Die Corona-Zeit ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für den Schulalltag. Dies gilt insbesondere für den Musikunterricht. Wenn beispielsweise auf das Singen und auch teilweise oder ganz auf das Musizieren mit Instrumenten verzichtet werden soll, braucht es neue Herangehensweise und Ideen.
Glücklicherweise ist die Musik ein unendlich breites Feld mit unzähligen Möglichkeiten.
Das aktive Musizieren mit Körperinstrumenten, das Entdecken von Bildern in Musikstücken und die Nutzung von Apps sind leicht anwendbare Beispiele.
Bei der Body Percussion kann weiterhin aktiv musiziert werden, ohne dass die eigene Stimme oder ein extra Instrument gebraucht wird. Gleichzeitig kann die feste Sitzordnung eingehalten werden. Zur Visualisierung eignen sich Body Percussion- Karten auf denen die unterschiedlichen Körperinstrumente, wie Klatschen, Patschen, Schnipsen, Stampfen usw. abgebildet sind. Diese können an der Tafel gezeigt und zunächst gemeinsam eingeübt werden. Wenn alles gut klappt empfiehlt es sich ein Musikstück mit einem klaren Beat im Hintergrund laufen zu lassen - so macht es gleich noch mehr Spaß und die Kinder verbessern ihr Rhythmusgefühl. Als ein weiterer Schritt können die Schüler*innen ihre eigene Body Percussion-Komposition anfertigen und der Klasse präsentieren. Die Body-Percussion Karten und eine Vorlage für die Komposition haben wir auf dem Lehrermarktplatz hochgeladen (ID 192530).
Neben dem aktiven Musizieren, kann auch das Musik hören geübt werden. Dabei empfiehlt es sich Musikstücke auszuwählen, die bildhaft gestaltet sind. Ein bekanntes Beispiel ist „die Moldau“, von Bedrich Smetana. Der Musiker arbeitet mit Tonmalerei, wodurch konkrete Bilder von den Schüler*innen im Stück erkannt werden können. Spielerisch können sie sich auf eine musikalische Reise begeben und sich gleichzeitig mit der klassischen Musik vertraut machen. Zur Visualisierung des Stücks, habe ich ebenfalls ein Material (ID 196298) hochgeladen, welches ein Tafelmaterial und eine musikalische Landkarte + Ausschneidekärtchen der einzelnen Stationen beinhaltet.
Außerdem werden die digitalen Möglichkeiten an vielen Schulen immer weitreichender. Dies sollte genutzt werden und bietet sich grade im Musikunterricht in Corona-Zeiten an. Besonders das Arbeiten mit Musik-Apps macht Spaß und ist vielseitig. Dabei gibt es Apps mit denen musiziert werden kann und welche bei denen musiktheoretischen Wissen vermittelt wird. Um mit Klängen zu experimentieren empfehlen sich Apps wie „TC- Performer“, „Musyc“ oder „Singing Fingers“. Um beispielsweise Musikinstrumente zu erkennen, Noten lesen zu lernen oder Rhythmen zu verstehen, eignet sich die App „Earz“.
Neben diesen Tipps lohnt es sich selbst nach Ideen zu recherchieren. Viele Musikpädagog*innen sind in der letzten Zeit kreativ geworden und haben tolle Konzepte entwickelt.

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