Die Schulen sind wegen der Corona-Krise geschlossen, die Kinder bleiben erstmal zu Hause. Lernen at home geht klar anders als im Schulzimmer und für viele Kinder, Eltern und Lehrpersonen ist dies völlig ungewohnt. Die Homeschooling erfahrenen Kinder und jene, die es sich gewöhnt sind, selbstbestimmt zu lernen, erleben im Moment einen Vorteil. Doch auch sie können nicht mehr draussen, in Lerngruppen, unterwegs arbeiten und lernen. Auch sie müssen zu Hause bleiben. Jene, die nun im Fernunterricht arbeiten, kriegen von einen Tag auf den andern Aufgaben, Dossiers, Zugänge zu virtuellen Klassenzimmern und müssen, je nach Alter, mehrere Stunden am Tag in einen Bildschirm schauen, wo sie vorher vielleicht kaum die Möglichkeit zum Kennenlernen der Technik hatten. Eltern sind mit der ganzen Situation vielleicht überfordert.
Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es erstmal wichtig, in schwierigen Zeiten den Kindern zu Hause Liebe, Halt und eine gewisse Struktur zu geben. Dies gibt Sicherheit, dies hilft. Nun, da gibts Unterschiede in den Familien ... die allermeisten der Eltern arbeiten, niemand hat mit so einer Situation gerechnet. Was nun?
Es ist wertvoll, wenn Lehrer*innen weiterhin eine gute, professionelle Beziehung zu ihren Schüler*innen pflegen. Was in dieser Zeit heisst, sie immer mal wieder persönlich anzuschreiben oder anzurufen. "Wie geht es dir im Moment? Kann ich was für dich tun?" Und die Eltern, bitte nicht vergessen! Es ist wunderbar, wenn die Zusammenarbeit klappt und es lohnt sich immer, zusammen zu arbeiten. Wenn wir die Sicherheit haben, dass Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder und Jugendliche in dieser schwierigen Zeit auch schöne Momente erleben dürfen, zahlt es sich aus. (Hier gibts mehr über mein Angebot für Eltern) Schön ist es, wenn eine gute Stimmung und gewissen Entspannung in den Familien Einzug hält. Die Erwachsene sind dafür verantwortlich, nicht die Kinder. Zusammen schaffen wir das, davon bin ich überzeugt! Die Kinder werden nicht verblöden in der Zeit, sondern jetzt hoffentlich erstmal alle ein wenig selbstbestimmter als sonst zu Hause sein, spielen und lernen dürfen. Zeigen wir Verständnis für die Anliegen und Ängste der Kinder. Die vermissen in dieser Zeit ihre Freunde*innen ganz bestimmt! Lernen wir in dieser Zeit zusammen weiterhin all die neue Dinge, die im Moment wichtig sind - wenn auch auf eine neue, ungewohnte Art und Weise. Ich wünsche allen gute Abwehrkräfte, viel Mut und Elan.
PS: Pausen sind wichtig. Vielleicht mag anschliessend jemand zur Freude mein Nähwettrennen machen?
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