Das World Wide Web ist eben genau das: weltweit umspannend. Entsprechend gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich weltweit zu vernetzen und gemeinsam zu arbeiten. Vier solcher Projekte, die explizit Religionslehrkräfte ansprechen möchte ich im Folgenden vorstellen und dazu ermutigen, daran teilzunehmen!
Openreli ist ein MOOC, also ein offener Kurs, an dem teilnehmen kann, wer immer möchte. Er findet in diesem Jahr zum sechsten Mal. Er ist immer religionspädagogisch ausgerichtet, in diesem Jahr erstmalig auch interreligiös. Thematisch geht es um die goldene Regel - diese und der Zugang der verschiedenen Religionen wird in fünf Wochen, vom 19.02. bis 25.03., beleuchtet. Dazu gibt es Vorträge verschiedener Experten und Aufgaben an die Teilnehmenden. Grundsätzlich gilt aber: Alles kann, nix muss. Ob und welche Aufgaben bearbeitet werden, liegt im eigenen Ermessen. Man kann auch einfach nur mal in den einen oder anderen Vortrag hineinhören. Oder sich voll reinstürzen, mitdiskutieren und -arbeiten.
Ein weiteres Kursangebot gibt es von der Universität Luzern. Unter lehren-und-lernen.ch erhält man Zugang zu einer offenen Lernplattform, die in unterschiedlichen Modulen dazu anleitet, Lehren und Lernen unter unter dem Vorzeichen der Digitalität zu reflektieren und sich in diesem Bereich weiterzubilden. Dabei enthalten sind einerseits Grundlagen-Texte, die didaktische Überlegungen und die veränderte Rolle der Lehrperson ausloten, andererseits Anleitungen und Darstellungen verschiedenster digitaler Tools sowie der Möglichkeit, im Web zu publizieren. Eine Fundgrube der Möglichkeiten, in die ein Blick auch ohne Anmeldung und Teilnahme am Kurs lohnt!
Der #relichat ist der wöchentliche Twitter-Chat zur Religionspädagogik. Immer mittwochs zwischen 20 und 21 Uhr besteht die Möglichkeit zum Austausch über unterschiedliche Themen. Möchte man nur mitlesen, würde man nichts benötigen, man müsste auf Twitter nur nach dem entsprechenden Hashtag #relichat filtern. Deutlich mehr hat man aber von einer aktiven Teilnahme, für die man sich auf Twitter registrieren muss - und schon kann man mitdiskutieren. (Themenwünsche können immer gerne geäußert werden.) Nachträglich ist auch immer die Nachlese im Blog möglich; das bedeutet das mittlerweile die Fragen, Impulse und Ideen zu über 70 Themen nachgelesen werden können.
(Eine Anleitung zum Start mit Twitter lässt sich bei rpi-virtuell.de finden.)
Das #relicamp ist aus dem #relichat entstanden. Nach vielen Chats und digitalem Kontakt entstand der Wunsch nach einem Treffen im analogen. Entwickelt hat sich ein Barcamp, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Auch beim Barcamp wird wie im Chat über religionspädagogische Anliegen diskutiert, sich ausgetauscht, gemeinsam gearbeitet ...
Dieses Jahr findet das #relicamp in Salzburg vom 22. bis zum 24. Mai statt, nach einem tollen Start in Saarbrücken im vergangenen Jahr. Eine Anmeldung ist selbstverständlich noch möglich! Kosten für die Teilnahme gibt es nicht, lediglich Anreise und Übernachtung müssen selbst finanziert werden. Auch zum Barcamp können, wie es bei Barcamps immer üblich ist, eigene Themen mitgebracht werden - wer also immer schon mal ein Projekt vorstellen wollte oder eine dringende Frage diskutieren wollte, der ist hier richtig.
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Bildnachweis: pixabay
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