
Nachdem wir bereits vor Weihnachten die Million mit dem Kinderbuch "Wie viel ist eine Million?" erarbeitet hatten, lag es nahe, die Hauptfigur, den kleinen Pinguin Pipp, auch bei seinem nächsten Abenteuer zu begleiten.
Den Unterrichtsablauf zur Geometriestunde zu den Würfelgebäuden und Bauplänen möchte ich für alle Interessierten gerne vorstellen:
Der kleine Pinguin Pipp lebt am Südpol und spielt mit seinen Freunden .
Mit Eiswürfeln bauen er und seine Freunde die verschiedensten Gebäude und Kunstwerke.
WIEDERHOLUNG WÜRFEL
(Hier durften die Kinder aus einem Würfelnetz gemeinsam "Eiswürfel" bauen. Dies war gleichzeitig die Wiederholung aus der dritten Klasse. Ganz nebenbei wurden nochmals die wichtigsten Merkmale des Würfels besprochen.)
ANSICHTEN VON WÜRGELGEBÄUDEN
Eines dieser Gebäude von Pipp sah so aus, wie man es in der Mitte sieht.
Die Kinder bekamen nun den Auftrag, dieses Eiswürfelgebäude zu "fotografieren". Im Sitzkreis durften sie sich auf den Boden legen, um auf Augenhöhe zu sein. Rund um das Bodenbild verteilt, sollten sie die Eiswürfel fotografieren und in ihr Notizheft zeichnen.
Dabei stellten sie schnell fest, dass jeder einen anderen Blickwinkel hatte.
(Hier besprachen wir als Wiederholung die vier Ansichten und ihre Begriffe.)
Bei der ersten Präsentation stellten die Schüler schnell fest, dass die Ansichten von links und rechts gleich aussahen. Es kam der Vorschlag, die Würfelsäulen farbig zu markieren, damit man sie unterscheiden könnte.
Mit farbigen Holzwürfeln bauten die Kinder die Figur schließlich noch einmal nach.
Nun wurden ihre bereits gezeichneten Fotos noch farbig angemalt . Und siehe da – nun konnte man auch die linke und die rechte Ansicht deutlich unterscheiden.

BAUPLÄNE
Unsere Geschichte ging nun weiter, denn Pinguin Pipp war ein Klettermaxe und kletterte nun auf das Würfelgebäude hinauf.
(Nun zeichneten die Kinder auch noch die obere Ansicht.)
Pipp war allerdings nicht zufrieden, denn man konnte ja gar nicht sehen, wie hoch er da geklettert war.
(Die Schüler hatten nun die Aufgabe zu überlegen, wie man das in dem "Foto" wohl darstellen könnte. )
Schnell kam die Idee, die Menge der Würfel in ihrer Höhe als Zahl einzutragen.
Somit hatten sie ihren ersten Bauplan gezeichnet!
Pipp wollte nun noch viel größere Figuren auf den Eisschollen bauen, die im Wasser schwammen.
(Diese Eisschollen waren von mir vorgegebene Bauplangrundrisse und hatten verschiedene Rastergrößen. Hier konnte ich differenzieren: Lernschwächere Kinder bekamen kleinere Felder...
Die Kinder durften nun auf ihre Eisschollen mit Holzwürfeln eigene Gebäude bauen . Unter jeden Stapel sollten Sie die Höhenzahl schreiben. Nahmen sie die Würfel schließlich alle wieder von der Scholle weg, hatte man einen Bauplan erstellt.
Dieses Spiel ging schließlich auch andersherum. Die Kinder bekamen von mir Eisschollen mit Bauplänen und sie durften darauf ihre Gebäude errichten.
AUFFÜLLEN VON WÜRFELGEBÄUDEN
Pipp wollte nun seine Eisscholle maximal vollmachen.
Der letzte Schritt war es nun, die Eisschollen so mit Würfelchen zu belegen und schließlich aufzufüllen, bis sie einen großen Gesamtwürfel ergaben .
Die erste Überlegung war festzustellen, wie viele Würfelchen überhaupt auf so eine Eisscholle passen. Hierbei berechneten die Schüler Länge X Breite X Höhe in Würfelmengen.
Bei dem darauffolgenden Spiel bekamen die Kinder Eisschollen, auf denen bereits einige Würfelchen lagen. Sie mussten nun berechnen:
1. Wie viele Würfel passen insgesamt auf diese Scholle?
2. Wie viele Würfelchen sind bereits auf der Scholle?
3. Wie viele Würfelchen kann ich noch in einer anderen Farbe darauf legen?
Insgesamt hatten die Schüler und ich an diesem Vormittag sehr intensiv gespielt und gleichzeitig auch viel erarbeitet...?
Ein wirklich tolles Übungsmaterial in Kartenform findet sich hierzu übrigens bei www.mathemonsterchen.de ( unbezahlte Werbung)
FÄCHERÜBERGREIFENDES
Worauf ich mich nun freue, ist die weitere Ausweitung/ Integration des Thema Südpols in den anderen Fächern.
In Englisch erarbeiten wir zeitgleich die Präpositionen
In HSU halten die Kinder Tierreferate und machen Buchvorstellungen, mit denen sie das Leben am Südpol noch beschreiben wollen.
In Kunst malen und zeichnen wir einen Eisbären und basteln viele Pinguine.
Wenn du den Blog-Artikel magst dann klicke auf das Herz. Das hilft uns zu verstehen, welche Artikel besonders lesenswert sind.