Mittlerweile ist jedoch klar, dass Kinder auch mit anderen Stifthaltungen ein gut lesbares Schriftbild erreichen können. So zählen nun auch der dynamische Vierpunktgriff, der laterale Dreipunktgriff und der laterale Vierpunktgriff zu den ausgereiften Stifthaltungen. Es Bedarf also keiner für die Schüler oft demotivierenden Korrektur:
- wenn der Stift mit vier statt drei Fingern gehalten wird (Vierpunktgriff)
- wenn der Daumen beim Schreiben über den Stift und den Zeigefinger gelegt wird (laterale Griffe)

Folgende Anzeichen sprechen für eine reife Stifthaltung:

Folgende Anzeichen sprechen für eine unreife Stifthaltung und Schreibmotorik:

Zur Aufklärung und Beratung von Eltern habe ich die Inhalte aus diesem Beitrag zu übersichtlichen Informationsblättern zusammengestellt.

Weiteres Informations- und Beratungsmaterial aus der Ergotherapie, sowie motivierende Spielanregungen zur sinnvollen Entwicklungsförderung im Bereich der Fein- und Graphomotorik findest du auf meinem Autoren Profil.
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