16 Tipps für produktives Arbeiten als Lehrer*in

Es liegt mal wieder so vieles auf dem Tisch! Eigentlich müssten heute noch der Unterricht für morgen vorbereitet, die nächste Klassenarbeit konzipiert, die letzten Klassenarbeiten korrigiert werden und die eigenen Kinder brauchen auch noch deine Unterstützung bei den Hausaufgaben. Nicht immer ist es einfach für Lehrer*innen, das alles unter einen Hut zu bekommen.

Es kann eine sehr herausfordernde Erkundungsreise sein, einen gesunden und dennoch produktiven Arbeitsrhythmus für sich zu finden. Ein paar Tipps, die ich auf meinem eigenen Weg für mich entdeckt habe und mir mein Leben sehr vereinfachen, möchte ich nun mit dir teilen.

  • Schreibe dir eine Liste und stelle dir ein paar Fragen: Was bedeutet es für dich, produktiv zu sein? Was schenkt dir Energie? Was raubt dir Energie? Zu welchen Tageszeiten kannst du wirklich produktiv sein? – Diese Reflexion hilft meist, zu verstehen, wie und wann wir unsere eigene Zeit am produktivsten gestalten können – und wann wir es einfach sein lassen können.
  • Clustere deine Aufgaben nach zwei Kategorien: Was sollte sehr sorgfältig erledigt werden und was kann eher schnell abgearbeitet werden? So behältst du den Fokus darüber, was wirklich wichtig ist.
  • Schreibe dir Listen für gleichartige Aufgaben und erledige Aufgaben in Blöcken: z.B. alles, was ausgedruckt werden muss, alle Nachrichten, die beantwortet werden müssen, Unterrichtsvorbereitung für 1 Klassenstufe, usw.
  • Wenn du weißt, welche Aufgaben du am Stück erledigen kannst und wie lange du dafür brauchen dürftest, setze dir einen Timer, z.B. die nächsten 15 Minuten, um Nachrichten zu beantworten.
  • Verbinde dienstliche Sachen (z.B. Besorgungen für die Schule) mit dem Arbeitsweg.
  • Auch die Zeit zur Beantwortung von schulbezogenen WhatsApp-Nachrichten mit Kolleg*innen ist Arbeitszeit. Lege dir Zeiträume dazu fest.
  • Erschaffe "Little Work Sessions" am Tag: Nimm dir kleine Zeiträume vor, um eine Aufgabe zu erledigen, die z.B. nur 10 min dauert (z.B. wenn die Kinder ins Bett gebracht sind.
  • Setze dir Kopfhörer auf, wenn du in der Schule ungestört arbeiten möchtest. So merken die Kolleg*innen, dass du gerade in etwas vertieft bist und ungestört bleiben möchtest.
  • Mache dir einmal bewusst, wie viel du am Tag eigentlich erledigst und, dass dein produktiver Workload größer ist, als du denkst – auch für die Schule. Das können auch kleine Gespräche, Einkäufe oder Besorgungen für die Klasse sein.
  • Plane dir bewusst Zeiträume für Korrekturen in deinen Wochenplan ein, in denen du ungestört und konzentriert arbeiten kannst und kommuniziere das z.B. an deine Familie (Tipp: ein Schild an der Tür oder eine gemeinsam festgelegte Ruhezeit bewirken manchmal Wunder).
  • Nimm dir bei Aufgaben, die du gerne mal aufschiebst, vor, einfach mal 5 Minuten damit zu starten - Oft bleiben wir dann dran und stellen fest: So schwer ist das gar nicht.
  • Bei Aufgaben, die du lange vor dir herschiebst, reflektiere einmal: Was ist der Auslöser, dass ich diese Aufgabe noch nicht erledigt habe? Was macht diese Aufgabe so unangenehm? Welche Informationen fehlen mir zur Erledigung? – Und gehe dann lösungsorientiert vor: Wie kann ich mir die Informationen beschaffen? Wie kann ich die Aufgabe verkleinern?
  • Sage auch mal Nein zu Aufgaben. Definiere dazu vorher für dich, was du gerne in Zukunft nicht mehr annehmen möchtest und überlege dir Argumente, die du in so einem Fall nennen kannst (z.B. sage freundlich: „Ich bin gerade schon im Projekt X so eingebunden, bitte frage dafür mal jemand anderen“) und bleibe standhaft.
  • Falls du noch in der „Papierwelt“ unterwegs bist: Gib neben dem Papier-Kalender und dem To-Do-Listen-Zettelchaos auf Papier auch mal der Online-App-Welt eine Chance: Teste z.B. mal für eine Woche eine Aufgaben-, Kalender- oder Produktivitätsapp. Wenn das nichts für dich ist, kannst du auch wieder zur Papiervariante zurückkehren. Ich war erstaunt, wie sehr mir das das Leben vereinfacht hat – obwohl ich auch immer dachte, ein absoluter Papiermensch zu sein.
  • Kommuniziere bei Einzelgesprächen zur Abstimmung mit Kolleg*innen am Anfang, wie lange du Zeit hast und was das eine Thema ist, das ihr unbedingt besprechen solltet.
  • Und zu guter Letzt: Nimm dir bewusst Pausen, um auch einmal für dich selbst da zu sein und nicht immer nur für alle anderen. Überlege dir zum Beispiel: Was kannst du für dich als Ausgleich tun, was dich wirklich entspannt? Unser Energiemanagement ist am Ende des Tages eines der wichtigsten Dinge, um produktiv zu sein und zu bleiben. Diese Batterie immer wieder aufzutanken, ist also auch wichtig für die Produktivität.

Ich hoffe, dass für dich der ein oder andere Tipp dabei war :)

Deine Vera von Mindful School Life

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