Rhythmicals wirken auf den ersten Blick oft schwer, sind sie jedoch meistens gar nicht. Allgemein versteht man unter Rhythmicals Sprechverse, die in Gruppen oder auch als Gemeinschaft gesprochen werden. Sie sind ideal um morgens wach in den Tag zu starten oder nach längeren Arbeitsphasen in Bewegung zu kommen. Sie sollen außerdem für Konzentration sorgen, Spaß machen, die Stimmung lockern und als Gemeinschaftserlebnis das soziale Miteinander fördern.
Umsetzungstipps für den Unterricht
Als Sozialform wähle ich zu Beginn zunächst einen Steh- oder Sitzkreis. Hier spreche ich den Text für alle mehrfach vor und er wird von der ganzen Gruppe wiederholt. So verfahre ich mit allen Rhythmen des Rhythmicals.
Im Anschluss daran, lasse ich ein Kind meine Aufgabe übernehmen. Es sucht sich einen der Rhythmen aus und die Klasse wiederholt diesen. Es wird mehrfach gewechselt.
Nach dieser Übungsphase teile ich die Gruppe nun in Gruppen ein. Dabei übernimmt jede Gruppe einen Rhythmus des Rhythmicals. Auch hier wird der Rhythmus von mir zunächst vorgesprochen und von der Gruppe wiederholt. Habe ich das Gefühl, dass alle Gruppen sicher sind, fügen wir die Rhythmen zusammen.
Gestaltungstipps für Rhythmicals
Besonders mit Bodypercussion kann man Rhythmicals einfach und unterstützend begleiten. Die Begleitung kann vom Lehrer vorgegeben werden oder gemeinsam mit der Klasse erarbeitet werden. Oft haben die Kinder selbst ganz tolle Ideen. Ist sowohl die sprachliche als auch die Begleitung mit Bodypercussion sicher, können die Kinder den Text nur noch „im Kopf“ mitsprechen, sodass man ein reines Bodypercussion Rhythmical hört.
Orffinstrumente lassen sich ebenfalls leicht zur Gestaltung hinzuziehen. Dabei den Rhythmus auf ausgewählte Instrumente zunächst laut mitsprechen lassen. Ähnlich wie bei der Bodypercussionversion kann auch hier zum Schluss das reine instrumentale Rhythmical gespielt werden. Besonders gut eignen sich für die rhythmische Gestaltung: Klanghölzer, Handtrommeln, Schellentrommeln, Schellenkränze, Maracas, Holzblocktrommeln, und Holzröhrentrommeln (alles Kurzklinger).
Werden die Rhythmicals im Klassenraum eingeübt, so bietet es sich an, mit den Kindern für die Gestaltung zunächst auf die Suche nach Klassenraumklängen zu gehen. Dabei entdecken die Kinder selbst neue Klangmöglichkeiten, die sie zur Gestaltung verwenden können. Dies könnte beispielsweise das Klopfen mit einem Stift auf die Heizung sein, auf den Stuhl trommeln oder das Klopfen mit Kreide an die Tafel.
Rhythmicals lassen sich auch mit der Stimme gestalten. Dabei können einzelne Stimmen entsprechend variiert werden und beispielsweise ganz hoch oder tief, wie ein Roboter, eine Hexe oder andere Figuren gesprochen werden.
Auf meinem Profil findet ihr verschiedene einfache Rhythmicals zum Thema Herbst und Halloween. Viel Spaß beim Ausprobieren. 
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