Schülerbüro - die einfache Methode der Differenzierung

Ein großes Problem begleitete mich die ersten Jahre des Unterrichtens: Was tun mit Schülern, die schon oder noch nicht fertig sind mit den Arbeitsaufträgen? Eine ganz simple Antwort darauf ist das "Schülerbüro".

Wie funktioniert es? Jedem Schüler wird ein Fach bzw. eine Box zugeordnet. Diese hat einen festen Platz im Klassenzimmer, bei mir immer hinten im Regal. Alle noch nicht fertig bearbeiteten Materialien werden darin gesammelt. Vor Unterrichtsbeginn bzw. am Nachmittag lege ich, falls notwendig, zusätzliches Material in die Boxen.

Wenn die Schüler am Morgen kommen, gehen sie immer sehr gerne gleich zum Schülerbüro und holen sich das Material heraus, auf das sie gerade eben Lust haben. Sobald etwas fertig ist, wird es kontrolliert.

Einmal in der Woche - meist Freitag - ist Schülerbüro-Stunde. Dann wird das abgearbeitet, was noch liegengeblieben ist. Sollte nichts mehr im Schülerbüro sein, dürfen die Schüler anderen Mitschülern gerne helfen oder sich mit Freiarbeit beschäftigen.

Besonders beliebt ist es, wenn ich dann noch den besonders eifrigen erlaube, dass sie meinen Sitzplatz einnehmen dürfen.

Den Kindern gefällt vor allem der Name "Schülerbüro" so gut. Das macht es für sie wichtig und von Bedeutung.

Zu Corona-Zeiten habe ich die Schülerbüros morgens auf den Tischen verteilt und das Material, das im Laufe des Tages benötigt wird, hineingelegt.



                    


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